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Pressemitteilungen

10.11.2020

Corona Update Kreis Herford, 10.11.

19 neue Fälle – Inzidenzwert sinkt auf 180

Kreis Herford. Seit gestern sind 19 neue Corona-Infektionen im Kreis Herford dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 1.432 auf 1.567. Kreisweit gibt es nun 635 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreis 2.213 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert sinkt damit von 213,5 auf 180.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (173), Spenge (25), Bünde (155), Löhne (116), Vlotho (20), Enger (41), Rödinghausen (13), Hiddenhausen (37) und Kirchlengern (55). Über 2.400 Menschen im Kreis Herford sind derzeit in häuslicher Isolierung. Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt 11 Todesfälle, wobei 9 (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und 2 mit Corona.

Krisenstabsleiter Markus Altenhöner nimmt den derzeit sinkenden Inzidenzwert im Kreisgebiet wahr. Er bezeichnet die Lage jedoch zunächst nur als Momentaufnahme: „Die Lage bleibt ernst, gerade weil wir auch im besonders sensiblen Bereich der Risikogruppen Infizierte haben. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit im Bereich der Alten– und Krankenpflege. Unsere Krankenhäuser bereiten sich auf weitere kritische Patientinnen und Patienten vor.“

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 53 Patient*innen (davon 24 Patient*innen mit Wohnsitz im Kreis Herford) mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 11 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 7 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen.)


Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Derzeit sind im Kreis Herford an 30 Schulen bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen von insgesamt 69 Schüler*innen und 8 Infektionen beim Schulpersonal. An den Schulen ist das Infektionsgeschehen - jedoch mit nur überwiegend vereinzelten Fällen - überschaubar. Zum Teil sind direkte Sitznachbarn oder Kontaktpersonen, aber auch Klassenverbände, vereinzelt auch Jahrgänge, in Quarantäne.

Aktuell ist am Grundschulverbund Elseaue in Kirchlengern und Südlengern kein Präsenzunterricht möglich. Nachdem 2 Lehrkräfte infiziert sind, ist das gesamte Kollegium bis zum 20. November in Quarantäne. Sowohl der Distanzunterricht als auch eine Notbetreuung sind jedoch an der Schule sichergestellt. Die rund 400 Schüler*innen an den zwei Standorten sind von der Gemeinde mit Tablet-PCs ausgestattet worden. An der Schule hatte es eine Besprechung der Lehrkräfte gegeben. Im Rahmen der freiwilligen Testungen der Lehrkräfte sind im Nachhinein zwei Infektionen bekannt geworden.

„Dieser Fall zeigt uns einmal mehr, wie ernst wir alle die Kontaktregeln nehmen müssen und wie schnell sich die Lage ändern kann. Selbst in einem Kollegium, das sich regelmäßig freiwillig testen lässt, können Infektionsfälle aktuell auftreten. Kontaktpersonen müssen dann mitunter, trotz disziplinierter Einhaltung der Hygiene- und Abstandregeln, in Quarantäne gehen,“ erklärt Landrat Jürgen Müller und appelliert: “Wir müssen alle umsichtig sein und derzeit größere Zusammentreffen auf das Nötigste reduzieren – zur Sicherheit aller Mitmenschen, zur Aufrechterhaltung des Schul- und Kitabetriebes, oder aber auch zur Aufrechterhaltung der Firmen, Betriebe oder Behörden.“

Derzeit sind an 12 Kitas bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um 11 Infektionen bei Kindern sowie um 5 Infektionen beim Kita-Personal.

Situation in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit sind 16 Einrichtungen betroffen. Insgesamt sind 55 Bewohner*innen/Patient*innen infiziert, hinzu kommen 28 infizierte Beschäftigte. 34 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.