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Pressemitteilungen

27.04.2021

Corona Update Kreis Herford, 27.04.: 49 neue Fälle - Einordnung des Infektionsgeschehens - ein neuer Todesfall

Aufgrund von technischen Schwierigkeiten wurden die Daten nicht an das Landeszentrum Gesundheit (LZG NRW) übermittelt und an dortiger Stelle nicht verarbeitet. Der Inzidenzwert wird somit morgen wieder veröffentlicht.

Im Kreis Herford sind seit gestern 49 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind 10.004 bestätigte Infektionen bekannt. Davon gelten 8.978 als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 863 aktuell bestätigte Fälle.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (313), Spenge (23), Bünde (147), Löhne (161), Vlotho (53), Enger (61), Rödinghausen (12), Hiddenhausen (64) und Kirchlengern (29).

Leider gibt es einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich um eine 65-jährige Frau aus Löhne. Im Kreis Herford gibt es insgesamt 163 Todesfälle, wobei 143 an Corona und 20 mit Corona gestorben sind.

 

Einordnung des Infektionsgeschehens

Die Zahl der Neuinfektionen bewegte sich in den letzten sieben Tagen durchschnittlich im höheren zweistelligen Bereich. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, stieg von 1.571 auf 1.957. Darunter sind 1.094 Kontaktpersonen. Es befinden sich aktuell 15 Reiserückkehrer unter den 863 aktuell bestätigten Corona-Fällen.

 

Mehrheitlich junge Altersgruppen infiziert

Die Altersstruktur der Neu-Infizierten der vergangenen Woche zeigt: Der Großteil der Infizierten ist in den jüngeren und mittleren Altersgruppen zu finden. Nur noch jeder zehnte Neuinfizierte ist über 60 Jahre. Der Anteil der über 80-Jährigen liegt bei rund einem Prozent.

Den meisten Neuinfizierten – rund 20 Prozent – sind zwischen 11 und 20 Jahren. Zusammen mit der Altersgruppe der 0- bis 11-Jährigen machen sie rund ein Drittel der aktuellen Fälle aus.

27 Prozent der Neu-Infizierten sind zwischen 21 und 40 Jahre alt. Den gleichen Anteil haben die 41- bis 60-Jährigen.

 

Landrat Jürgen Müller mit einer Einschätzung der aktuellen Lage:

„Wir erkennen, dass sich immer mehr jüngere Menschen mit dem Virus infizieren. Deshalb war es wichtig und richtig, dass mit der strengsten Stufe der Bundes-Notbremse die Schulen nun wieder in den Distanzunterricht zurückgegangen sind. Denn dort sind die Zahlen gestiegen. Die erneuten Umstellungen bringen natürlich für Kinder, Jugendliche und Eltern wieder einmal ganz besondere Herausforderungen mit sich. Doch wir müssen jetzt das Infektionsgeschehen bremsen. Es gilt jetzt zu verhindern, dass sich die Lage in den Krankenhäusern und Intensivstationen zuspitzt“, so Landrat Jürgen Müller. „Die Bundesnotbremse bringt erhebliche Einschränkungen für uns alle mit sich – doch sie ist notwendig. Bleiben wir füreinander da, zeigen wir Solidarität und auch Disziplin. So werden wir auch die nächsten Wochen bewältigen“, so Müller weiter.

 

Die meisten Infektionen mit familiärem Hintergrund

Die meisten Infektionen der vergangenen Woche waren auf das familiäre Umfeld zurückzuführen – hier liegt die Quote bei fast 40 Prozent. Ein Drittel der Infektionswege sind unbekannt. Der Anteil der Ansteckungen auf der Arbeit bleibt sehr niedrig und liegt bei 6 Prozent.

 

Anteil der Mutationsfälle steigt weiter

Insgesamt haben sich seit Anfang Februar 1.871 Menschen, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben, mit einer Mutationsvariante des Corona-Virus infiziert. Davon sind aktuell noch 615 Menschen infiziert. Bis auf drei Fälle der südafrikanischen Mutation und einen Fall der brasilianischen Mutation handelte es sich dabei um die britische Mutation.

 

Über 57.000 Menschen im Kreis Herford geimpft

Gesamtimpfungen im Kreis Herford

Im gesamten Kreis Herford wurden bislang (Stand 26.04.) im Impfzentrum, in den Arztpraxen und über mobile Teams insgesamt 73.663 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben im Kreisgebiet 57.816 Menschen bereits eine Erstimpfung erhalten.

52.571 Impfungen (davon 42.648 Erstimpfungen) wurden im Impfzentrum, 13.630 Impfungen (davon 7.760 Erstimpfungen) wurden über mobile Teams sowie 7.462 Impfungen (davon 7.408 Erstimpfungen) in den Arztpraxen durchgeführt.

Genauere Zahlen aus dem Impfzentrum Kreis Herford

Seit Impfstart (08.02.2021) wurden im Impfzentrum des Kreises Herford 52.571 Impfungen durchgeführt (Stand 26.04.). Von den 52.571 Impfungen wurden 36.419 mit dem Impfstoff von BioNTech, 14.246 mit AstraZeneca und 1.906 mit Moderna durchgeführt. Insgesamt wurden bislang 42.648 Menschen im Impfzentrum geimpft, 9.923 haben bereits ihre zweite Impfung bekommen.

„Rund 10.000 Impfungen in den letzten sieben Tagen – es geht voran mit den Impfungen“, erklärt Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

„Es ist dem Impffortschritt zu verdanken, dass wir nur noch so wenige Infizierte haben, die über 70 Jahre alt sind. Denn diese gehören einer besonderen Risikogruppe an. Sie landen häufig auf den Intensivstationen und haben mit sehr schweren Verläufen zu kämpfen. Es freut mich sehr, dass die älteren Personengruppen zum großen Teil geschützt sind“, so Altenhöner.

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 49 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 29 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 12 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 8 davon müssen beatmet werden. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen)

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 13 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 10 Bewohner*innen und 17 Beschäftigte infiziert, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben. 6 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Insgesamt sind im Kreisgebiet 180 Schüler*innen und eine Lehrkraft infiziert. Die Infizierten verteilen sich auf 57 Schulen im Kreisgebiet.

In 21 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 27 Kindern und fünf Infektionen beim Kita-Personal.