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Pressemitteilungen

13.11.2017

Spatenstich zum Neubau der Brücke am Schäferweg

Kreis Herford-Rödinghausen. Mit dem ersten Spatenstich startete Landrat Jürgen Müller offiziell den Baubeginn der neuen Brücke über die Bahnstrecke Bünde-Melle in Rödinghausen-Ostkilver. Statt des bisherigen vielbefahrenen Bahnübergangs wird eine knapp 60 Meter lange Brücke über die Schienen führen, sie soll im Sommer 2018 fertiggestellt sein.

Der Bahnübergang wird aufgehoben und durch ein Brückenbauwerk ersetzt. Die Brücke entsteht rund 90 m weiter östlich. Die Brücke führt zukünftig über die Bahnlinie Bünde-Melle in Rödinghausen und über die Osnabrücker Straße.

Für die Bauzeit hat der Kreis Herford ein digitales Bautagebuch eingerichtet. Es informiert aktuell über den Stand der Baumaßnahme und anstehende Umleitungen. www.baustellentagebuch.de/bahnbruecke-roedinghausen oder www.baustellentagebuch.de/bbr

Die Baumaßnahme wird in Kooperation mit der Gemeinde Rödinghausen zum Neuanschluss des Studieker Weges durchgeführt. Es handelt sich um eine Eisenbahnkreuzungsmaßnahme zur Aufhebung des gefährlichen Bahnüberganges am Schäferweg. Kreuzungspartner ist, als Vertreter der Bahn, die DB Netz AG, Hannover.

Mit den Planungen der Maßnahme sowie der Bauüberwachung wurde die Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH aus Enger beauftragt.

Die Vorplanung:

Die Planungsentwicklung hat mit den ersten Vorgesprächen mit der Gemeinde Rödinghausen ab dem Jahr 2000 bereits einen langen zeitlichen Vorlauf. Es wurden Verkehrszählungen und Verkehrsuntersuchungen durchgeführt sowie insgesamt mehr als 10 Varianten zum möglichen Trassenverlauf untersucht. Die Variante, die nun gebaut wird, hat sich letztendlich unter den Aspekten Realisierbarkeit und Kosten als günstigste Variante erwiesen.

Wegen der unterschiedlichen Zuständigkeiten war bis zum Baubeginn ein umfangreicher Planungs- und Abstimmungsaufwand notwendig.

In den vielen Abstimmungen und Vereinbarungen waren unter anderem beteiligt:

  • · Gemeinde Rödinghausen (mit der zugehörigen Anbindungsmaßnahme des Studieker Weges sowie mit den von der Baumaßnahme betroffenen Anliegerfamilien.)
  • · DB Netz AG (die der Maßnahme mit Aufhebung des Bahnübergangs Schäferweg zugestimmt hat und Kreuzungspartner ist.)
  • · Landesbetrieb Straßenbau NRW (der dem Vorhaben mit Neuanschluss an die L546 ebenfalls zugestimmt hat)
  • · Bezirksregierung Detmold (von der das Planrechtsverfahren durchgeführt wurde und von der ein Kostenanteil gefördert wird.)
  • · Stadt Bünde
    · Bez. Reg. Arnsberg (wegen Kampfmittel)
    · Versorgungsträger

Notwendigkeit der Baumaßnahme

Der Bahnübergang ist bisher mit Halbschranken gesichert. In Kombination mit der Kurven- und Einmündungssituation am Schäferweg ist ein besonderes Gefährdungspotenzial verbunden. Wegen der Bahnstrecke mit Personen- und Güterverkehrszügen kommt es zu täglichen Schließzeiten der Schrankenanlagen von mehreren Stunden - das bedeutet erhebliche Wartezeiten. Außerdem gehen von den Bahnübergängen stets Gefahren aus, insbesondere für den Kraftfahrzeug-, Rad- und Personenverkehr.

In der Vergangenheit ist es zu sehr kritischen Verkehrslagen und zu Unfällen mit Bahnfahrzeugen gekommen. Im Jahr 2001 ist es an diesem Bahnübergang zu einem Unfall mit einem Schulbus und einem Nahverkehrszug gekommen, glücklicherweise nur mit drei Leichtverletzten. Durch einen liegengebliebenen LKW ereignete sich 2004 eine weiterer Unfall am vorhandenen Bahnübergang, bei dem es zu erheblichen Sachschaden kam.

Genehmigungsverfahren und Durchführung

Das Plangenehmigungsverfahren wurde auf Antrag des Kreises Herford von der Bezirksregierung Detmold durchgeführt. Zum Projektstart wurden die notwendigen Abbrucharbeiten der vom Kreis Herford erworbenen Gebäude am Schäferweg durchgeführt.

Der Auftrag für den Neubau des Brückenbauwerkes wurde an die Fa. Wilhelm Scheidt Bauunternehmung GmbH, Herford vergeben.

Für die Brückenbauarbeiten sind Sperrpausen an der Gleisstrecke nötig sind, sie sind bei der Bahn angemeldet und nach einem längeren Verfahren für das 1. Halbjahr 2018 genehmigt.

Neben und nach dem Brückenneubau schließen sich noch Straßen- und Kanalbauarbeiten, Bepflanzungen, der Bau von Schutzeinrichtung und der Rückbau des Bahnüberganges an.

Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 fertig gestellt und rund 7 Mio. € kosten.