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Pressemitteilungen

09.11.2020

Corona Update Kreis Herford 09.11.: 106 neue Fälle - Inzidenzwert sinkt auf 213,5

Über das Wochenende sind 106 neue Corona-Infektionen im Kreis Herford dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 1.315 auf 1.432. Kreisweit gibt es nun 751 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreis 2.194 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert sinkt damit von 226,3 auf 213,5.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (219), Spenge (31), Bünde (180), Löhne (127), Vlotho (26), Enger (52), Rödinghausen (17), Hiddenhausen (40) und Kirchlengern (59). Über 2.400 Menschen im Kreis Herford sind derzeit in häuslicher Isolierung. Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt 11 Todesfälle, wobei 9 (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und 2 mit Corona.

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 48 Patienten (davon 25 Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford) mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 12 Patienten intensivmedizinisch betreut. 8 Patienten davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patienten aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen.)

 

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Derzeit sind im Kreis Herford an 34 Schulen bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen von insgesamt 74 Schülerinnen und Schülern und 9 Infektionen beim Schulpersonal. An den Schulen ist das Infektionsgeschehen - jedoch mit nur überwiegend vereinzelten Fällen - überschaubar. Zum Teil sind direkte Sitznachbarn oder Kontaktpersonen, aber auch Klassenverbände, vereinzelt auch Jahrgänge, in Quarantäne.

Derzeit sind an 11 Kitas insgesamt 16 bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um 12 Infektionen bei Kindern sowie um 4 Infektionen beim Kita-Personal.

 

Gesundheitsamt und Bürgertelefon verstärkt

Ab heute bekommt das Gesundheitsamt des Kreises in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung erneut Verstärkung: Insgesamt 12 extern eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden jetzt eingearbeitet und können ab Mitte der Woche an den Telefonen sitzen.

 Darüber hinaus soll das Personal im Bürgertelefon im Laufe der Woche auf 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht werden, die zeitgleich im Einsatz sind. Das Bürgertelefon ist unter der Woche von 8 bis 16 Uhr und situationsabhängig am Wochenende von 9 bis 14 Uhr (samstags) und von 10 bis 14 Uhr (sonntags) im Einsatz. Von Mittwoch bis Freitag erreichten das Bürgertelefon insgesamt über 900 Anrufe. Am Wochenende waren es rund 160.

„Wir sind personell gut aufgestellt und kommen mit der Anzahl der Anrufe gut zurecht. Wir bemühen uns, alle Anruferinnen und Anrufer gut und ausführlich zu beraten. Aufgrund der hohen Anzahl an Gesprächen kann es jedoch passieren, dass man uns nicht direkt beim ersten Versuch erreicht. Wir bitten deshalb um Geduld und Verständnis und sichern zu, dass alle Bürgerinnen und Bürger bei uns eine ordentliche Auskunft bekommen“, erklärt Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

 

Neue Teststrategie

Das Robert-Koch-Instituts (RKI) hat die Teststrategie verändert, die somit auch im Kreis Herford gilt. Das bedeutet unter anderem, dass Kontaktpersonen der Kategorie 1 – wie beispielsweise familiäre Kontakte - Risikogruppen oder Menschen, die einem Fachberuf im Gesundheitswesen nachgehen, nicht getestet werden, wenn sie keine Symptome haben. Die Regelungen zur Quarantäne sind von der veränderten Teststrategie unberührt.

Asymptomatische Personen werden lediglich im Fall von Krankheitsfällen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen getestet, um hier ein größeres Ausbruchsgeschehen zu verhindern.

 

Landrat appelliert eindringlich: Kein privates Martinssingen

Nach der aktuellen CoronaSchVO ist die Durchführung von Veranstaltungen zwar unzulässig, das private Martinssingen hingegen weiterhin nicht untersagt. Zu beachten sind jedoch die Kontaktbeschränkungen auf Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes, eine maximale Personenanzahl von 10 Personen sowie der besondere Mindestabstand beim Singen im öffentlichen Raum von 2 Metern.

Angesichts des weiterhin dynamischen Infektionsgeschehens appelliert Landrat Jürgen Müller jedoch eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, am 11. November auf das private Martinssingen zu verzichten: „Beim privaten Martinssingen ziehen eine Vielzahl von Menschen von Haustür zu Haustür. Dabei entstehen sehr viele Kontakte – auch mit Risikogruppen und älteren Menschen. Genau das müssen wir in diesen Zeiten verhindern“, so Jürgen Müller. Das besondere Risiko besteht nicht nur durch die Vielzahl von Kontakten ohne Mindestabstand, sondern zusätzlich durch den durch das Singen erhöhten Aerosolausstoß.

„Wir alle sehen, wie sehr die Zahlen weiterhin steigen – auch bei uns im Kreis Herford. Das bedeutet auch, dass immer mehr Corona-Patientinnen und -Patienten in unseren Krankenhäusern versorgt werden müssen. Die Belastungen steigen hier bereits. Bitte haben Sie das im Blick und verzichten Sie in diesem Jahr auf das Martinssingen. Es ist unabdingbar, die Kontakte zu reduzieren“, so der Landrat.