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Pressemitteilungen

24.09.2020

Untere Naturschutzbehörde warnt: Keine Tipis im Bustedter Holz

Kreis Herford. Wer auf den Wegen durch das Naturschutzgebiet Bustedter Holz geht, sieht an vielen Stellen die zu Tipis zusammengestellten  Äste. Kinder und Jugendliche haben hier wahrscheinlich gespielt und die abgebrochenen Äste und Zweige genutzt, die von den Bäumen abgebrochen sind.

Das bedeutet jedoch auch, dass für den Bau der Tipis die üblichen Waldwege verlassen werden mussten. Die untere Naturschutzbehörde des Kreises Herford bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, sich in allen Naturschutzgebieten -  so wie auch im Bustedter Holz - ausschließlich auf den dafür vorgesehen Waldwegen zu bewegen. Hintergrund ist neben dem Schützen der Natur auch die Sicherheit für die Menschen, erklärt Hannelore Frick-Pohl vom Kreis Herford:

Das Bustedter Holz ist ein Waldgebiet, das der Kreis Herford nicht bewirtschaftet, sondern sich selbst entwickeln lässt. Dazu gehört, dass stehendes und liegendes Totholz gefördert, auch nicht jeder trockene Ast im Bestand abgeschnitten wird. Das heißt aber auch, dass nur entlang der ausgewiesenen Wege auf dürre Äste an den Bäumen geachtet wird und diese zur Gefahrenabwehr wenn möglich abgeschnitten werden“. Die Gefahr, von abbrechenden Ästen und Zweigen getroffen zu werden, ist abseits der Waldwege also bedeutend höher.

„Durch die Trockenheit hat sich die Lebensraumsituation vieler  Waldbäume verschlechtert. Das hat auch zur Folge, dass immer wieder und immer häufiger dicke Äste abfallen oder sogar Bäume umstürzen“, warnt Frick-Pohl. Deshalb die Bitte an alle Eltern und Erwachsenen: Die Wege im Naturschutzgebiet nicht verlassen und Jugendliche sowie Kinder darauf hinweisen.

Denn grundsätzlich dürfen in einem Naturschutzgebiet die Wege nicht verlassen werden. Das freie Betretungsrecht des Waldes auf eigene Gefahr aus dem Landesforstgesetz gilt hier nicht.