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Pressemitteilungen

15.11.2019

Schnellere Hilfe in Notfällen durch Ersthelfer - Kreis Herford und DRK unterschreiben Zusammenarbeit

Kreis Herford. In Notfällen ist schnelle Hilfe besonders wichtig und nötig. Deshalb wird über die Leitstelle des Kreises häufig neben dem Rettungswagen auch das Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert. Im kommenden Jahr soll es darüber hinaus eine weitere Notfall-Alarmierung geben. Bei einem Notfall sollen dann auch Ersthelferinnen und Ersthelfer über die Leitstelle alarmiert werden können. Durch ein neues technisches Verfahren ist es möglich, die Ersthelfer zu alarmieren, die sich in der unmittelbaren Umgebung des Unfallortes befinden.

Möglich macht das die Ersthelfer-App KATRETTER. Damit kann die Leitstelle in lebensbedrohlichen Notfallsituationen sofort nach Freiwilligen in der Nähe suchen und diese um Hilfe auf ihrem Smartphone anfragen. Sie können den Einsatz dann annehmen und vor Ort für Erste-Hilfe sorgen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Damit wollen Kreis und DRK eine möglichst schnelle Hilfe in Notfällen wie Herz-Kreislauf-Stillstand erreichen. Ersthelfer sollen im Schnitt max. 3-5 Minuten zum Einsatzort benötigen, der Rettungsdienst benötigt zwischen 6 und 12 Minuten.
Der Kreis Herford ist der erste Kreis in OWL, der die KATRETTER - App einführen wird, aber auch die Kreise Lippe, Höxter, Minden-Lübbecke und Paderborn planen diesen Alarmdienst einzuführen.

Im Kreis Herford soll das Projekt voraussichtlich im Frühjahr 2020 gestartet werden. Bis dahin sollen 250 Ersthelfende registriert sein. Hierfür arbeiten das DRK, die DLRG, der Kreisfeuerwehrverband, das Technische Hilfswerk und die Johanniter Unfallhilfe Hand in Hand.
Das Deutsche Rote Kreuz wird für die Verwaltung der Teilnehmenden sowie für die Aus- und Fortbildung der Ersthelfenden zuständig sein. Für interessierte Ersthelferinnen und –helfer werden Weiterbildungen und Workshops stattfinden. Auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger soll es zukünftig Ausbildungskurse geben. Es wird im neuen Jahr Aufrufe geben, wo und wie sich Interessierte melden können.

Für die weitere Entwicklung dieser Maßnahmen sind im Kreishaus jetzt die Verträge unterschrieben worden.

Weitere Informationen werden zeitnah auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht.