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Pressemitteilungen

22.03.2021

Corona Update 22.03.: 71 neue Fälle - Inzidenzwert liegt bei 124,9 - Allgemeinverfügung wird aufgehoben - Hausarztpraxen impfen ab dem 05. April - Bundeswehr unterstützt weiterhin im Impfzentrum und im Kontaktpersonen-Management

Im Kreis Herford sind über das Wochenende 71 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 7.428 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 543 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 8.118 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 124,9. 

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (130), Spenge (15), Bünde (116), Löhne (107), Vlotho (23), Enger (44), Rödinghausen (34), Hiddenhausen (25) und Kirchlengern (50).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 147 Todesfälle, wobei 127 an Corona und 20 mit Corona gestorben sind.

 

Allgemeinverfügung des Kreises wird aufgehoben

Der Kreis Herford hebt die eigentlich ab heute in Kraft tretende Allgemeinverfügung bezüglich weiterer Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens auf. Aufgrund eines heute bekanntgegebenen Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts Münster gibt es keine Rechtsgrundlage mehr.

 

Impfungen ab dem 05. April in den Hausarztpraxen

Laut aktueller Erlasslage des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) starten die Impfungen in den Hausarzt-Praxen ab dem Montag, dem 05. April. Vorgesehen ist, dass von den Hausärzt*innen zunächst schwerpunktmäßig besonders vulnerable Personen, immobile Patienten in eigener Häuslichkeit sowie Personen mit chronischen Erkrankungen geimpft werden, die gemäß § 3 der Coronavirus-Impfverordnung der Priorisierungsgruppe 2 zugeordnet sind. Dazu zählen Personen

-       mit Trisomie 21,

-       mit einer vorgenommenen Organtransplantation,

-       mit einer Demenz, einer geistigen Behinderung oder mit einer schweren psychiatrischen Erkrankung (insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression)

-       mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen

-       mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,

-       mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,

-       mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,

-       mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,

-       mit chronischer Nierenerkrankung,

-       mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)

 

„Die berechtigten Personengruppen können sich bald bei ihren Hausärzt*innen impfen lassen. Dazu haben wir heute endlich einen Erlass aus dem Gesundheitsministeriums bekommen. Damit werden sie nicht bei uns im Impfzentrum geimpft. Daher bitte ich, dass die Betroffenen sich mit ihren Hausärztinnen und Hausärzten in Verbindung setzen und alles Weitere mit diesen absprechen. Es ist schade, dass die Impfungen für die Schwererkrankten erst ab Anfang April starten. Diese Personengruppe ist besonders beängstigt und wir haben viele emotionale Schreiben und Anrufe bekommen. Wir hätten gerne jedem Einzelnen geholfen. Wir durften und konnten es aufgrund der Impfstoffknappheit aber nicht, was nicht einfach für uns war und mich persönlich auch sehr belastet hat. Ich bin immerhin dahingehend erleichtert, dass wir den Betroffenen jetzt wenigstens sagen können: Ab dem 5. April geht es in den Hausarztpraxen für euch los“, so Krisenstabsleiter Markus Altenhöner. „Hoffentlich steht dann dort auch ausreichend Impfstoff zu Verfügung.“

Im Impfzentrum des Kreises wird weiterhin nach geltender Priorisierung gemäß der Coronavirus-Impfverordnung geimpft. Das bezieht sich derzeit auf die Personen der Priorisierungsgruppe 1 sowie die Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe 2.

 

 

 

Bundeswehr unterstützt weiterhin im Impfzentrum und Kontaktpersonen-Management

 

Der Bundeswehreinsatz in Bünde (Haus Illumina) und Kirchlengern (Seniorenresidenz Klosterbauerschaft) wurde am Sonntag, den  21.03.2021, nach sechswöchiger Dauer beendet. Dort  waren insgesamt 4 Bundeswehrsoldaten eingesetzt, die im Rahmen einer Überbrückungshilfe Schnelltests für Besucher*innen, das Personal und Lieferanten durchgeführt haben.

Darüber hinaus unterstützt die Bundeswehr das Kontaktpersonen-Management des Kreis-Gesundheitsamtes weiterhin. Seit heute (Montag, den 22.03.2021) sind zehn weitere Soldat*innen dem Gesundheitsamt zugeteilt worden. Insgesamt sind es nun wieder 20 Einsatzkräfte des Aufklärungsbataillons 7 aus dem westfälischen Ahlen, die zunächst bis zum 16. April im Einsatz sind. Der Krisenstab des Kreises hatte zuvor einen Antrag auf weitere Unterstützung durch die Bundeswehr im Bereich Kontaktpersonenmanagement gestellt. Dieser wurde nun genehmigt.

 

Zudem unterstützten weiterhin 15 Soldat*innen des Panzerpionierbataillons 130 aus Minden  - ebenfalls zunächst bis zum 16. April - den Betrieb im Impfzentrum des Kreises.

 

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 42 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 25 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 7 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 4 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 11 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 11 Bewohner*innen/Patient*innen und 15 Beschäftigte infiziert. 40 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

In 41 Schulen im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 70 Schüler*innen und eine Lehrkraft.

In 13 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 14 Kindern und 2 Infektionen beim Kita-Personal.