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Pressemitteilungen

15.02.2019

Kreis Herford ist Modellregion für gerechte Teilhabeplanungen in der Arbeitswelt

Kreis Herford. Der Kreis Herford ist eine von 6 Modellregionen in Westfalen Lippe, die sich jetzt intensiver mit dem Thema Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt beschäftigt. Das Modellvorhaben wird vom LWL-Inklusionsamt Arbeit beim Landschaftsverband Westfalen Lippe organisiert und trägt den Titel „Neue Teilhabeplanung Arbeit“. Hintergrund ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das einen Wandel in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen fordert. Im Vordergrund sollen mehr Selbstbestimmung und individuelleres Vorgehen stehen. Auch die angebotenen Leistungen und Fördermaßnahmen werden genauer untersucht.

Auftakt für den Kreis Herford war am 14.02. eine erste Sitzung im Kreishaus. Dabei waren lokale Kooperationspartner wie die Herforder Werkstätten, der Integrationsfachdienst, Schulen, Fach- und Beratungsstellen, die Arbeitsagentur und das Jobcenter sowie Behindertenbeauftragte und Verwaltungsvertreter. „Die Inklusion ist mittlerweile ein Schwerpunkt in der Verwaltung des Kreises Herford“, erklärte der zuständige Sozialdezernent des Kreises Norbert Burmann, „Wir haben einen Teilhabeplan beschlossen und vom Kreistag für die Umsetzung entsprechende Ressourcen bekommen. Ein Teilaspekt ist dabei auch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in der Kreisverwaltung Herford.“

In den kommenden zwei Jahren wird in den 6 Modellregionen ein sogenanntes ganzheitliches Fallmanagement erprobt. Die lokalen Kooperationspartner wie z.B. Integrationsfachdienste oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen helfen, individuell die passende Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dies kann ein Arbeitsplatz in einem Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen sein. Technische Arbeitshilfen oder ein Jobcoaching können helfen, die Arbeit zu erleichtern.
„In Herford gibt es schon eine sehr intensive Zusammenarbeit der Arbeitsmarktakteure. Dieses Netzwerk nutzen wir und entwickeln es gemeinsam zielgerichtet weiter“, machte Michael Wedershoven, Leiter des LWL-Inklusionsamtes Arbeit, bei der Auftaktveranstaltung deutlich.

Auch Struktur und Lage des Arbeitsmarktes waren ausschlaggebend für die Auswahl der Modellregionen. Denn ein zentrales Ziel ist es, bessere Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen – sei es zum Beispiel aus der Werkstatt oder nach der Förderschule.

„Dieses Modellvorhaben des LWL unterstützen wir mit unseren Akteurinnen und Akteuren hier im Kreis Herford sehr gerne“, so Norbert Burmann „dadurch verbessern wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, die hier leben und arbeiten. Das ist in unser aller Sinne.“
Nach Abschluss der Modellphase und Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse will der LWL die neue Teilhabeplanung Arbeit auf ganz Westfalen-Lippe ausweiten.