Seiteninhalt

Breitbandversorgung im Kreis Herford

Der Kreis Herford ist in Zusammenarbeit mit allen neun Kommunen des Kreises darum bemüht, die Breitbandverfügbarkeit im Kreisgebiet nachhaltig zu verbessern.


Das Kreisgebiet ist im Vergleich zu anderen Regionen bereits relativ gut versorgt, wenn man die derzeitigen Anforderungen und die umfangreichen eigenwirtschaftlichen Ausbauten durch Telekommunikationsanbieter berücksichtigt.


Künftig werden die Anforderungen an ein leistungsfähiges Internet aber weiterhin steigen. Für die Gewerbebetriebe stellt die Breitbandversorgung einen wichtigen Standortfaktor dar. Auch für die Privathaushalte bedeutet eine schnelle Internetanbindung Lebensqualität und soziale Teilhabe.


Der Bund und auch das Land Nordrhein-Westfalen fördern Infrastrukturausbauten in den Bereichen, in denen es für die Telekommunikationsanbieter unwirtschaftlich erscheint, eigenwirtschaftlich tätig zu werden. Der Kreis Herford hat deshalb im Namen der neun Kommunen einen Antrag für den Ausbau der sogenannten „weißen Flecken“ gestellt. Das sind die Bereiche, die nach vorliegenden Erkenntnissen noch mit unter 30 MBit/sversorgt sind. Die unterversorgten Gewerbeanschlüsse und Privathaushalte sollen künftig mindestens 1 GBit/s zur Verfügung haben.
Unterversorgte Anschlüsse gibt es in allen 9 Kommunen des Kreises, insbesondere in den Randlagen der Kommunen. Besonders stark betroffen ist, auch noch nach dem Ausbau der Telekom in 2016, die Stadt Vlotho. Ein Viertel der unterversorgten Haushalte des Kreises liegen in Vlotho.


Die Fördergelder von Bund und Land sind mittlerweile bewilligt. Mit den Fördergeldern sollen Anschlüsse in über 6.500 Haushalten, fast 200 Gewerbebetrieben und 75 Institutionen, wie zum Beispiel landwirtschaftlichen Betrieben und Schulen, ausgebaut werden.
Grundlage des Förderantrages an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur war der Ergebnisbericht einer Bedarfsermittlung im Kreis Herford.

Der Kreis Herford und seine neun Kommunen werden beim Ausbau eines zukunftsfähigen Breitbandnetzes gefördert und unterstützt vom Bund, vom Land NRW und von der Europäischen Union.
Unterstützer und Förderer sind:
• das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
• die ateneKom
• das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW
• Gigabit NRW und die Gigabit Geschäftsstelle
• die Europäische Union: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Europaweite Ausschreibung einer Konzessionsvergabe:

Um alle Bürgerinnen und Bürger und auch die Gewerbebetriebe die derzeit noch nicht über schnelles Internet verfügen, künftig besser zu versorgen, ist eine große europaweite mehrstufige Ausschreibung gestartet worden.
Der Bau und der Vertrieb eines Hochgeschwindigkeitsnetzes, sowie die Erbringung von Endkundendienstleistungen für die unterversorgten Bereiche des Kreises sollen beauftragt werden. Im März 2018 ist dieses Verfahren zunächst mit einem europaweiten Teilnahmewettbewerb gestartet. Bis zur endgültigen Auftragsvergabe an ein oder mehrere Telekommunikationsunternehmen wird es noch dauern. Eine Änderungsbekanntmachung ist erforderlich, da das Verfahren durch ein sog. Upgrade so umgestellt werden konnte, dass nun alle Privathaushalte und Gewerbebetriebe, die in der Förderkulisse sind, mit einer Anbindung von 1 Gigabit pro Sekunde rechnen können. Wann die Ausbauten seitens des beauftragten Unternehmens in den einzelnen Ortschaften beginnen werden, kann von hier nur bedingt gesteuert werden. Es wird insgesamt aber Ziel sein, den Ausbau schnell voran zu treiben.


Die vielen Haushalte und Unternehmen, die aufgrund der Förderbedingungen nicht mit in die laufende Ausschreibung aufgenommen werden konnten, stehen dennoch im Fokus der Bemühungen um eine zukunftsgerichtete Versorgung. Hier werden bestehende Fördermöglichkeiten geprüft und insbesondere eigenwirtschaftliche Ausbauten forciert. Ziel ist es, den Kreis Herford mittelfristig zu einem großen Teil Gigabit-fähig auszubauen. Hierbei unterstützt der Kreis Herford alle Kommunen und ist auch Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft.


Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesprojektträgers unter folgendem Link: http://www.atenekom.eu/bfp/