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Widunetz

Wie wurde widunetz Netzwerk für Integration & Vielfalt gegründet?

Auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Caritas und des Diakonischen Werkes (DW) wurde im Kreis Herford das Projekt Migrationsvernetzung im Kreis Herford im Juli 2005 gestartet.

Das Projekt wurde durch das Programm Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit (KOMM-IN NRW) durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Kreis Herford übernahm als Förderungsempfänger die Projektkoordination sowie zusammen mit der AWO die Projektleitung.

In einer gemeinsamen Projektgruppe wurden über vier Projektphasen alle wesentlichen Schritte unter den Beteiligten abgestimmt. Die Projektgruppe wurde gebildet von Vertretern/innen des Kreises, der Städte und Gemeinden des Kreises, der AWO, Caritas, DW und dem DRK.

Ziel seit Beginn des Projektes war es, Transparenz über die vielfältigen Aktivitäten und Angebote im Bereich Migration und Integration herzustellen, die unterschiedlichen Akteure miteinander bekannt zu machen und zu vernetzen sowie wesentliche Problemfelder aus der Lebenswirklichkeit von Migrantinnen und Migranten aufzugreifen, dafür nach generellen und organisationsübergreifenden Lösungsmöglichkeiten zu suchen und einzelne strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung der Integration und Alltagswelt von Menschen mit Einwanderungsgeschichte umzusetzen.

Die gemeinsame Arbeit von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege, Kommunen und Kreis und anderen migrationsbezogenen Einrichtungen war innerhalb des Projektes durch ein hohes Maß an Abstimmung und gegenseitiger Information gekennzeichnet – durch eine externe Evaluation Ende 2006 einmal als "Beteiligungskultur auf gleicher Augenhöhe" charakterisiert.

Eine gemeinsame Vereinbarung wurde am 27. Februar 2008 durch alle Bürgermeister/innen des Kreises Herford, der Landrätin des Kreises Herford, dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes der AWO Ostwestfalen-Lippe e.V., der Geschäftsführerin des Caritasverbandes, dem Kreisgeschäftsführer des DRK Kreisverbandes Herford-Stadt e.V., dem Geschäftsführer der Diakonie und dem Vorsitzenden des Fachforums Migration unterzeichnet.

Somit wurde 2005 der Grundstein für die gemeinsame Arbeit im Kreis Herford im Themenfeld Integration und Migration mit den Zielen „Transparenz, Vernetzung und Zusammenarbeit“ gelegt.

Welche Ziele hat das Netzwerk?

  1. Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Migration und Integration.
  2. Gegenseitige Information (Transparenz).
  3. Pflege gegenseitiger Kontakte und Verbindungen (Vernetzung).
  4. Gegenseitige Unterstützung im Rahmen der eigenen rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten.
  5. Verabredungen und koordinierte Durchführung gemeinsamer Projekte.
  6. Erschließen von Fördermöglichkeiten.

    Was wurde durch das Netzwerk geschaffen?

    1. Eine kommunen- und trägerübergreifende Zusammenarbeit für die Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Herford und daraus folgende gemeinsame Aktionen, Projekte und vieles mehr.
    2. Transparenz über Angebote und Maßnahmen vor Ort.
    3. Das Wissen um die Akteure und Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort in den Kommunen.
    4. Der Austausch über aktuelle Fragen, Problemlagen, Bedarfe im Kontext der Migrationsarbeit im Kreis Herford. 

      Wie ist widunetz aufgebaut?

      Kerngruppe

      Hauptaufgabe der Kerngruppe widunetz ist die strategische und inhaltliche Vorbereitung der Projektgruppensitzungen.

      Projektgruppe

      Die Projektgruppe widunetz trifft sich in regelmäßigen Abständen vier bis sechs Mal im Jahr. Während der Projektgruppensitzung findet ein gemeinsamer Austausch sowie Abstimmung zu aktuellen Themen statt und es werden gemeinsame Aktivitäten geplant.

      Seit Gründung des Netzwerkes ist die Anzahl der teilnehmenden Institutionen stetig gewachsen. Aktuell zählen 48 Mitglieder zur Projektgruppe widunetz.

      Welche Vorteile entstehen bei einer engen Zusammenarbeit im Netzwerk?

      1. Regelmäßige Abstimmungsgespräche.
      2. Vereinfachter Zugang zu Organisationen und Institutionen.
      3. Vermeiden von Doppelstrukturen innerhalb des Kreises Herford.
      4. Freiheit der offenen Nach- und Anfrage.
      5. Offenheit und Vertrauen.
      6. Kurze Wege innerhalb der Institutionen.
      7. Arbeitserleichterung.
      8. Unbürokratische Abstimmungen.
      9. Regelmäßiger Austausch und Informationsweitergabe.