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Pressemitteilungen

23.07.2020

Vorsicht in den Naturschutzgebieten - Tiere und Pflanzen durch Fehlverhalten gefährdet

Im Kreis Herford gibt es  diverse  Naturschutzgebiete, die eine unverzichtbare ökologische Funktion haben. Denn als Schutzgebiete bieten sie verschiedensten Tieren  Lebensraum für Brut und Nahrungssuche, die sie außerhalb der Schutzgebiete nicht mehr finden.  „Sie sind somit entscheidend für den Erhalt vieler Tierarten und dienen der Stabilisierung ihrer Populationen“, erklärt Hannelore Frick-Pohl von der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford. In allen Schutzgebieten im Kreis Herford wird die Bewirtschaftung der Flächen durch Landwirte sichergestellt, auf öffentlichen extensiv, auf privaten als ordnungsgemäße Landwirtschaft.

Im Sommer und in der Corona-Zeit halten sich besonders viele  Bürgerinnen und Bürger  an der frischen Luft und in den Naturschutzgebieten, auf, da diese auch als Naherholungsgebiete für den Menschen dienen. Solange sich Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer und Reiter auf den Wegen bewegen und Rücksicht aufeinander nehmen, stellt das kein Problem dar. Wird sich daran jedoch nicht gehalten, kommt es zu Folgen für die Umwelt.

Ein Hauptproblem stellen freilaufende Hunde dar, die von ihren Besitzern nicht an der Leine gehalten werden. „Bodenbrütende Vögel, Hasen und Rehe werden durch diese Hunde aufgeschreckt und teilweise zu Tode gejagt“, bedauert Frick-Pohl. Gleiches passiert auf Viehweiden mit Schafen, die in den vergangenen Jahren immer wieder durch Hunde zu Tode gekommen sind. Verrichten die Hunde abseits der Wege ihr Geschäft, kann das Mähgut aufgrund der Verunreinigung nicht mehr als Futter verwendet werden.  Hunde sollten zudem von Artenschutzteichen und Fließgewässern ferngehalten werden. „Sie beunruhigen  die Wasservögel und zerstören das Röhricht und ganze Uferbereiche“, so Hannelore-Frick-Pohl.

Doch nicht nur Haustiere, sondern auch die Menschen selbst schaden oft der Natur: Besonders in den Ferien wird in den  Naturschutzgebieten gezeltet, gegrillt, gepicknickt, Lagerfeuer gemacht oder  Drachen steigen gelassen. „Neben der Zerstörung der Pflanzenbestände und der Lärmbelästigung belastet der hinterlassene Müll die Gebiete“, weiß Frick-Pohl. Querfeldeinfahrende Mountainbiker verdichten zudem den Boden und zerstören wichtige Biotope.  Des Weiteren baden immer wieder Menschen in den Artenschutzteichen und Fließgewässern.

Die untere Naturschutzbehörde bittet die Besucherinnen und Besucher der Naturschutzgebiete daher eindringlich, sich an die Informationen auf den Tafeln an allen ins Gebiet führenden Wegen  zu halten.  Diese besagen,  Haustiere an der Leine zu halten und auch selbst die Wege nicht zu verlassen. Nur so können die Naturschutzgebiete auch weiter ihren Zweck erfüllen.