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Pressemitteilungen

27.01.2021

Corona Update 27.01.: 43 neue Fälle - Inzidenzwert bei 99,8 - drei weitere Todesfälle - Einordnung des Infektionsgeschehens - Bürgertelefon bis 20 Uhr erreichbar - Online-Portal der KVWL wieder funktionsfähig

Im Kreis Herford sind seit gestern 43 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 6.083 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 432 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.623 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 99,8.

Zudem gibt es 3 weitere Todesfälle zu vermelden. Dabei handelt es sich um eine 91-jährige Frau aus einem Altenheim in Vlotho sowie um eine 87-jährige und eine 82-jährige Frau - jeweils aus einem Altenheim in Löhne.

Landrat Jürgen Müller wünscht den Angehörigen der Verstorbenen viel Kraft und Zuversicht für die nächste Zeit: „Es ist eine Tragödie, wie viele Menschen bei uns im Kreis Herford ihr Leben durch das Corona-Virus verloren haben. Uns erreichen jeden Tag neue Meldungen zu weiteren Todesfällen. Ich möchte, dass die Hinterbliebenen wissen, dass wir in Gedanken bei ihnen sind und weiter alles dafür tun werden, das Virus immer mehr einzudämmen. Wir stehen alle zusammen und werden diese schwierige Zeit gemeinsam bewältigen“.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (116), Spenge (23), Bünde (61), Löhne (100), Vlotho (37), Enger (22), Rödinghausen (34), Hiddenhausen (24) und Kirchlengern (15).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 108 Todesfälle, wobei 95 an Corona und 13 mit Corona gestorben sind.

 

Infektionen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe rückgängig

Das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe ist derzeit abnehmend. In den letzten sieben Tagen sank die Zahl der dortigen Infizierten von 119 auf 86. 17 Einrichtungen sind derzeit betroffen. 43 Beschäftige sind aktuell infiziert, 14 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

„Wir erkennen, dass die Fallzahlen in der Pflege- und Eingliederungshilfe in den letzten Tagen sinken. Die Situation hat sich zwar stabilisiert, aber keineswegs entspannt. Noch immer sind es viel zu viele infizierte Bewohner*innen, für die das Virus eine ernste Gefahr darstellt. Unser Gesundheitsamt hat die dortige Lage weiter sehr genau im Blick und befindet sich in einem engen Austausch mit den Einrichtungen“, betont Landrat Jürgen Müller, der ergänzt: „Wir erhoffen uns durch die Impfungen in den Pflegeeinrichtungen viel. Doch man muss beachten: Der vollständige Schutz liegt für die geimpften Bewohner*innen erst mit der Zweitimpfung vor. Diese sind noch nicht abgeschlossen“.

 

Einordnung des Infektionsgeschehens der vergangenen zwei Wochen: Ansteckungen im beruflichen Umfeld verdoppelt

Der Inzidenzwert und die Fallzahlen sind im Kreisgebiet derzeit weiter abnehmend. Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich durchschnittlich im mittleren zweistelligen Bereich. Auch die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, sank in der letzten Woche von 1.578 auf 1.073 – darunter sind noch 641 Kontaktpersonen.  Zurzeit gibt es im Kreis Herford keine auffälligen Cluster, wohl aber nach wie vor viele Fälle in Altenheimen (knapp ein Drittel der aktuell Infizierten) – auch wenn die dortige Infektionsrate in der letzten Woche von 21 auf 11 Prozent zurückging.

Rund 40 Prozent der Infektionen wurden in der letzten Woche dem familiären Umfeld zugeordnet. Die Quote der Fälle, bei denen die Ursache unbekannt ist, liegt bei 23 bis 28 %. Steigend ist derzeit die Zahl der Ansteckungen mit beruflichem Hintergrund. Dort hat sich der Wert in der letzten Woche von 8 auf 16 Prozent verdoppelt Es befindet sich kein Reiserückkehrer unter den 432 aktuell bestätigten Corona-Fällen.

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 55 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 41 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 10 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 7 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

 

Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In fünf von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei einem Kind und 5 Infektionen beim Kita-Personal.

