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Pressemitteilungen

19.10.2021

Kreis Herford bezuschusst Bullterrier in Not e.V.

 „Hinter all diesen Tieren steckt meist eine liebevolle, treue Seele“

Kreis Herford-Herford. Die 6 Jahre alte Bounty ist der kleine Star im Verein Bullterrier in Not. Sie macht die Rolle seitwärts, hat den Handschlag drauf und kann sogar auf einer Scheibe tänzeln. Nicht umsonst werden Bullterrier auch Clownshunde genannt.

Doch leider eilt ihnen oftmals ein schlechter Ruf voraus. Dabei liegt das Problem – wie bei vielen anderen Hunderassen – oftmals am anderen Ende der Leine. Mehrere Besitzerwechsel und die falsche Haltung setzen Hunden wie Bounty zu.

Bei Claudia Schürmann, der Leiterin des Vereins Bullterrier in Not, finden diese Hunde ein vorübergehendes Zuhause. „Bullterrier in Not e.V.“ ist eine von deutschlandweit nur drei Anlaufstellen für Rassen wie Bullterrier und Bullterrier-ähnlichen Typen.

Die Hunde, die hier hinkommen, möchte meist keiner mehr haben. Diese Tiere weiter zu vermitteln, ist oft ein langer und sehr steiniger Weg. Aber er lohnt sich unbedingt, denn hinter all diesen Tieren steckt meist eine sehr liebvolle, treue Seele“ erklärt Claudia Schürmann, die für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Tiere im Jahr 2011 sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten hat.

Von dieser tollen Arbeit machte sich auch Kreisdirektor Markus Altenhöner ein Bild. Und bei seinem persönlichen Besuch hatte er auch einen Scheck dabei. Denn der Kreis Herford bezuschusst jährlich die drei Tierheime im Kreisgebiet mit insgesamt 15.000 Euro – je 5.000 Euro für jedes Tierheim. So auch den Verein Bullterrier in Not. Es ist eine freiwillige Hilfe und ein Dank für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Tiere.

Es ist unglaublich beeindruckend, wie engagiert und liebevoll hier mit den Tieren umgegangen wird, die wenig Glück in ihrem Leben hatten. Ich bin sehr froh, dass es diese Anlaufstelle gibt“, so Altenhöner. „Wir unterstützen dieses Engagement sehr gerne. Denn gerade in Coronazeiten haben es Vereine wie „Bullterrier in Not“ besonders schwer, weil sie auf Spenden angewiesen sind. Wir schätzen die Arbeit hier sehr. Auch unser Veterinäramt hat schon einige Tiere, die aus unzumutbaren Zuchten oder Privathaltung kamen, hier unterbringen können.“

Den Verein „Bullterrier in Not“ gibt es seit mittlerweile 25 Jahren. Auf der rund vier Hektar großen Anlage kümmert sich Claudia Schürmann mit ihren Kollegen und Auszubildenden um 38 oftmals kranke und alte Bullterrier, American Staffordshire-Terrier und Hunde vom Pitbull-Terrier-Typ. Einige können schnell vermittelt werden, bei anderen dauert es mehrere Jahre. Das liegt auch an den hohen Hürden für die Besitzer. Denn um Bullterrier und andere Pitbull-Terrier-ähnliche Hundetypen bei sich zuhause aufnehmen zu können, benötigt man eine sogenannte Haltungserlaubnis vom Ordnungsamt. Um diese zu bekommen, müssen etwa eine Sachkunde- und Verhaltensprüfung absolviert werden.

Doch das lohnt sich, um Hunde wie Bounty ein neues Zuhause zu geben. „Hundetypisch hat Bounty viel Freude daran mit Menschen zu interagieren. Da Bounty situativ sehr unsicher ist, bewirkt das positive, erfolgversprechende Training nicht nur besseren Gehorsam, es fördert die Team-Bildung und lässt den Hund Alltagssituationen besser meistern.“, erklärt Schürmann.