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Pressemitteilungen

03.12.2020

Kreispolitiker favorisieren Ausbau auf der bestehenden ICE Trasse - Menschen und Naturflächen sollen geschont werden

Kreis Herford. Die Kreistagspolitiker favorisieren den Ausbau der bestehenden ICE-Trasse Bielefeld-Hannover und wollen enger in die Planungen der Deutsche Bahn (DB) eingebunden werden. In einem einstimmigen Beschluss hebt das Gremium aber auch hervor, dass der Ausbau möglichst flächenschonend geschehen solle und die Belange der Menschen im Kreisgebiet (z.B. Lärmschutz) berücksichtigt werden sollen. Der Kreisausschuss favorisiert deshalb im gemeinsamen Beschluss den Ausbau der bestehenden Trasse.

Die Deutsche Bahn wird nun aufgefordert, noch in diesem Monat Gespräche mit den Kommunen, Naturschutzverbänden, der Wirtschaft und weiteren Interessenverbänden und Betroffenen zu suchen und zu terminieren. 

Der Kreis Herford erwartet eine engere Einbindung in die Planungsphase mit Beteiligung der gesamten Region und hofft auf eine transparente Informationspolitik der DB. Dadurch solle den Bürger*innen eine Stimme gegeben werden. Gegen den Ausbau der ICE-Trasse wächst in ganz OWL der Protest. Viele befürchten, dass Natur, Landschaft und Lebensraum  erhebliche beeinträchtigt werden.

Die Ausbaustrecke Hannover-Bielefeld ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eingestuft. Der Ausbau steht im Zusammenhang mit dem Projekt Deutschlandtakt und sieht u.a. eine Fahrzeit von 31 Minuten für die Strecke vor. Derzeit werden verschiedene Ausbaustrecken diskutiert – diese sehen sowohl neue Trassen und Ortsumfahrten vor, aber auch den Ausbau der bestehenden Trasse.