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Nachsorge der Altdeponien des Kreises Herford

Umweltschutz auf der Deponie Reesberg

Die ehemalige zentrale Hausmülldeponie des Kreises Herford in Kirchlengern erfordert einen hohen Nachsorgeaufwand. Die Summe der laufenden Unterhaltungskosten und Neuinvestitionen zur Nachsorge werden sich bis zum Jahre 2060 auf rund 60 Millionen Euro belaufen. Mit speziellen Maßnahmen wird sichergestellt, dass sich die Deponie Reesberg nicht negativ auf die Umwelt auswirkt. Hierfür wird die Altdeponie mit einem Oberflächendichtungssystem ausgestattet, wodurch das Deponiegas gefasst und der Sickerwasseranfall durch Niederschläge verhindert wird. Bereits vor einigen Jahren wurde das Fassungssystem für das Deponiesickerwasser durch den Neubau von Dränagen und Förderbrunnen erneuert.

Das gefasste Deponiegas wird zunächst in Menge und Qualität beurteilt und im Beurteilungszeitraum über eine Deponiegasfackel umweltschonend verbrannt. Sobald ausreichend Ergebnisse zum Deponiegas vorliegen, wird über die energetische Nutzung des Gases für den Deponiebetrieb entschieden.

Deponiesickerwasser gehört zu den am schwersten aufzubereitenden Abwasserarten. Beim Sickern durch die Deponie wird eine Vielzahl von chemischen Verbindungen im Wasser gelöst und Partikel aller Art werden ausgeschwemmt. Das anfallende Sickerwasser ist unterschiedlich belastet. Über Dränageleitungen und Förderbrunnen wird es vollständig gefasst und getrennt und der eigenen Sickerwasserbehandlungsanlage zugeleitet. Mit speziellen auf den Verschmutzungsgrad zugeschnittenen Verfahren wird das Sickerwasser behandelt. Ist das Wasser gereinigt und werden die durch die Bezirksregierung Detmold auferlegten Einleitungswerte eingehalten, wird das Wasser dem Gewässer Else zugeführt.

Unbelastetes Niederschlagswasser der Deponie wird getrennt gefasst. Über das betriebseigene Regenrückhaltebecken wird es schadlos in den an der Herforder Straße liegenden namenlosen Bach geleitet.

Auf der Deponie hat der Umweltschutz eine besondere Bedeutung. Die Arbeiten werden deshalb regelmäßig kontrolliert. Hierzu wird das Grundwasser aus den umliegenden Grundwassermessstellen beprobt und analysiert. Auch das Entgasen der Deponie wird durch Abgasmessungen regelmäßig überprüft. Gewässereinleitungen werden ebenfalls wiederholt beprobt und analysiert.

In den nächsten Jahren werden an dem bereits jetzt schon größtenteils begrünten Rekultivierungsbereich der Altdeponie weitere Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt.


Nachsorge auf der Deponie „Im Seppe“

Bei der Deponie „Im Seppe“ handelt es sich um eine ehemalige Boden- und Bauschuttdeponie des Kreises Herford in Hiddenhausen. Die bereits rekultivierte Altdeponie wurde 2011 stillgelegt. Sie befindet sich in der Nachsorgephase und wird fortdauernd überwacht.