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Pressemitteilungen

07.09.2021

Kita-Anmeldung geht auch einfacher - Pilotprojekt in Hiddenhausen

Weniger Zeitaufwand, weniger Papierkram: Der Kreis Herford möchte das Anmeldeverfahren an Kitas sowohl für die Eltern als auch die Einrichtungen erleichtern. Deshalb startet er zum Kindergartenjahr 2022/23 mit dem digitalen Anmeldeverfahren „KitaVM“ der Firma Trinuts. Dabei handelt es sich zunächst um ein Pilotprojekt in der Gemeinde Hiddenhausen.

Bisher mussten die Eltern während der Anmeldewochen handschriftliche Bedarfsanzeigen in den einzelnen Kitas bzw. Wunscheinrichtungen ausfüllen. Für die Einrichtungen und auch bei den kommunalen Verwaltungen entstand dadurch ein hoher zeitlicher und personeller Aufwand. Zudem waren große Mengen Papier notwendig und es kam vereinzelt zu Doppelanmeldungen, da Eltern ihre Kinder an bis zu drei verschiedenen Kitas anmelden können.

Das alles fällt in der Pilotkommune Hiddenhausen nun weg, denn die Eltern müssen keine Bedarfsanzeigen handschriftlich mehr ausfüllen. Stattdessen können die Daten mit „KitaVM“ schnell und unkompliziert von den Einrichtungen digital erfasst und gespeichert werden. Sind die Daten nach dem Besuch bei einer Kita im System drin, müssen sie beim Besuch weiterer Kitas nicht noch einmal eingegeben werden – das beugt u.a. Doppelanmeldungen vor.

Die Priorisierung der Einrichtungen durch die Eltern wird ebenfalls digital erfasst. In dieser Reihenfolge erfolgen auch die Zu- bzw. Absagen im Januar des nächsten Jahres. Im Programm werden lediglich Daten erhoben werden, die für die Platzvergabe zwingend erforderlich sind. Sie werden maximal für die Dauer der Betreuung in der Einrichtung gespeichert.

Bürgermeister Andreas Hüffmann freut sich über den Start des Pilotprojektes: „Wir sind froh,  dass wir als „Pilotkommune“ mit „KitaVM“ an den Start gehen können. Unsere Verwaltung hat sich schon länger mit der Thematik beschäftigt, das digitale Anmeldeverfahren an den Kitas für alle Beteiligten zu erleichtern. Zudem haben wir bei uns in Hiddenhausen eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungsträger, wodurch wir uns als Pilotkommune sehr gut eignen“.

Auch Norbert Burmann, Sozialdezernent des Kreises Herford, sieht einige Vorteile in den neuem Programm: „Das neue digitale Anmeldeverfahren kommt uns als Verwaltungen, den Kitas und natürlich auch den Eltern zugute. Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass sich für die Eltern erst bei der Anmeldung etwas ändert. Natürlich können sie sich im Vorfeld nach wie vor eine oder mehrere Kitas persönlich vor Ort anschauen. Denn sowohl für die Kita-Leitungen als auch für die Eltern ist ein gegenseitiges Kennenlernen  für die Entscheidungsfindung sehr wichtig. Jede Familie und jeder Bedarf ist individuell“, so Burmann.

Sowohl für die Kitas, die Verwaltungen als auch für die Eltern bietet „KitaVM““ weitere Verbesserungen: So erleichtern integrierte Datenlisten im Programm die Abstimmung zur Platzvergabe, die durch einheitliche Vergabekriterien – die sich derzeit in der Abstimmung  befinden - für die Eltern zudem transparenter gestaltet werden kann.

Auch für Eltern, deren Kinder leider nicht mit einem Kitaplatz versorgt werden konnten, gibt es Neuerungen: Die Daten der angemeldeten Kinder müssen von den Eltern trotz Absage nicht noch einmal eingegebenen werden. Sie können – insofern die Eltern das wünschen und das dem Kreis bzw. der Einrichtung auch mitteilen - stattdessen in eine einheitliche und gemeinsame Warteliste der Kitas übergehen, die nicht mehr zeitaufwändig mit allen Beteiligten abgeglichen werden muss. Sobald wieder ein Platz zur Verfügung steht, wird die Liste geprüft und die möglichen Eltern entsprechend informiert.

Nach der Pilotkommune Hiddenhausen sollen im Jugendamts-Bezirk des Kreises Herford zukünftig weitere Kommunen das digitale Anmeldeverfahren nutzen. Zudem soll es Eltern ermöglicht werden, die digitale Anmeldung eigenständig – und nicht über die Kitas – durchführen zu können. Ein konkreter Zeitpunkt hierfür steht jedoch noch nicht fest.