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Pressemitteilungen

25.03.2022

Gewässerschau in Spenge und Enger - Sunderfeldbach und Sieler Beeke mit Nebengewässern

In der vergangenen Woche fand die diesjährige Gewässerschau durch Mitarbeitende des Kreises Herford in Enger und Spenge statt.

In diesem Jahr werden bis zum 31. März insgesamt 11 Gewässer im Kreisgebiet überprüft. Gewässerschauen finden jedes Jahr statt, verschiedene Gewässer im Kreisgebiet werden dabei betrachtet, um wasserwirtschaftliche Missstände an den Gewässern festzustellen oder über mögliche ökologische Maßnahmen den Zustand der Gewässer zu verbessern. Solche Maßnahmen werden im Kreis Herford durch das Weser-Werre-Else-Projekt (WWE) unterstützt. Dazu gehören beispielsweise neu errichtete Furten, beseitigte Strukturbeeinträchtigungen oder Gewässer, die naturnah umgestaltet werden.

Spenge - Sunderfeldbach mit Nebengewässer 28

In Spenge wurde dieses Jahr der Sunderfeldbach von der Quelle bis zur Einmündung in den Spenger Mühlenbach untersucht. Überwiegend gibt es hier natürliche Gewässerabschnitte. Punktuell ist aber auch immer wieder ein gradliniger Verlauf zu verzeichnen, der sehr landwirtschaftlich geprägt ist. Vereinzelt konnten zudem Müllablagerungen festgestellt werden. „Erfahrungsgemäß haben wir keine Gewässerschau ohne Autoreifen im Uferbereich oder sogar im Gewässer selbst.“, sagt Claudia Hopfinger von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Herford. In solchen Fällen muss zunächst der Besitzer ermittelt werden, der dann für die Beseitigung des Mülls zuständig ist. Bei Gemeindegrund ist die entsprechende Gemeinde für die Entsorgung zuständig. In Summe waren die Beanstandungen aber gering.

Enger – Sieler Beeke

In Enger stand dieses Jahr die Sieler Beeke von der Quelle bis zur Einmündung in den Werfener Bach im Fokus. Die Sieler Beeke ist zum großen Teil landwirtschaftlich geprägt. Sie verläuft daher oft geradlinig und ist nur in wenigen Abschnitten naturnah. Auffällig waren hier auch die zahlreichen Verrohrungen. Dabei wird das Fließgewässer durch Rohre unter die Erde verlegt. „Solche Stellen bieten sich natürlich an, um Maßnahmen in Zusammenarbeit mit  WWE zu prüfen, damit der Verlauf des Gewässers wieder eine naturnahe Form erhält.“, erläutert Hopfinger.

Der Fokus lag zudem insbesondere darin zu prüfen, ob die Abstände der bewirtschafteten Felder zum Gewässer eingehalten werden. Im  Großteil war dies der Fall. Aufgefallen ist zudem, dass hier das Konzept des Vertragsnaturschutzes häufiger aufgegriffen wird. Bei dieser Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sollen bestimmte Lebensräume für Tiere und Pflanzen im freiwilligen Zusammenwirken mit Grundstücksbesitzern erhalten werden. Der durch die Naturschutzmaßnahmen verursachte Minderertrag bzw. die dadurch entstehenden Mehraufwendungen werden finanziell ausgeglichen.

Mehr Informationen zum Vertragsnaturschutz sind auf der Seite des Kreises Herford zu finden:

https://www.kreis-herford.de/Startseite/Adressen/index.php?object=tx,2807.11&ModID=10&FID=2807.281.1

Abb. 1: Sunderfeldbach

Abb. 2: Autoreifen am Sunderfeldbach.

Abb. 3: Begehung auf einem Stück, das unter dem Vertragsnaturschutz entstanden ist.