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Naturschutzgebiet Bustedter Wiesen

Die Bustedter Wiesen umfassen eine Fläche von 57,5 Hektar.
Die Bustedter Wiesen werden vom Brandbach und zahlreichen Seitengräben durchzogen. Mitte der 80er Jahre wurden Verbindungsgräben angelegt, um das Gebiet als Feuchtlebensraum aufzuwerten. Dabei wurde auch der Grundwasserstand angehoben. Im Rahmen dieser Arbeiten fielen große Teile des ehemals großflächigen Grünlandes brach. Es entstanden Röhrichte und Hochstaudenfluren und viele Gehölze. Vor allem Erlen und Weiden siedelten sich an. Teile des verbliebenen Grünlandes werden zurzeit extensiv landwirtschaftlich genutzt und haben sich zu arten- und blütenreichem Feuchtgrünland weiterentwickelt. Die heutige vielfältige Biotopstruktur aus feuchten Wiesen und Gehölzen sowie Kleingewässern ist vor allem darauf zurückzuführen, dass weite Teile der Bustedter Wiesen nach den Biotop-Gestaltungsmaßnahmen nicht mehr normal landwirtschaftlich genutzt werden können. Sie bildet dadurch aber Lebens- und Rückzugsraum für viele Insekten, Spinnen, Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Kleinsäuger und das Rehwild.

Entlang der Entwässerungsgräben wurden Gehölze angepflanzt. Zusammen mit den Weiden- und Erlengebüschen, die sich im Verlaufe der Sukzession auch entlang des naturnah umgebauten Brandbachs einstellten, dominieren sie große Bereiche des Naturschutzgebietes. Weitere Gehölzbestände sind in Form von Buchen- bzw. Eichen- und Pappelwäldchen im Gebiet vertreten.

Neben den zahlreichen Kleingewässern findet sich noch ein großer Angel- und Schlittschuhteich im Gebiet, der von einem Hiddenhausener Angelverein extensiv genutzt wird.

Schutzziel für die Bustedter Wiesen ist der Erhalt und die Optimierung des vielfältigen Feuchtgebietes mit seinen artenreichen Feuchtwiesen, Röhricht- und Hochstaudenbeständen, Feuchtwäldern und Kleingewässern. Sie sind eines der letzten größeren Rückzugsgebiete für entsprechende Lebensgemeinschaften in der dicht besiedelten Umgebung von Hiddenhausen und Bünde.