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Pressemitteilungen

12.03.2021

Neubau einer Mensa am Berufskolleg-Zentrum in Herford

Kreis Herford. Am Berufskollegzentrum in Herford wird eine Mensa gebaut. Der Kreis will damit eine gute Mittagsversorgung für die Schüler*innen sicherstellen. Für den Bau der Mensa investiert der Kreis Herford 8,9 Millionen Euro. Anfang kommenden Jahres soll der Bau beginnen und Ende 2023 fertiggestellt sein.

Das Berufskollegzentrum in Herford wurde zwischen den Jahren 1970 und 1980 erbaut. An dem Standort an der Herrmannstraße werden im Wilhelm-Normann-, Friedrich-List- und Anna-Siemsen Berufskolleg täglich ca. 3.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Mit dem Bau der Mensa werden auch die weiteren Programmziele des Kreises Herford gefördert. So trägt eine gute Mittagsverpflegung nicht nur dazu bei, das Profil des Kreises als einem modernen Ausbildungsstandort zu stärken, sondern auch das Thema "Gesundheitsförderung" wird unterstützt. Durch die Berücksichtigung von Integrationsbetrieben als mögliche Betreiber der Mensa wird die Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessert und eine entsprechende Bauweise trägt schließlich dazu bei, die Klimaschutzziele des Kreises zu erreichen.

Standort

Die Mensa entsteht im nordwestlichen Teil des Grundstücks auf einer Fläche zwischen den Hausmeisterwohnungen/Sporthalle und der Tiefgarage/Schulhof. Die Schulhoffläche im Bereich der Tiefgarage ist statisch nicht für eine bauliche Aufstockung ausgelegt und scheidet somit als möglicher Standort aus.

Gebäude

Die Haupterschließung des Neubaus erfolgt über den Schulhof. Das Gebäude ist so konzipiert, dass die Mensa sich zu diesem öffnet. Über einen Windfang kommt man in den Mensasaal, der bis zu 216 Plätze bietet. Der Küchenbereich, samt Umkleiden für das Personal und Lagerräume, befindet sich im nord-westlichen Teil des Gebäudes. Hier kann das Mensagebäude über das Vodice-Ufer direkt beliefert werden. Ein zum Schulhof gelegter Kiosk rundet das Angebot der Mensa ab.

Die flexibel nutzbaren Klassenräume im Obergeschoss werden über eine am Haupteingang liegende Treppe erschlossen. Die zweite Treppe hat nur die Funktion eines weiteren notwendigen Fluchtweges. Ein Aufzug sichert die Barrierefreiheit des Gebäudes. Es sind 6 multifunktional nutzbare Klassenräume mit je 65 Quadratmeter geplant.

Zusätzlich ordnen sich zwei 65 Quadratmeter große Differenzierungsräume um das in der Mitte liegende Atrium, das zum einen die Belichtung der Innenräume gewährleistet und zum anderen einen qualitätsvollen Außenraum schafft. Je nach Bedarf können die Räume über Faltwände flexibel zusammengeschaltet werden. Direkt an jeder Treppe befindet sich jeweils ein großes Foyer. Hier können die Schülerinnen und Schüler vor und nach dem Unterricht verweilen oder sich für Projekt- und Gruppenarbeit zurückziehen. Direkte Blickbezüge zur Aa und zum Schulhof werten diese Räume auf.

Baukonstruktion

Das Tragwerk des Gebäudes wird in Stahlbetonbauweise errichtet. Die Gründung erfolgt über einen Fundamentrost auf Bohrpfählen nach Baugrundgutachten.

Die angedachten Materialien für die Erstellung des Bauwerkes entsprechenden den Anforderungen für Schulbauten unter Berücksichtigung der erforderlichen Nachhaltigkeit sämtlicher Baustoffe.

 

Es ist eine hochgedämmte, hinter lüftete Fassade geplant. Die Materialien sollen einen Kontrast zu der „Betonarchitektur“ aus den 70er Jahren darstellen. Es ist geplant, das Flachdach mit einer extensiven Begrünung auszustatten.

Der Neubau der Mensa soll in Anlehnung an Passivhausstandard errichtet werden. Diese Gebäude zeichnen sich durch besonders hohe Behaglichkeit bei sehr niedrigem Energieverbrauch aus. Der angestrebte Heizwärmebedarf für die Gebäudehülle beträgt ≤ 15 kWh/ (m²a).

Erreicht wird dieser niedrige angestrebte Energieverbrauch durch folgende Maßnahmen:

1.            Einsatz von 3-fach Wärmeschutzverglasungen in den Fenstern

2.            Hochgedämmte Erdgeschosssohlen, Dächer und Außenwände

3.            Luftdichte Außenhülle

4.            Wärmebrückenfreie Konstruktionen

5.            Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Der vorhandene Restwärmebedarf wird über einen Fernwärmeanschluss von den bestehenden Blockheizkraftwerken des Berufskollegzentrums abgedeckt. Der Einsatz einer Photovoltaikanlage ist planerisch und kostenmäßig erfasst.

Es ist ein Gebäude mit maximaler Energieeffizienz geplant, welches aber auch einen dauerhaften und wirtschaftlichen Betrieb auch im Hinblick auf die Unterhaltungskosten gewährleistet.

Kosten und Fördermittel

Für den Bau der Mensa werden Mittel im Rahmen des Programms "Gute Schule 2020" und des Landes NRW zur Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes zur Verbesserung der Schulinfrastruktur eingesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 8.900.000 €.