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Pressemitteilungen

19.11.2021

Notwendige Baumfällungen im Naturschutzgebiet Bustedter Holz

Im Randbereich des Naturschutzgebietes Bustedter Holz in Bünde werden ab der kommenden Woche (ab 22.11.21) Bäume gefällt. Zum Zeitpunkt der Arbeiten weisen Schilder darauf hin, welche Bereiche nicht betreten werden dürfen.

Betroffen ist insbesondere der Kreuzungsbereich Buchenstraße – Waldstraße, dort sind umfangreichere Maßnahmen notwendig. Bereits in den vergangenen Jahren wurden hier immer wieder trockene oder kranke Bäume gefällt, nun müssen auch die noch verbliebenen Buchen wegen ihres sich verschlechternden Zustandes fallen. Die Baumfällungen dienen der Verkehrssicherung dieses Bereiches. Ein Teil der Stämme wird entfernt, der Rest bleibt als liegendes Totholz im Gebiet, denn Totholz ist ein wichtiger Lebensraum u.a. für totholzabbauende Pilze und Insekten.

„Was anfangs für den Laien unaufgeräumt oder kahl aussieht, wird sich mit der Zeit zugunsten des Waldes entwickeln“, erklärt Lisa Reineke von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Herford: „In den kommenden Jahren wird sich dort die Natur selbst verjüngen können, unterstützend werden gezielt neue Anpflanzungen vorgenommen – so kann ein natürlicher Waldsaum entstehen.“

Solche Waldbereiche müssen sich ungestört entwickeln, deshalb wird auch ein entlang dieses Waldrandes verlaufender, unzulässiger Trampelpfad weichen. Das Totholz wird als natürliche Sperre den Zugang verhindert. In Naturschutzgebieten dürfen nur die zulässigen Wege genutzt werden – abseits der Wege ist das Betreten der Flächen grundsätzlich verboten. Gerade in geschützten Bereichen muss die Natur sich entwickeln können. Das freie Betretungsrecht des Waldes aus dem Landesforstgesetz gilt hier nicht, erklärt Lisa Reineke noch einmal nachdrücklich: „Wir sind auf die Hilfe und Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Deshalb bitten wir auch, diese wichtigen Regeln an Kinder und Jugendliche weiter zu geben - Jeder kann für die Natur Vorbild sein!“

Im Naturschutzgebiet Bustedter Holz gibt es nur drei zulässige Wege: der asphaltierte Bustedter Weg und zwei Waldwege, die von der Waldstraße ausgehend geradewegs zum großen Teich in das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet Bustedter Wiesen führen. Die Trampelpfade entlang der Autobahn, des Friedhofs sowie parallel zur Buchen- und Waldstraße sind keine zulässigen Wege. Diese Bereiche dürfen zum Schutz der Natur und auch zum Schutz der eigenen Sicherheit nicht betreten werden. Wie in vielen Naturschutzgebieten wird der Anteil an Totholz gezielt gefördert. Herabfallende Äste oder trockene Stämme werden vor allem an windigen Tagen schnell zur Gefahr für Menschen.