 

Online-Portal nach Angaben der KVWL wieder funktionsfähig – Lösung für Zweittermin-Vergabe wird erwartet

Durch einen großen Ansturm der Impfwilligen waren sowohl die telefonische Anmeldung der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 und auch die Online-Anmeldeseite unter www.116117.de nach dem Start der Terminvergabe für die Corona-Impfung stark überlastet. Dadurch sind die Impfwilligen häufig nicht durchgekommen beziehungsweise bekamen im Internet Meldungen wie „kein Impftermin mehr frei“. Gestern Mittag wurde dann die Online-Terminvergabe aufgrund von technischen Problemen bezüglich eines Termins für die Zweitimpfung für den gesamten Bereich Westfalen-Lippe vorübergehend vom Netz genommen.

Die Fehler sind laut Auskunft der KVWL mittlerweile behoben, das Online-Portal ist wieder erreichbar. In einigen Fällen sei es demnach vorgekommen, dass Bürger einen Ersttermin, aber keinen Zweittermin erhalten hätten – so wie es eigentlich vorgesehen wäre, so die KVWL. „Die Aussage der KVWL mag bezogen auf gesamt Westfalen-Lippe zutreffen. Ich habe aufgrund der uns erreichten und vielen Anfragen im Kreis Herford den Eindruck, dass es sich bei uns nicht um einige, sondern um mehrere oder gar eine Vielzahl von Fällen handelt. Uns ist noch nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Probleme bei der Zweittermin-Vergabe für die impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger des Kreises Herford aufgetreten sind. Ich habe heute in einem gemeinsamen Telefontermin mit dem MAGS und der KV darum gebeten, uns mitzuteilen, wie viele Personen den zweiten Termin nicht bekommen haben und wie die Lösung aussehen soll. Das wird uns die KVWL noch mitteilen“, erklärt Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

Für die betroffenen Bürger, die einen Ersttermin, aber keinen Zweittermin vereinbaren konnten, gibt es laut KVWL eine Lösung: Der Ersttermin sei gesichert. „Genaue Einzelheiten bezüglich der Zweitimpfung müssen aber erst noch geklärt werden. Selbst aktiv werden, so wurde mir gesagt, müssen die Betroffenen für einen Zweittermin aber nicht“, so Altenhöner. „Mir wurde auch versichert, dass jeder, der die erste Impfung bekommen wird, auch eine Zweitimpfung erhält.“

 

Bürgertelefon statt bis 16 Uhr nun bis 20 Uhr erreichbar

Die Zahl der Anrufe im Bürgertelefon nimmt derzeit wieder stark zu. So gingen dort in den vergangenen sieben Tagen über 1.400 Anrufe ein. Aufgrund des hohen Aufkommens ist das Bürgertelefon in dieser Woche bis Freitag zwischen 7:30 und 20 Uhr unter 05221 131500 erreichbar. Beherrschendes Thema in den Gesprächen ist die Terminvergabe für die Corona-Impfungen und die vielseitigen Probleme, die in diesem Zusammenhang aufgetreten sind.

„Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern mit unserem Bürgertelefon eine zuverlässige Informationsquelle bieten. In diesen Tagen spielt jedoch die menschliche Komponente eine entscheidende Rolle. Viele Menschen sind sehr verzweifelt, wütend und traurig über die derzeitigen Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung. Das ist absolut verständlich“, so Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner. „Wir möchten aber noch einmal betonen, dass wir auf die Terminvergabe und die in diesem Zusammenhang aufgetretenen technischen Probleme der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) keinen Einfluss haben. Wir befinden uns in einem stetigen Austausch mit den verantwortlichen Personen bei der KVWL und informieren unsere Bürgerinnen und Bürger auf dieser Basis immer so gut es geht“, versichert Altenhöner.

Die Überlastung der Buchungssysteme, das komplizierte Anmeldeverfahren und die gestern vom Netz genommene Online-Anmeldung schafften eine unruhige Lage und viel Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern.

 

Teststelle an der Oststraße 23 ändert Öffnungszeiten

Die Teststelle an der Oststraße 23 in Herford ändert ihre Öffnungszeiten. Ab dem 01. Februar  werden dort montags bis freitags zwischen 14 bis 19 Uhr und samstags und sonntags zwischen 11 bis 14 Uhr Abstriche genommen.