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Pressemitteilungen

25.08.2021

Corona Update Kreis Herford, 25.08.

56 neue Fälle – Inzidenzwert liegt bei 146,1 – Situation in den Krankenhäusern wird dynamischer – Kontaktpersonennachverfolgung zunehmend schwieriger

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 56 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Aktuell sind 543 Personen infiziert. Insgesamt sind kreisweit bislang 11.967 infizierte Personen bekannt. Davon gelten 11.239 Personen als genesen. Der Inzidenzwert liegt bei 146,1.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Bünde (88), Herford (196), Hiddenhausen (21), Löhne (115), Rödinghausen (4), Kirchlengern (46), Spenge (18), Enger (18) und Vlotho (37).

Insgesamt gibt es im Kreis Herford 185 Todesfälle, wobei 163 an Corona und 22 mit Corona gestorben sind.

Landrat Jürgen Müller zeigt sich besorgt über den Anstieg der Zahlen: „Die Zahl der Neuinfizierten steigt derzeit – leider macht sich das jetzt auch wieder in den Krankenhäusern des Kreises bemerkbar. Da wir aktuell am Anfang einer neuen Welle stehen, werden die Zahlen vermutlich dynamisch bleiben. Besondere Sorge macht mir, dass viele der betroffenen Patient*innen nicht geimpft sind. Ich kann nur immer wieder appellieren: Nehmen Sie die Impfangebote wahr, beim Arzt oder im Impfzentrum! Wir müssen alle gemeinsam verhindern, dass die Pandemie uns nicht wieder so schwer erfasst!“ 

Situation in den Krankenhäusern – Anzahl der Patient*innen angestiegen

Die Anzahl der Patienten mit COVID-19 hat in den vergangenen Tagen zugenommen. Einige der Patient*innen sind sogenannte Zufallsbefunde: Sie werden wegen einer anderen Erkrankung stationär aufgenommen und erweisen sich nach entsprechender Testung als positiv. Ein Großteil

von ihnen ist ungeimpft.

Die Krankenhäuser im Kreis Herford bereiten sich auf steigende Patientenzahlen vor. Marco Kauling, Notarzt und Mitglied des Krisenstabs im Klinikum Herford:„Es sind deutlich weniger ältere Menschen aus Altenpflegeeinrichtungen oder ambulanter Betreuung im Klinikum aufgenommen worden, als im vergleichbaren Zeiten der Pandemie. Dies führen wir zurück auf die Schutzimpfungen der  vulnerablen Gruppen im Winter 2020/21. Im Vergleich dazu werden bundesweit immer öfter jüngere Menschen stationär wegen COVID-19 behandelt. Gerade im Hinblick auf die erneut steigenden Patient*innenzahlen in Krankenhäusern und die wieder höher werdende Auslastung auf Intensivstationen begrüßen es die Gesundheitseinrichtungen und der Rettungsdienst des Kreises, wenn sich bisher ungeimpfte Personen, sowohl im Interesse der eigenen Gesundheit als auch der Gesamtbevölkerung, zeitnah impfen lassen. Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass eine Impfung gegen COVID-19 vor schweren Krankheitsverläufen schützt.“

Derzeit werden 15 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt (Insgesamt befinden sich derzeit 17 Corona-Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford in stationärer Behandlung, teilweise allerdings in Krankenhäusern außerhalb des Kreisgebietes). Drei Patient*innen werden intensivmedizinisch betreut und 2 müssen zusätzlich beatmet werden. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Steigende Fallzahlen sorgen für Mehrarbeit bei der Kontaktpersonennachverfolgung - Neue digitale Instrumente sollen unterstützen

 

Die stark steigenden Fallzahlen und die damit verbundene aufwändige Kontaktpersonennachverfolgung stellt das Gesundheitsamt des Kreises wie im vergangenen Herbst/Winter und in diesem Frühjahr vor große Herausforderungen. Aktuell ist es nicht möglich, sämtliche Kontaktpersonen von Infizierten zeitnah zu kontaktieren. Infizierte und Kontaktpersonen sollten warten, bis sie kontaktiert werden und nicht selbst beim Gesundheitsamt anrufen, weil die Leitungen dann überlastet werden und die Bearbeitung der einzelnen Fälle sich verzögert.

Daher erinnert der Kreis Herford auch noch einmal eindringlich daran, das sich eine positiv getestete Person nach Erhalt seines positiven Testergebnisses unmittelbar in Quarantäne zu begeben hat, sowie seine Kontaktpersonen über ein solches Ergebnis informieren muss.

 

Das Gesundheitsamt des Kreises Herford setzt nun auf zusätzliche digitale Instrumente. Ab

Ende dieser Woche arbeitet das Gesundheitsamt zunehmend mit SMS. Die SMS enthält dann einen Link zu einem eigens entwickelten digitalem Meldeformular. Mit Hilfe dieses Formulars können die betroffenen Personen persönliche Daten wie beispielsweise Adressdaten, Daten zu bisherigen Impfungen oder auch mögliche Symptome übermitteln.

 

Zusätzlich können dem Gesundheitsamt in dem gleichen Schritt auch bereits die etwaigen Kontaktpersonen mitgeteilt werden. Dieses Vorgehen ist eine wichtige Ergänzung der telefonischen Kontaktermittlung und kann daher aktiv mithelfen, Infektionsketten weiterhin nachzuvollziehen.

 

Der Kreis Herford bittet deshalb alle Betroffenen, welche eine solche Benachrichtigung erhalten, diese auch möglichst zeitnah zu beantworten. Die Formulare können auf jedem handelsüblichen Computer ausgefüllt werden, oder auch direkt vom Smartphone aus. Eine zusätzliche App ist nicht erforderlich. Sollte die Kontaktaufnahme mithilfe dieser neuen digitalen Schnittstelle nicht erfolgreich sein, so wird der Betroffene auch weiterhin telefonisch kontaktiert. Dies kann aufgrund des hohen Telefonaufkommens derzeit jedoch wenige Tage verzögert geschehen.

 

Weitere Fragen zu diesem Vorgehen sowie alle weiteren Anliegen rund um Covid-19 nimmt das Bürgertelefon des Kreises Herford unter 05221 – 131500 entgegen.