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Pressemitteilungen

28.07.2021

Förderpaket »Lüftungsprogramm für Schulen und Kitas«: Kreis Herford stimmt sich mit Städten und Gemeinden ab

 Der Kreis Herford und die neun Städte und Gemeinden haben sich heute zum neuen Förderpaket ‚Lüftungsprogramm für Schulen und Kitas‘ ausgetauscht. Für das Förderprogramm stellen Bund und Land rund 90 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Zielgruppe sind unter 12-jährige Kinder und Jugendliche, die noch nicht geimpft werden können. Die Förderung beschränkt sich auf solche Räume in den Schulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegen, die nur eingeschränkt gelüftet werden können, weil z.B. keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist, Fenster nur kippbar sind bzw. Lüftungsklappen nur einen minimalen Querschnitt haben. Die konkreten Förderrichtlinien werden vom Land voraussichtlich im August veröffentlicht. Das neue Förderprogramm schließt an ein entsprechendes Programm aus dem letzten Jahr, aus dem schon Räume mit mobilen Luftreinigungsgeräten in den Schulen im Kreis Herford ausgerüstet wurden.

Heute fand eine Videokonferenz mit der zuständigen Landesministerin Ina Scharrenbach statt, in der das Förderprogramm des Bundes und des Landes vorgestellt und die Umsetzung diskutiert wurde. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden und der Kreis haben sich unmittelbar im Nachgang zur Videokonferenz nochmals intensiv dazu ausgetauscht.

Alle teilen die Auffassung des Landesministeriums und auch der Kommunalen Spitzenverbände, dass nur die Räume mit eingeschränkten Lüftungsmöglichkeiten mit mobilen Lüftungsgeräten auszustatten sind. Sowohl der Kreis als auch die Städte und Gemeinden prüfen als Schulträger zurzeit noch einmal, ob und ggf. wie viele Räume in diese Kategorie fallen könnten. In der Folge sollen dann die entsprechenden Anträge gestellt werden, wenn die konkreten Förderrichtlinien vorliegen.

Im Blickpunkt stehen dabei die Grund- und Förderschulen sowie die Klassen 5 und 6 der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen. Kritisch beurteilt wird neben der Frage, welche Geräte den erforderlichen Luftaustausch unter Einhaltung einer akzeptablen Lautstärke sicherstellen können, auch die tatsächliche Verfügbarkeit dieser Geräte am Markt. Die Träger der Kindertageseinrichtungen und Tagespflegeeltern werden weiterhin auch über die Jugendämter informiert.

„Mit dem Förderprogramm können zwar nicht alle Räume in den Schulen und Kitas ausgestattet werden – doch die Ausstattung von Räumen, die gut belüftet werden können, wäre auch nicht sinnvoll. Die mobilen Lüftungsgeräte ersetzen auch nicht die regelmäßige Lüftung und das Tragen der Maske. Dies hat Frau Ministerin Scharrenbach heute noch einmal ausdrücklich bestätigt und einen sinnvollen Einsatz der Geräte mit Augenmaß befürwortet“, so Kreisschuldezernent Norbert Burmann. „So wird auch in Klassenräumen mit weit zu öffnenden Fenstern das regelmäßige Lüften, das Maskentragen sowie das Abstandhalten auch in der Zukunft erforderlich bleiben. Denn damit kann der höchst mögliche Schutz erreicht werden.“