Seiteninhalt:

Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

Antragsformulare der BAföG-StelleEine gute Ausbildung ist heute wichtiger als je zuvor. Durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) soll es Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglicht werden - unahängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation - eine Ausbildung zu machen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht.

Nähere Informationen zu dem Antragsverfahren, der erforderlichen Unterlagen und Ihren Ansprechpartnerinnen im Kreishaus Herford finden Sie in unserer Rubrik Was erledige ich wo?

Telefonische Auskunft erhalten Sie unter der Nummer 05221/13-2080.

 

Wir sind für Sie da!

Dienstag und Mittwoch von 8.30 bis 12.00 Uhr und
Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr

 

 

 

Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema:

Wann ist der Kreis Herford für mich zuständig?

Das Gesetz unterscheidet zwischen den Leistungen für Studentinnen und Studenten und dem Schüler-BAföG. Während Studierende Ihre Anträge an die Ämter für Ausbildungsförderung der Studentenwerke der jeweiligen Hochschule richten müssen, sind für Schülerinnen und Schüler die Kreise und kreisfreien Städte zuständig.

Wir bearbeiten Ihre Anträge,

  • wenn beide Elternteile (oder der überlebende Elternteil) im Kreisgebiet Herford wohnen,
  • wenn Sie verheiratet sind oder waren und im Kreis Herford wohnen oder
  • wenn Sie im Kreisgebiet wohnen und Ihre Eltern in unterschiedlichen Kreisen leben.

 

Ist meine Ausbildung förderungsfähig?

Es werden in der Regel schulische Ausbildungen gefördert, die mit einem berufsqualifizierenden Abschluss enden (Beipiele: Physiotherapeut, Sozialhelferin, Kinderpfleger, Erzieherin) oder einen Berufsabschluss voraussetzen (Beispiele: Technikerschulen, Fachschulen für Heilerziehungspflege, Fachschulen für Sozialpädagogik). Um Ihre Fragen nach der Förderungsfähigkeit der Ausbildung beantworten zu können, muss daher Ihrerseits der Bildungsgang genau angegeben werden.

 
Allgemeinbildende Ausbildungen ab Klasse 10 können nur dann gefördert werden, wenn der Schüler oder die Schülerin nicht bei den Eltern wohnt und die auswärtige Unterbringung nach den gesetzlichen Bestimmungen notwendig ist. Das ist hauptsächlich dann der Fall, wenn

  • die nächstgelegene vergleichbare Ausbildungsstätte vom Wohnort der Eltern so weit entfernt ist, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln an drei Tagen der Woche in mehr als zwei Stunden erreichbar ist (Hin- und Rückweg),
  • der oder die Auszubildende verheiratet ist oder war oder mit mindestens einem Kind zusammenlebt.

Nicht nach BAföG förderungsfähig sind betriebliche Ausbildungen. Hier liegt die Zuständigkeit bei der Agentur für Arbeit.

 

Bin ich anspruchsberechtigt?

Ausbildungsförderung erhalten deutsche Staatsangehörige oder Auszubildende mit einem deutschen Elternteil oder Ehegatten. Auch die meisten ausländischen Auszubildenden sind inzwischen berechtigt. Dieses ist jedoch im Einzelfall zu prüfen.
Die Altersgrenze für den Bezug von Ausbildungsförderung liegt bei 30 Jahren, die Ausbildung muss also vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen werden. In Ausnahmefällen wie beispielweise Kindererziehung ist eine Überschreitung der Altersgrenze möglich.

 

Wie hoch ist mein Bedarf?

Der Bedarf ist abhängig von der Art der Ausbildung und der Unterbringung des Auszubildenden.

Für Schülerinnen und Schüler, die bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen, liegen die BAföG-Höchstsätze zwischen 216 und 391 Euro.

Auszubildenden, die eine eigene Wohnung haben, stehen bei Vorliegen der Voraussetzungen Höchstsätze zwischen 465 und 543 Euro zu.

Für Studierende an Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, an Abendgymnasien und Kollegs (z.B. Weserkolleg und Westfalenkolleg) sind je nach Unterbringung zwischen 397 und 572 Euro anzusetzen.

 

Was kann zum Bedarf dazukommen?

 

  • Sofern keine Familienversicherung mehr besteht, können Kranken- und Pflegeversicherungszuschläge (maximal 73 Euro) übernommen werden.
  • Kinderbetreuungszuschläge für Kinder bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres werden ebenfalls berücksichtigt.

 

Was kann nicht übernommen werden?
  • Fahrtkosten
  • Aufwendungen für Schulbedarf
  • Schulgeld

 

Was wird auf meinen Bedarf angerechnet?
  • Eigenes Einkommen und Vermögen
    Für Bewilligungszeiträume, die ab August 2008 beginnen, gilt hinsichtlich des Einkommens die Neuregelung, dass bis zu 400,00 € anrechnungsfrei hinzuverdient werden können.
    Vermögen bleibt unterhalb einer Freigrenze von 5.200,00 € anrechnungsfrei. Die Angaben zum Vermögen werden zu einem späteren Zeitpunkt auf ihre Richtigkeit überprüft. Durch richtige und vollständige Angaben können so ernste Konsequenzen wie Rückforderung von Leistungen sowie Bußgeld- und Strafverfahren vermieden werden. Zweifelsfälle sind bei Antragstellung mit dem Amt für Ausbildungsförderung zu klären.
  • Einkommen der Eltern und Ehegatten
    Es wird das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres zu Grunde gelegt, es sei denn, dass sich das Einkommen zwischenzeitlich wesentlich verschlechtert hat. In diesem Fall können auf besonderen Antrag die Einkünfte im Bewilligungszeitraum berücksichtigt werden. Ausbildungsförderung wird dann unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet. Aus diesem Grund ist es wichtig, Verbesserungen des Einkommens unverzüglich mitzuteilen, um höhere Rückforderungen im Rahmen der Vorbehaltsauflösung zu vermeiden.
    Bei der Einkommensanrechnung ist zu beachten, dass das Gesetz keine Einkommensgrenzen nennt. Vielmehr wird die familiäre Situation durch unterschiedliche Freibeträge berücksicht.

 

Unter welchen Voraussetzungen kann ich eltenunabhängig gefördert werden?

Das Einkommen der Eltern bleibt insbesondere dann außer Betracht, wenn der oder die Auszubildende nach einer dreijährigen Ausbildung noch drei Jahre gearbeitet hat. Dabei finden auch die Zeiten bei der Bundeswehr oder Zivildienstzeiten Berücksichtigung. Bei einer kürzeren Ausbildung muss die Arbeitszeit entsprechend länger sein. In den Fällen, in denen keine Ausbildung absolviert wurde, muss die Arbeitszeit nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre betragen. Dazu zählen auch Kindererziehungszeiten.

 

Muss ich BAföG-Leistungen erstatten?

Schüler-BAföG ist ein Zuschuss und muss nicht erstattet werden.

 

 
 
Zum Seitenanfang