Seiteninhalt

Pressemitteilungen

19.01.2021

Corona Update 19.01.: 9 neue Fälle - Inzidenzwert sinkt auf 114,9 - Ein weiterer Todesfall - Bürgertelefon, wichtige Informationsquelle

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 9 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 5.739 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 479 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.308 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert sinkt auf 114,9.



Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (116), Spenge (46), Bünde (51), Löhne (94), Vlotho (40), Enger (21), Rödinghausen (55), Hiddenhausen (29) und Kirchlengern (27).
Es gibt einen weiteren Todesfall zu vermelden. Es handelt sich um einen 86-jährigen Mann aus einem Altenheim in Hiddenhausen. Landrat Jürgen Müller spricht sein tiefes Mitgefühl aus. „Wir dürfen bei allem Unmut und der Ungeduld, die diese ungewisse Pandemielage mit sich bringt, nicht vergessen, was uns wirklich berührt: Unser Miteinander, unsere Fürsorge, unsere Freude und unsere Trauer. Darauf können wir gemeinsam bauen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Unser Respekt gilt denen, die in Altenheimen, in Krankenhäusern und in der Pflege ihr Bestes geben, um Zuversicht und Kraft zu spenden.“
Im Kreis Herford gibt es insgesamt 90 Todesfälle, wobei 81 an Corona und 9 mit Corona gestorben sind.

Einordnung des Infektionsgeschehens der vergangenen zwei Wochen
Der Inzidenzwert und die Fallzahlen sind im Kreisgebiet derzeit abnehmend. Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich durchschnittlich im mittleren zweistelligen Bereich. Zurzeit gibt es im Kreis Herford keine auffälligen Cluster, wohl aber nach wie vor viele Fälle in Altenheimen. In den vergangenen Wochen sind überwiegend steigende Infektionszahlen in diesem Bereich gemeldet worden.
Über ein Drittel der Infektionen hatte in den vergangenen zwei Wochen den Ursprung im familiären Umfeld. Hoch bleibt auch die Infektionsrate in Alten– und Pflegeheimen (17-21%). Die Quote der Fälle, bei denen die Ursache unbekannt ist, liegt bei 28 bis 31 %. Steigend ist derzeit die Zahl der Ansteckungen mit beruflichem Hintergrund. In der ersten Woche des Jahres lag hier der Wert bei 4 %, die Woche drauf lag der Wert bei 8 %. Reiserückkehrer (5) befinden sich kaum noch unter den 479 aktuell bestätigten Corona-Fällen. 1.578 Personen im Kreis Herford sind derzeit in Quarantäne – darunter 904 Kontaktpersonen.

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 18 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 124 Bewohner*innen/Patient*innen und 67 Beschäftigte infiziert. 17 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.
„Die bedrückende Lage in den Altenheimen hält leider an. Wir sind alle angehalten, Rücksicht und Fürsorge vor allem den Schwachen und Kranken zukommen zu lassen. Die Pandemie stellt uns als Gesellschaft vor eine große Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Bitte bleiben Sie zuversichtlich. Wir setzen viel Hoffnung in die Impfungen. Derzeit läuft die zweite Impfphase in den Altenheimen“, fasst Landrat Jürgen Müller zusammen.

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 61 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 47 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 14 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 12 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In sechs von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 3 Kindern und 3 Infektionen beim Kita-Personal.


Anzahl der Anrufe beim Bürgertelefon leicht sinkend

Die Anzahl der Anrufe beim Bürgertelefon des Kreises nimmt derzeit tendenziell etwas ab, nach dem Anfang des Jahres zunächst ein Anstieg verzeichnet wurde. Bisher gingen in diesem Jahr über 2.500 Anrufe ein.

„Wir nehmen das Bürgertelefon als wichtige Informationsquelle im Kreis Herford wahr. Dabei spielt die menschliche Komponente eine wichtige Rolle. Unsere Mitarbeitenden am Telefon begleiten Menschen in Ausnahmesituation und kümmern sich um deren Ängste und Sorgen. Seit dem Start des Bürgertelefons im März 2020 wird es sehr gut angenommen. Das sorgt für den wichtigen Informationsfluss und damit auch für eine bessere Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen. Viele Fragen beschäftigen sich immer wieder mit den neuen Regelungen. Die Ausgangssperre, die im Kreisgebiet bis zum 10.01. galt und die geltenden Kontaktbeschränkungen waren in den vergangenen zwei Wochen ein großes Thema im Bürgertelefon, ebenfalls die Impfstrategie und Fragen zum Impfzentrum.“, erklärt Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, sowie samstags von 9 bis 14 Uhr besetzt und unter 05221 131500 erreichbar.