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Pressemitteilungen

29.09.2021

Für das Klima: Beste Beispiele für energetische Gebäudesanierung ausgezeichnet

Die Sieger stehen fest: Stellvertretend für die beteiligten Kommunen Herford, Rödinghausen und Löhne überreichte gestern Kreis-Umweltdezernentin Dr. Beatrix Wallberg im Kreishaus zusammen mit Christiane Rüsel (Westfalen Weser) und Klaus Meyer (Energie Impuls OWL) den zehn Gewinnern des zweiten Sanierungswettbewerbes im Kreis Herford ihre Urkunden. Oben drauf gab es zudem einen Check von je 1.500 Euro Preisgeld.

Das alles gab es natürlich nicht einfach so: Ausgezeichnet wurden besonders innovative und wirksame Sanierungsprojekte aus dem privaten und gewerblichen Bereich, bei denen Bestandsgebäude energetisch saniert wurden und somit Treibhausgasemissionen einsparen. Neben der CO2-Einsparung sind aber auch der Innovationsgrad und die Übertragbarkeit der Maßnahme wichtige Kriterien für eine Auszeichnung.

Im April 2020 bis Oktober 2020 konnten Eigentümerinnen und Eigentümer eigens umgesetzte Sanierungsbeispiele mittels eines Fragebogens, der von Energie Impuls OWL e. V. entwickelt wurde, beschreiben und einreichen. Insgesamt gingen fast 30 Bewerbungen ein, von denen nun zehn ausgezeichnet werden.

Eine sechsköpfige Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Sanierungs-, Energie-, und Versorgungsbranche, wählten im Dezember 2020 zehn Gewinnende aus. „Die Gewinner-Projekte zeigen vorbildliche Sanierungskomplettmaßnahmen – sowohl an Wohn- als auch an Nichtwohngebäuden. So wurden komplette Fenster, Haustüren und sogar Dächer ausgetauscht, Pelletheizungen zusätzlich installiert, innovativ mit Holz gebaut sowie Boden- und Einblasdämmungen eingebaut. Besonders beeindruckt hat mich zudem die energetische Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses, denn so etwas ist mit besonderen Herausforderungen verbunden“, erklärt Dr. Beatrix Wallberg, die ergänzt:

„Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Menschen im Kreis haben, die sich sehr gewissenhaft Gedanken um unsere Umwelt machen und überlegen, was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. Jeder muss bei sich selbst anfangen - und die energetische Gebäudesanierung bietet dazu eine super Gelegenheit. In ihr schlummern unglaublich viele Energiesparpotenziale. Genau darauf möchten wir mit unserem Sanierungswettbewerb aufmerksam machen“, so Wallberg. „Auch wenn einige Bewerber*innen nicht ausgezeichnet wurden, möchte ich betonen, dass auch sie ein Gewinn für den Klimaschutz sind“.

Egal ob die Installation von Photovoltaikmodulen, der Einbau einer Wärmepumpe oder die Dämmung der Gebäudehülle mit ökologischen Dämmstoffen. Es gibt viele Möglichkeiten, durch die ein Gebäude energieeffizient werden kann.

Die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs wurden bereits am 10. September in einer Online-Veranstaltung mit Landrat Jürgen Müller bekanntgegeben. Dort war zudem der Modernisierungsfachmann Ronald Meyer zu Gast und gab wertvolle Tipps, wie man sein Wohnhaus in nur 77 Tagen energetisch sanieren kann.

Info: Dritte Auflage des Sanierungswettbewerb geplant

Der Sanierungswettbewerb im Kreis Herford ist eine Maßnahme aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept, welches 2015 vom Kreistag beschlossen wurde und seitdem durch ein Klimaschutzmanagement in der Kreisverwaltung und weiteren klimaschutzaktiven Kommunen wie der Stadt Herford, der Stadt Löhne und der Gemeinde Rödinghausen umgesetzt wird.

Ob Hauseigentümer*in, Planer*in, Handwerker*in oder Bewohner*innen - zur Bewerbung berechtigt ist jede natürliche und juristische Person mit einem Objekt, das sich im Kreis Herford befindet. Wichtig ist zudem, dass die eingereichten Projekte – ob Einzelmaßnahmen oder energetische Komplettsanierungen – bereits umgesetzt worden sind.

Der erste Sanierungswettbewerb wurde im Jahr 2018 durchgeführt. Eine dritte Auflage für das Jahr 2022 ist bereits in Planung – dann auch mit den Städten Enger, Vlotho und der Gemeinde Hiddenhausen.