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Pressemitteilungen

14.01.2021

Corona Update 14.01.: 52 neue Fälle - Inzidenzwert bei 141,3 - Über 3000 Menschen im Kreisgebiet geimpft - Impfverordnung legt Reihenfolge fest - fortlaufende Abstimmung mit dem MAGS

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 52 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 5.368 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 683 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.136 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 141,3.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (223), Spenge (53), Bünde (90), Löhne (130), Vlotho (46), Enger (27), Rödinghausen (48), Hiddenhausen (46) und Kirchlengern (20).
Zudem gibt es zwei weitere Todesfälle zu vermelden. Es handelt sich dabei um eine 92-jährige Frau aus einem Altenheim in Herford sowie eine 90-jährige Frau aus einem Altenheim in Löhne. Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen der Verstorbenen sein tiefes Mitgefühl aus. „Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Zuversicht. Jeder Verlust eines geliebten Menschen macht uns einmal mehr deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt ist. Gemeinsam können wir trauern, aber auch trösten – nur so gelingt es, uns selbst und unsere Mitmenschen zu schützen.“
Im Kreis Herford gibt es insgesamt 85 Todesfälle, wobei 76 an Corona und 9 mit Corona gestorben sind.

Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In drei von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei zwei Kindern und einer Infektionen beim Kita-Personal.

Situation in den Krankenhäusern und Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit werden 73 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 47 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 17 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 11 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Derzeit gibt es in 20 Einrichtungen bestätigte Fälle. Insgesamt sind 136 Bewohner*innen/Patient*innen und 58 Beschäftigte infiziert. 41 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne. Die Lage dort bleibt ernst erklärt Landrat Jürgen Müller: „Rund ein Drittel der derzeit aktuell Infizierten kommt aus diesem Bereich, in dem der Virus eine ganz besondere Gefahr darstellt. Wir sehen nun, dass die Impfstrategie genau dort ansetzt, wo sie besonders dringend ist. Wir hoffen sehr, dass die Impfungen in den Altenheimen mittelfristig die Lage stabilisiert“.

Über 3.037 Menschen im Kreisgebiet geimpft

Im Kreis Herford sind bisher 3.037 Menschen geimpft worden. Von den 33 Alten- und Pflegeheimen im Kreisgebiet wurden 32 bereits mit Impfstoff versorgt. In dieser Woche wird in dem noch verbleibenden Heim geimpft.

Seit Ende Dezember sind über 30 mobile Pflegeteams, bestehend aus einer/einem Arzt*in und 1-2 Helfer*innen, im Kreisgebiet unterwegs.
Über 1.667 Bewohner*innen in Altenheimen sowie 1.370 Mitarbeitende im Pflegebereich erhielten bisher eine Impfung. Das meldet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe. Demnach sind in Westfalen-Lippe bisher 82.600 Menschen geimpft worden.

Der Impfbericht ist unter www.corona-kvwl.de/impfbericht einzusehen und wird werktäglich aktualisiert. Die ersten Zahlen beziehen sich auf die Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen. Später sollen auch die Daten der (noch nicht geöffneten) Impfzentren mit einfließen.

Impfverordnung legt Reihenfolge fest – fortlaufende Abstimmung mit dem MAGS

Laut NRW-Gesundheitsministerium soll in ganz NRW am 1.Februar die Arbeit der Impfzentren starten. Geplant ist derzeit ein Betrieb von 14 bis 20 Uhr an mindestens 5 Tagen in der Woche.
In den Impfzentren sollen zunächst die Bürger*innen, die 80 Jahre oder älter sind und einen Termin vereinbart haben, geimpft werden. Im Vorfeld wird an diese Personengruppe ein Informationsschreiben verschickt – dieses ist in Arbeit und wird von den Kommunen bzw. den Kreisen Ende kommender Woche verschickt. Die Terminvergabe erfolgt online oder telefonisch ab dem 25.01.2021. Eine Terminvergabe vor dem 25.01. findet nicht statt. Weitere Informationen werden rechtzeitig veröffentlicht.

Krankenhäuser sollen laut Gesundheitsministerium ab der kommenden Woche Impfdosen erhalten. Zunächst sollen die Mitarbeitenden der Covid- und Intensivstationen im Krankenhaus geimpft werden. Die Mitarbeitenden in der ambulanten Pflege und dem Rettungsdienst werden als priorisierte Personengruppe in den Impfzentren geimpft.

Im Kreis Herford befindet sich das Impfzentrum in Enger-Besenkamp im Industriezentrum am Bustedter Weg 16.

Die Impfreihenfolge und die Priorisierung bestimmter Personengruppen sind in der bundesweiten Coronavirus-Impfverordnung festgelegt.

„Wir als Kreis Herford können uns über diese Impfverordnung nicht hinwegsetzen. Die Impfdosen kommen nicht alle auf einmal, sodass wir nach einer klar festgelegten Reihenfolge vorgehen, um die Menschen zu schützen, die den Schutz dringend benötigen“, erklärt Krisenstabsleiter Markus Altenhöner: „Wie konkret die Umsetzung in NRW bei uns erfolgt, hängt immer von den Vorgaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) ab. Wir befinden uns in einem stetigen Austausch“, so Altenhöner. „Sobald es weitere neue Regelungen gibt, werden wir unmittelbar die Öffentlichkeit informieren“.

Die Impffolge der Coronavirus-Impfverordnung richtet sich nach unterschiedlichen Impfgruppen. Nach der Impfgruppe mit höchster Priorität (§2) folgen die Impfgruppen mit hoher Priorität (§3).

§ 2
Schutzimpfungen mit höchster Priorität
Folgende Personen haben mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:
1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger ,Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.


§ 3
Schutzimpfungen mit hoher Priorität
Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:
1. Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
2. Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
a) Personen mit Trisomie 21,
b) Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung,
c) Personen nach Organtransplantation,
3. eine enge Kontaktperson
a) von pflegebedürftigen Personen nach § 2 Nummer 1 und nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,
b) von schwangeren Personen, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,
4. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen ,mtätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
5. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren ,mPatientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
6. Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
7. Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
8. Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind.