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Pressemitteilungen

23.09.2021

Special Olympics World Games 2023: Kreis Herford bewirbt sich als »Host Town«

Im Jahr 2023 werden die Special Olympics World Games für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu Gast in Berlin sein. In diesem Rahmen haben interessierte Städte, Gemeinden und Landkreise die Möglichkeit, sich im Rahmen des sogenannten Host-Town-Programms  als Gastgeber („Host Town“) für eine Delegation zu bewerben. So macht es auch der Kreis Herford, wie am Abend im Kreisausschuss beschlossen wurde. Für das Projekt werden rund 17.800 € bereitgestellt.

Gibt es den Zuschlag, würde sich der Kreis Herford um die Unterbringung und Verpflegung, den Programmablauf und die Organisation der An- und Weiterreise einer Delegation  (ca. 6 bis 20 Personen) aus einer der 170 teilnehmenden Nationen kümmern.

Ein reger Austausch mit allen Beteiligten im April diesen Jahres – dazu zählen Kommunalverwaltungen, Behindertenbeiräte, der Kreissportbund, Behinderteneinrichtungen, Inklusive Sportvereine und Bildungsträger wie das Johannes-Falk-Haus – hat gezeigt, dass alle Partner hochmotiviert sind und sich darauf freuen, diesen Weg gemeinsam zu beschreiten.

„Durch die Bewerbung wollen wir ein starkes Signal zur Förderung der Inklusion an die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet senden. Für die teilnehmenden Akteur*innen bietet sich zudem die Chance, sich durch die Special Olympics Akademie weiterzubilden und über das Programm hinaus zu vernetzen. Bereits vorhandene Konzepte und Netzwerke könnten im Rahmen einer Teilnahme am Programm ausgeweitet und gefördert werden“, erklärt Landrat Jürgen Müller, der ergänzt:

„Wir würden als „Host Town“ nicht nur Sportvereine für Menschen mit geistiger Behinderung zugänglicher machen. Ich bin mir darüber hinaus sicher, dass uns diese Erfahrung in unserem Zusammenleben im Kreis stärken würde. Denn wir schaffen mehr Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Nicht zuletzt wäre es natürlich ein tolles Erlebnis, Athlet*innen aus aller Welt im Kreis Herford begrüßen zu dürfen“.

Info: Was sind die Special Olympics World Games?

Die Wettkämpfe der Special Olympics World Games finden in der Zeit vom 15.06. bis zum 24.06.2023 in Berlin statt. Delegationen aller 170 teilnehmenden Nationen werden für 4 Tage vor dem Wettkampf (11.06.-14.06.2023) in Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland zu Gast sein.

Die Special Olympics World Games verstehen sich als eine globale Inklusionsbewegung für mehr gesellschaftliche Teilhabe und gegen Diskriminierung. Sie wurden 1968 in den USA gegründet und finden alle 2 Jahre im Wechsel zwischen Sommer- und Winterspielen statt. Sie sind vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannt und stellen die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung dar. Der Teilnehmerkreis besteht aus 7.000 Athlet*innen in 25 Sportarten.

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme am Host Town Programm endet am 31.10.2021. Die Auswahl der tatsächlichen Gastgeberkommunen erfolgt im Dezember 2021.

Sport und Inklusion: Besondere Erfahrungswerte im Kreis Herford

Ein zentrales Handlungsfeld im Inklusionsplan des Kreises Herford bildet der Bereich „Freizeit, Kultur und Sport“. In diesem Bereich wird unter anderem konkret daran gearbeitet, die Zugänge zu Sportangeboten im Vereinswesen zu erleichtern. Das Ziel: Mehr Menschen mit Behinderung finden ein passendes inklusives Sportangebot. Im März 2018 wurde eine entsprechende Vereinbarung mit dem Titel „Kreis Herford und KSB Herford – ein starkes Team für den Sport“ unterzeichnet. Vor allem in vier Schwerpunkt-Themen wird die bisherige Kooperation intensiviert und vertieft: Integration, Inklusion, Gesundheit und Demographie.

Basierend auf einer Meinungsumfrage zum Thema „Inklusion im Sport“ unter 270 Sportvereinen im Kreisgebiet - initiiert durch den Kreissportbund (KSB) - wurden zwei Arbeitskreise über die Fachstelle Inklusion des Kreises und dem KSB eingerichtet. So werden Fragen, Vorbehalte, Ängste sowie individuelle Beratungsbedarfe identifiziert. Insbesondere Vereine, die noch keine Berührung mit dem Thema „Behinderung“ und „Inklusion“ hatten, profitieren davon.

Der Kreis Herford ist zudem Förderer des „Landesleistungsstützpunkt Paralympics in Bad Oeynhausen“.