Seiteninhalt

Pressemitteilungen

14.05.2021

Corona Update Kreis Herford, 14.05.: 28 neue Fälle - Inzidenz deutlich unter 100 bei 84,2 - zweite Stufe der Bundesnotbremse greift nicht mehr - Mehr Möglichkeiten für den Einzelhandel - Landrat freut sich über positive Entwicklung

Im Kreis Herford sind seit gestern 28 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind 10.811 bestätigte Infektionen bekannt. Davon gelten 10.010 als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 630 aktuell bestätigte Fälle. Der Inzidenzwert liegt – laut RKI - bei 84,2.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (233), Spenge (33), Bünde (93), Löhne (103) Vlotho (30), Enger (60), Rödinghausen (13), Hiddenhausen (35) und Kirchlengern (28).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 171 Todesfälle, wobei 151 an Corona und 20 mit Corona gestorben sind. 

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 28 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 24 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 9 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 7 davon müssen beatmet werden. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 8 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind ein/e Bewohner*in und 4 Beschäftigte infiziert, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben. 6 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Insgesamt sind im Kreisgebiet 88 Schüler*innen und vier Lehrkräfte infiziert. Die Infizierten verteilen sich auf 43 Schulen im Kreisgebiet.

In 18 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 19 Kindern und 3 Infektionen beim Kita-Personal.

 

Inzidenzwert fünf Wochentage  – Zweite Stufe der Bundesnotbremse greift ab Montag nicht mehr – Ausgangssperre gilt noch

Kreis Herford Der Inzidenzwert des Kreises Herford liegt mit dem heutigen Freitag (14.05.2021) fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 150. Ab kommenden Montag, 17. Mai, gelten daher neue Regeln für den Einzelhandel. Das hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) soeben bestätigt. In einer aktuellen Allgemeinverfügung vom 14.05. hat das Land die Unterschreitung festgestellt.

Eine Einschätzung von Landrat Jürgen Müller

„Nach langer Zeit gibt es endlich wieder eine positive Entwicklung in der Pandemielage. Im Kreisgebiet haben wir nun seit Anfang Mail (02.05.) sinkende Inzidenzwerte, auch landes- und bundessweit ist diese Tendenz zu beobachten. Wir können alle ein bisschen aufatmen - das ist nach der langen und schwierigen Strecke, die wir hinter uns haben, auch dringend notwendig. Wir sehen jetzt, dass es sich gelohnt hat! Die gute Entwicklung ist das Ergebnis der strengen Maßnahmen und noch viel wichtiger: Es ist auch das Ergebnis der Disziplin in der Bevölkerung. Ich danke allen Menschen im Kreisgebiet, die sich an die Regeln gehalten haben. Und ich appelliere ganz deutlich: Bleiben Sie dabei, denn dieser Weg führt uns gemeinsam ins Ziel und gibt uns nach und nach ein Stückchen mehr Freiheit.“

Konkret bedeutet das: Möglich ist nun wieder neben der ohnehin erlaubten Nutzung von „Click&Collect“ auch wieder die Nutzung von „Click&Meet“-Angeboten - mit Vorlage eines höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnisses.

Im Kreis Herford gelten ab Montag, 17.05.2021 die Regeln für eine Inzidenz zwischen 100 und 150. Eine Übersicht:

Kontaktbeschränkungen:

  • Private Treffen sind nur mit einer haushaltsfremden Person gestattet. Außerdem dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.

Ausgangssperre:

  • Ab Montag: Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Nur noch im Notfall, zu dienstlichen Zwecken oder wenn man zum Beispiel mit dem Hund raus muss, darf man das Haus verlassen. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist außerdem erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen.

Sport:

  • Tagsüber darf Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden, nicht im Verein oder einer Mannschaft. Davon ausgenommen sind Profisportler. Profisport findet ohne Zuschauer statt. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal 5 Kindern trainieren. Trainer müssen ggf. vorher einen Test machen

Kultur:

  • Der Betrieb von Kultureinrichtungen und entsprechende Veranstaltungen (Theater, Oper, Konzerthäuser, Bühnen, Musikclubs, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Kinos) sind untersagt.

Freizeit:

  • Freizeitparks, Indoorsportplätze, Schwimmbäder, Klubs, Spielhallen, Spielbanken, Solarien und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen
  • Die Außenbereiche von Zoos und Botanischen Gärten dürfen mit Hygienekonzepten öffnen. Besucher müssen einen negativen Test vorweisen (außer Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben).
  • Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt.

Einzelhandel:

  • Geschäfte, die nicht Grundversorgung sind, sind mit Click&meet plus negativem Testergebnis und Personenbegrenzung geöffnet.
  • Ganz normal öffnen dürfen Wochenmärkte, auf denen nur Lebensmittel verkauft werden, Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Werkstätten, Postfilialen, Banken, Waschsalons, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte und der Großhandel. Sie dürfen nur ihr übliches Sortiment verkaufen. Dabei müssen Abstände eingehalten werden und die Kunden müssen in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) tragen.

Gastronomie:

  • Betrieb ist nicht zulässig. Gastronomische Betriebe dürfen nur außer Haus verkaufen

 

Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Außerdem dürfen Friseurbetriebe und Fußpfleger geöffnet bleiben. Diese dürfen aber nur mit Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) arbeiten. Friseur- und Fußpflegebesuche sind nur mit negativem Test möglich.

 

Was gilt in Schulen?

  • Solange Präsenzunterricht stattfindet, müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer zwei Mal pro Woche getestet werden. Um die Beschaffung und Durchführung der Tests kümmern sich die Bundesländer in eigener Zuständigkeit.
  • Die Bundesländer können von diesen Regelungen Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen vorsehen.

Was gilt in Betrieben?

Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern für Büroarbeit (oder vergleichbare Tätigkeiten) Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen und die Arbeitnehmer müssen dieses Angebot annehmen, sofern ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Kirchen

Zusammenkünfte, die der Religionsausübung (im Sinne des Artikels 4 des Grundgesetzes) dienen, sind weiterhin erlaubt. Die Länder können aber auch für diese Bereiche Schutzmaßnahmen vorsehen.

Wer kontrolliert, ob die Regeln eingehalten werden?

Die Einhaltung der Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz werden nach wie vor von den zuständigen Landesbehörden – Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Polizei – überwacht. 

Wo findet man die gültigen Inzidenzen?

Eine Übersicht über die Inzidenzen in den einzelnen Landkreisen findet man hier: www.rki.de/inzidenzen.