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Pressemitteilungen

29.12.2020

Corona Update 29.12.: 16 neue Fälle

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 16 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 4.384 Personen gelten als genesen, sodass es derzeit kreisweit 712 aktuell bestätigte Fälle gibt. Insgesamt sind 5.152 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 185,2. Insgesamt gibt es 56 Todesfälle, davon sind 49 an Corona und 7 mit Corona gestorben.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (199), Spenge (30), Bünde (107), Löhne (157), Vlotho (35), Enger (38), Rödinghausen (24), Hiddenhausen (85) und Kirchlengern (37).

Einordnung des Infektionsgeschehens

Die Zahl der Neuinfektionen und der Inzidenzwert sind im Kreis Herford in den letzten Tagen stetig gesunken. „Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die aktuelle Infektionslage entspannt hat“, betont Landrat Jürgen Müller. „Wir haben es immer noch mit einem diffusen Infektionsgeschehen ohne konkreten Infektionsschwerpunkt zu tun“, so der Landrat. Zudem führen insbesondere die geringeren Testungen über die Feiertage und dem Jahreswechsel dazu, dass die Fallzahlen sinken.

Diese Bewertung deckt sich mit den Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Laut RKI sei während der „Weihnachtsfeiertage, zum Jahreswechsel und an den umgebenden Tagen bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden“.   

Die meisten Infektionen (fast ein Drittel) im Kreis Herford werden nach wie vor innerhalb der Familie übertragen, fast genauso hoch ist allerdings auch die Anzahl der Fälle, bei denen die Ursache unbekannt ist.

Die Ansteckungsfälle mit beruflichem Hintergrund liegen zwischen 12 und 13%. Reiserückkehrer (2) befinden sich kaum noch unter den 712 aktuell bestätigten Corona-Fällen. 2.235 Personen im Kreis Herford sind derzeit in Quarantäne – darunter 1.523 Kontaktpersonen.

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 80 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 69 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 18 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 11 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

 

Situation in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit sind 27 von insgesamt 107 Einrichtungen betroffen. Insgesamt sind 64 Bewohner*innen/Patient*innen und 37 Beschäftigte infiziert. 34 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Bürgermeister*innen und Landrat: Regeln einhalten – Bußgelder für Verstoß gegen Ausgangssperre festgelegt

Die Bürgermeisterin, die Bürgermeister und der Landrat haben sich gestern erneut zu der aktuellen Corona-Lage beraten und dabei Bußgelder für Verstöße gegen die Regelungen der Allgemeinverfügung festgelegt. So hat ein erster Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre ein Bußgeld von 250 Euro zur Folge, ein wiederholter Verstoß kostet 500 Euro. Wer gegen die Maskenpflicht am Arbeitsplatz und in Fahrzeugen verstößt, muss 50 Euro zahlen, bei einem wiederholten Verstoß 100 Euro. „Wir nehmen das sehr ernst. Die Regelungen der Allgemeinverfügung dienen dazu, das Infektionsgeschehen einzudämmen und sie gelten für jeden Einzelnen. Der eigene Schutz, aber vor allem die Solidarität mit den Mitmenschen müssen jetzt ganz vorne stehen“, so die Bürgermeister*innen und der Landrat.

Wir appellieren zudem eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere an Silvester auf Feierlichkeiten in einer größeren Gruppe zu verzichten und Menschenansammlungen zu vermeiden. Wir haben klar definierte Kontaktbeschränkungen - und unsere Ordnungsämter werden das sehr genau kontrollieren“.

Grundsätzlich haben die Kontrollen in den letzten Tagen zugenommen – einige Verstöße mussten bereits festgestellt werden. Kontrolliert werden - mitunter in Abstimmung mit der Polizei - vor allem die Quarantänevorgaben, aber auch die normalen Regelungen und die verstärkten Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügung wie die nächtliche Ausgangssperre.

 

Bürgertelefon über Silvester und Neujahr erreichbar

Das Bürgertelefon des Kreises ist auch über Silvester und Neujahr für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar. Noch bis zum 30.12. können sich die Anrufer*innen zwischen 8 und 16 Uhr melden,  vom 31.12.20 bis zum 02.01.21 zwischen 9 und 14 Uhr.

Über die Feiertage gingen beim Bürgertelefon vom 24. bis zum 26. Dezember insgesamt 247 Anrufe ein. Am 28. Dezember waren es bereits über 400 Anrufe. Vielen Anrufer*innen informierten sich über das Verhalten als positiv getestete Kontaktperson oder die Möglichkeit des Freitestens. Weitere häufige Themen waren das Impfzentrum (Start des dortigen Impfbetriebs ist immer noch unklar, Terminvergabe läuft über die Kassenärztliche Vereinigung), die Regelungen der Allgemeinverfügung wie die nächtliche Ausgangssperre oder auch das Verhalten als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.