Seiteninhalt

Pressemitteilungen

14.01.2022

Regionale Neujahrsbräuche

Mit dem Kochen rund um das Projekt „Im Pickertland. Vom Essen und Trinken zwischen Teuto und Wiehen“ anlässlich des Geschichtsfestes 2014 in Rödinghausen fing die Leidenschaft für das Erforschen der westfälischen Koch- und Essgewohnheiten an.

Seitdem hat das ehrenamtliche Team der Kochforscherinnen und Kochforschern fünf Rezepthefte zur regionalen Küche veröffentlicht. Dabei geht es immer um die Verknüpfung der Ravensberger Alltagsgeschichte in den letzten 100 Jahren mit kulinarischen Besonderheiten. Dafür hat das Kochforscherteam in den Archiven vergilbte Rezepte aus Urgroßmutters Zeiten ausgewertet und ins heutige Koch- und Backverständnis „übersetzt“.

Im frisch gebackenen Jahr 2022 schauen sich Dirk Strehl von der Buchhandlung „Auslese“ und der Kreisheimatverein die Neujahrsbräuche mal genauer an: Dirk Strehl mit dem literarischen Blick, der Kreisheimatverein mit dem historisch-kulinarischen.

Dirk Strehl kündigt für seine Lesung an:

Es gibt, glaube ich, kein Datum, das so inhaltsschwanger ist wie Sylvester/Neujahr. Gute Vorsätze, Glückwünsche Rituale. Jeder hat schon beim Bleigießen mitgemacht , mit Sekt angestoßen und dem anderen ein 'Prosit Neujahr' gewünscht. Ich möchte Gedichte und Geschichten zu diesem Thema vortragen. Glücksbringer, Rauhnächte ,Feuerwerk - gibt es auch spezielle Bräuche in Ostwestfalen ? Dem wollen wir gemeinsam auf die Spur kommen.“

Bräuche sind ebenso komplex wie vielfältig. Ihre Inhalte haben sich im Laufe der Jahrhunderte stetig verändert. Aber was sind die vergangenen und heutigen Funktionen der Bräuche? Dieser Frage werden wir nachgehen – literarisch, historisch und kulinarisch!

Somit sind Sie herzlich eingeladen an unserem Tisch frische Eiserkuchen und westfälische Neujahrsspezialitäten zu probieren. Historische Informationshappen gibt es kostenfrei dazu.

Lassen Sie uns einen Plausch über Rituale und Familienbräuche zu Neujahr halten. Dazu servieren wir einen echten westfälischen „Blümchenkaffee“.

Was das ist?

Blümchenkaffee ist der „zu dünn“ gekochte Bohnenkaffee. Mit der „Dörre“ wurden früher die Kaffeebohnen, die man ungeröstet im Kolonialwarenladen in Herford gekauft hatte, geröstet und nach dem Abkühlen in der Mühle gemahlen. Um die teuren Bohnen nicht zu verbrennen, röstete man sie nicht zu dunkel. Der Kaffee blieb dann auch ziemlich hell, so dass man die Blumenmuster im „Spiegel“ auf dem Boden der Kaffeetassen sehen konnte.

Seien Sie dabei, wenn es um Neujahrsgebäck zum Naschen, historische Neujahrswünsche, Würsteheischen oder die Erklärung von Redewendungen wie „Essen wie Scheunendrescher“ geht. Und verpassen Sie nicht, in unseren Rezeptheften zu stöbern, die Sie natürlich auch erwerben können.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine formlose Anmeldung unter "kreisheimatverein@kreis-herford.de" ist erforderlich. Es gilt die 2G+-Regel.

Wer geimpft und geboostert ist, braucht keinen aktuellen Corona-Test vorzeigen.

Der Eintritt und die Verkostung sind frei.