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Pressemitteilungen

25.03.2021

Kreis Herford bewirbt sich als Modellregion

Der Kreis Herford hat sich beim Land NRW als Modellregion für eine schrittweise Wiedereröffnung der Gastronomie sowie der Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen beworben. Mit den Modellregionen möchte das Land die Öffnungen coronabedingter Einschränkungen mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten in bestimmten Landkreisen und kreisfreien Städten erproben. Das Projekt startet nach den Osterfeiertagen.

Die Bürgermeisterin, die Bürgermeister und ich als Landrat sehen es als unsere Pflicht an, den Menschen eine Perspektive aufzuzeigen, die es ihnen ermöglicht, wieder mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Die Modellregionen bieten eine sehr gute Möglichkeit, mittelfristig zu einer - dann sicherlich neu zu definierenden - Art der Normalität zurückzukehren“, so Landrat Jürgen Müller.

Grundsätzlich plädieren die Bürgermeisterin, die Bürgermeister und der Landrat für eine neue Pandemiestrategie des Landes. „Wir sind fest davon überzeugt, dass es neben der Strategie, die Fallzahlen durch Kontaktbeschränkungen möglichst niedrig zu halten, vor allem deutlich größerer Anstrengungen bei der Impfung und Testung der Bevölkerung bedarf. Wir müssen schnell eine Herdenimmunität erreichen, um Infektionsketten unverzüglich und gezielter zu unterbrechen. Hier sollte aus unserer Sicht der Schwerpunkt der künftigen Strategie des Landes liegen“.

Ständig neue Regelungen, die sich vorrangig an den sich stetig verändernden lnzidenzwerten orientieren, würden für die Bürgerinnen und Bürger ein ständiges Auf und Ab bedeuten. Ein  ständiger Wechsel zwischen Lockerungen und Einschränkungen sorgen letztendlich nur für Unverständnis und Frustration.

Landrat Jürgen Müller betont: „Bei einem "weiter so wie bisher" laufen wir Gefahr, noch mehr Akzeptanz in der Bevölkerung zu verlieren. Auch weil viele der bundes- und landeseitig verfügten Maßnahmen oft nicht die erwartete Wirkung entfalten. Sie werden zudem den vielfältigen Bedingungen vor Ort nicht gerecht. Wir brauchen mehr Mut für neue Wege“.

 

Der Kreis Herford bietet sich aus folgenden Gründen als Modellregion an:

Der lnzidenzwert im Kreis Herford nimmt seit einigen Tagen nicht mehr signifikant zu (von 133,3 am 21.03. auf 127,7 am 25.03.2021).

Es gibt nach Einschätzung der Klinikleitungen im Kreis Herford keine Versorgungsengpässe hinsichtlich der Behandlungen von Covid-19 Patienten, solange der lnzidenzwert bei einem Wert unter 150 liegt.

Die Testkapazitäten sind deutlich hochgefahren worden und geben ein umfassendes Bild zur Prognose – so können Ausbruchssituationen im Kreis Herford frühzeitig ermittelt werden. Bürgertestungen werden bereits bei über 45 Teststellen im Kreis angeboten. 5 Testzentren im Kreisgebiet bieten zum Teil bis zu 4.000 Testungen am Tag an. Darüber hinaus gib es verbindliche Test- und Hygienekonzepte in allen Kindertagesstätten und Schulen sowie in den meisten Betrieben.

In den Geschäften und Einrichtungen sind bereits im letzten Jahr umfassende und wirksame Hygieneregeln und Maßnahmen zur Kontaktnachverfolgung erarbeitet und angewendet worden, die nun lediglich „reaktiviert" werden müssen. Es besteht ferner die Bereitschaft vieler Einrichtungen und Geschäfte, Selbsttests bereitzustellen und durchzuführen und Kunden oder Gäste nur noch dann zuzulassen, wenn diese einen tagesaktuellen Selbsttest vorweisen können oder einen solchen vor Betreten des Geschäfts vor Ort durchführen.