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Pressemitteilungen

05.11.2020

Corona Update Kreis Herford 05.11.

90 neue Fälle – Ein weiterer Todesfall - Inzidenzwert steigt auf 228 – Gesundheitsamt bittet Bevölkerung um Unterstützung - Neue Änderungen in der Corona-Schutzverordnung gelten ab heute

Kreis Herford. Seit gestern sind 90 neue Corona-Infektionen im Kreis Herford dazu gekommen. Die Zahl der Genesenen steigt von 1087 auf 1.144. Kreisweit gibt es nun 757 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind im Kreisgebiet 1.910 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert steigt damit von 221 auf 228.

Mit großem Bedauern meldet der Kreis Herford einen weiteren Todesfall. Bei der Person handelt es sich um eine 91-jährige Frau aus dem Altenwohnheim Mennighüffen, sie ist gestern verstorben. Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden der Verstorbenen. Ich möchte mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, so Jürgen Müller: „Auch den Bewohnerinnen und Bewohnerinnen und den Beschäftigten des Altenheims wünsche ich Kraft und Zuversicht für diese schwere Zeit.“
In zwei Altenwohnheimen im Kreis Herford gibt es derzeit infizierte Personen, die Testergebnisse sind ausgewertet. Demnach sind im Altenwohnheim Mennighüffen aktuell 27 Bewohner*innen und 12 Beschäftige infiziert. In der Seniorenresidenz Mathilde in Enger sind 18 Bewohner*innen infiziert, zudem 6 Beschäftigte.

Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt neun Todesfälle, wobei 7 (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und 2 mit Corona.

25 Menschen aus dem Kreis Herford werden derzeit stationär in Krankenhäusern behandelt. In den drei Krankenhäusern im Kreisgebiet liegen derzeit insgesamt 36 Infizierte, darunter 7 in Intensivbetten. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patienten aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen.)

Fast 2.200 Menschen im Kreis Herford sind derzeit in häuslicher Isolierung.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (249), Spenge (24), Bünde (153), Löhne (143), Vlotho (30), Enger (71), Rödinghausen (18), Hiddenhausen (37) und Kirchlengern (32).

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

An insgesamt 33 Schulen im Kreisgebiet gibt es 52 bestätigte Fälle von Schülerinnen und Schülern und 4 Infektionen von Schulpersonal. An den meisten Schulen ist das Infektionsgeschehen mit nur vereinzelten Fällen überschaubar. Zum Teil sind direkte Sitznachbarn oder Kontaktpersonen, aber auch Klassenverbände, vereinzelt auch Jahrgänge, in Quarantäne.
An 10 Kindertagesstätten sind 7 infizierte Kinder und 3 Beschäftigte gemeldet.

Zahl der Anrufe im Bürgertelefon nimmt weiter zu – Hinweise für Infizierte:
Derzeit sind immer 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgleich beim Bürgertelefon im Einsatz. Montags bis donnerstags ist das Bürgertelefon zwischen 8 und 16 Uhr erreichbar, an diesem Freitag werden die Telefonzeiten nun auch verlängert von 8 bis 16 Uhr. Wegen des rasant steigenden Bedarfs wird das Bürgertelefon auch an diesem Wochenende – samstags von 9 bis 14 Uhr, sonntags von 10 bis 14 Uhr – erreichbar sein.
Von Montag bis Mittwoch suchten insgesamt 924 Bürger*innen Rat beim Bürgertelefon. Viele Anruferinnen und Anrufer erkundigen sich nach Testmöglichkeiten im Kreis sowie den geltenden Corona-Maßnahmen. Die Mehrzahl der Anruferinnen und Anrufer sind Personen mit grippeähnlichen Symptomen sowie Kontaktpersonen zu Infizierten.
Wichtige Hinweise des Gesundheitsamtes
Durch die stark steigenden Infektionszahlen arbeiten die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes trotz erhöhten Personalaufwands täglich an der Belastungsgrenze. Positiv getestete Personen müssen informiert, Kontaktpersonen ermittelt und ebenfalls benachrichtigt werden. Es ist angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens nicht mehr in jedem einzelnen Fall möglich, alle Personen noch am selben Tag zu informieren – das kann auch für positiv getestete Personen gelten. Denn zunächst werden Infizierte angerufen, die in sogenannten vulnerablen Bereichen leben oder arbeiten. Dazu gehören Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulante Pflege, Schulen und Kitas. Hier könnte ein Ausbruchsgeschehen schwerwiegende Folgen haben.

Gesundheitsamt bittet alle Bürger*innen dringend um Unterstützung
Durch die stark steigenden Infektionszahlen arbeiten die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes trotz erhöhten Personalaufwands täglich an der Belastungsgrenze. Positiv getestete Personen müssen informiert, Kontaktpersonen ermittelt und ebenfalls benachrichtigt werden. Es ist angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens nicht mehr in jedem einzelnen Fall möglich, alle Personen noch am selben Tag zu informieren – das kann auch für positiv getestete Personen gelten. Denn zunächst werden Infizierte angerufen, die in sogenannten vulnerablen Bereichen leben oder arbeiten. Dazu gehören Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulante Pflege, Schulen und Kitas. Hier könnte ein Ausbruchsgeschehen schwerwiegende Folgen haben.

Unter diesen Umständen bittet das Gesundheitsamt alle Bürgerinnen und Bürger dringend um Unterstützung: So verhalte ich mich als infizierte Person

- Wenn Sie über Ihr Smartphone die Nachricht erhalten, dass Sie positiv getestet sind, bleiben Sie zuhause und unterbinden Sie den persönlichen Kontakt zu allen Personen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. Ab diesem Zeitpunkt sind Sie in sogenannter Isolation.
- Sollte das Gesundheitsamt Sie nicht innerhalb von ca. 24 Stunden nach Erhalt der Nachricht erreicht haben, melden Sie sich beim Bürgertelefon (05221 131500) oder füllen Sie das Kontaktformular für positiv getestet Personen aus. Das Kontaktformular ist auf der Corona-Übersichtsseite auf der Website des Kreises unter www.kreis-herford.de zu finden. Die wichtigen Informationen sind:
• Vollständiger Name
• Geburtsdatum
• Telefonnummer
• Anschrift
Auch Ihre Haushaltsangehörigen müssen im Regelfall eine Quarantäne einhalten und sollten ab dem Erhalt Ihres positiven Testergebnisses zu Hause bleiben. Bitte informieren Sie Ihre engen Kontaktpersonen selbstständig über Ihre Infektion.

Änderungen in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW
In derzeit geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wurden seitens der Landesregierung einige Änderungen vorgenommen. Die wesentlichen Änderungen, die ab heute, dem 05. November gelten, hier in der Übersicht:


- Veranstaltungen, Angebote und Tätigkeiten sind nicht untersagt, solange sie als reines digitales Format ohne Kontakt zwischen den teilnehmenden Personen absolviert werden.

- Musikalischer Unterricht ist unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich. Das gilt sowohl für den Präsenzunterricht in den Musikschulen und auch für den privaten Unterricht zu Hause.

- Sexuelle Dienstleistungen sind auch außerhalb von Bordellen untersagt.

- Der Verkauf von alkoholischen Getränken ist zwischen 23 Uhr und 6 Uhr untersagt.

- Wochenmärkte mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs bleiben zulässig.

- Der zulässige Außer-Haus-Verkauf bzw. die Belieferung bezieht sich ausschließlich auf Speisen und Getränke: Dabei sind die üblichen Regelungen (nur eine Person pro 10 m² / kein Verkauf alkoholischer Getränke zwischen 23 Uhr und 6 Uhr) einzuhalten.