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Pressemitteilungen

08.01.2021

Corona Update 08.01.: 71 neue Corona-Fälle - Ein weiterer Todesfall - Allgemeinverfügung endet am 11.01.2021 - Corona-Fälle in der ZUE

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 71 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 5.080 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 693 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 5.850 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert steigt auf 181,2.

Zudem gibt es einen weiteren Todesfall zu vermelden. Ein 65-jähriger Mann aus Enger ist am Corona-Virus verstorben. „Die täglich steigenden Todeszahlen machen uns jedes Mal bewusst, wie gefährlich dieses Virus ist. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Verstorbenen, die einen lieben Menschen verloren haben.“

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 77 Todesfälle, wobei 68 an Corona und 9 mit Corona gestorben sind.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (241), Spenge (44), Bünde (99), Löhne (131), Vlotho (28), Enger (35), Rödinghausen (40), Hiddenhausen (53) und Kirchlengern (22).

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 74 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 59 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 14 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 10 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Situation in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

23 Einrichtungen sind betroffen. Insgesamt sind 102 Bewohner*innen/Patient*innen und 41 Beschäftigte infiziert. 29 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

 

Corona-Fälle in der ZUE

Nach einer Massentestung in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Herford (ZUE HF) wurden 41 Bewohner*innen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Das Gesundheitsamt befindet sich in enger Absprache mit allen Beteiligten.

 

Allgemeinverfügung endet am 11.01.2021– Neue Beratungen stehen an – Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Die Bürgermeister und der Landrat haben sich heute zu der aktuellen Corona-Situation und den neuen Regelungen im Kreis Herford beraten. Die seit dem 24.12.2020 geltende befristete Allgemeinverfügung wird am 11.01.2021 enden. Damit gelten ab diesem Zeitpunkt zuvor beschlossene Maßnahmen wie die Ausgangssperre oder eine Maskenpflicht in Fahrzeugen und am Arbeitsplatz zunächst nicht mehr.

Die Bürgermeisterin, die Bürgermeister und der Landrat werden sich zeitnah über das weitere Vorgehen beraten. „Aufgrund der rechtlichen Bestimmungen werden wir uns dann über eine neue Allgemeinverfügung abstimmen, wenn die 7-Tage-Inzidenz wieder über einen Wert von 200 steigt“, so die Bürgermeisterin, die Bürgermeister und der Landrat. „Nach jetziger Prognose wird das in der nächsten Woche der Fall sein. Sollte der Inzidenzwert bereits am Wochenende diese Marke überschreiten, werden wir uns bereits am Sonntagnachmittag austauschen“.

Landrat Jürgen Müller appelliert zudem eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontaktbeschränkungen und die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. „Die Infektionszahlen steigen wieder an. Es geht ganz klar darum, die Kapazitäten in unseren Krankenhäusern nicht zu übersteigen. Zudem steht das dortige Personal unter sehr großer Belastung. Es muss verhindert werden, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken immer weiter ansteigt. Die Situation bleibt ernst“, so Jürgen Müller.

Der Landrat hat zudem positiv aufgenommen, dass die Landesregierung am heutigen Tag die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht hat, die ab dem 11.01.2021 in Kraft tritt. „Das gibt den Verwaltungen im Kreis Herford Zeit, sich auf die Änderungen rechtzeitig einzustellen, vorzubereiten und darüber hinaus die Bürgerinnen und Bürger zu informieren“, so Jürgen Müller.

 

Die wichtigsten Neuerungen in der Coronaschutzverordnung und Coronabetreuungsverordnung

Treffen von mehreren Personen:

Ein Treffen ist nur noch mit einem Hausstand und einer weiteren Person möglich. Ein von dieser Person zu betreuendes Kind des eigenen Hausstandes ist als Begleitung zulässig.

Ein Treffen mit mehreren Personen ist daneben u.a. auch zulässig zur Beaufsichtigung von minderjährigen und unterstützungsbedürftigen Personen sowie zur Wahrnehmung von Umgangsrechten.

Ein Treffen mit einer festen und namentlich dokumentierten Gruppe von bis zu 5 Personen ist zulässig für dringend erforderliche Veranstaltungen zur Jagdausübung. . Hierzu zählen solche Veranstaltungen, die durch die zuständige unter Jagdbehörde als dringend erforderlich sie zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation vor dem 31. Januar 2021 festgestellt wurden.

Bibliotheken:

In (Hochschul-)Bibliotheken ist die Abholung und Auslieferung bestellter Medien sowie die Rückgabe nur zulässig, wenn dies unter Beachtung der Schutzmaßnahmen möglichst kontaktfrei erfolgen kann. Die Städte und Gemeinden informieren zeitnah über die genaue Umsetzung vor Ort.

Betrieb von Fahrschulen:

Praktische Ausbildungen der Fahrschulen einschließlich der Prüfung dürfen fortgesetzt werden, wenn bereits mehr als die Hälfte der verpflichtenden Ausbildungsstunden absolviert wurden. Im Fahrzeug ist von Fahrlehrer*innen, Fahrschüler*innen sowie den Prüfungspersonen – soweit gesundheitlich und unter Sicherheitsaspekten vertretbar – mindestens eine FFP2-Maske zu tragen.

Schule:

Spätestens am 13.01 muss in allen Schulformen und –stufen ein Wechsel in den Distanzunterricht erfolgen. Für die Klassen 1 bis 6 wird ein Betreuungsangebot gemacht, es findet jedoch kein regulärer Unterricht statt Die Schüler*innen nehmen in der Schule am Distanzunterricht ihrer Lerngruppe statt. Es gilt jedoch der Appell, dass die Kinder möglichst zuhause betreut werden. Bei Schüler*innen mit besonderem sonderpädagogischem Förderbedarf ist das Betreuungsangebot auf weitere Altersgruppen auszuweiten, wenn dies in Abstimmung mit den Eltern erforderlich ist.

Kindertagesbetreuung:

Kindertageseinrichtungen bleiben grundsätzlich geöffnet, es findet jedoch ein eingeschränkter Pandemiebetrieb statt. In den Einrichtungen ist eine Gruppentrennung – auch in den Randstunden – umzusetzen (= fest zugeordnete Räumlichkeiten, eine feste Zusammensetzung, d.h. immer dieselben Kinder und in der Regel ein fester Personalstamm) und dafür Sorge zu tragen, dass die verschiedenen Gruppen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben.

Um diese Gruppentrennung umsetzen zu können, wird der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen landesweit für jedes Kind um 10 Wochenstunden eingeschränkt. Höhere Betreuungsumfänge sind möglich, sofern die Personalressourcen dies zulassen und eine Überlastung der Gesamtsituation in der Einrichtung ausgeschlossen werden kann. Die Entscheidung hierüber obliegt der jeweiligen Einrichtung.

In der Kindertagespflege erfolgt die Betreuung der Kinder grundsätzlich im vollen zeitlichen Umfang der Betreuungsverträge. Unabhängig von den bestehenden Betreuungsangeboten wird jedoch der dringende Appell aufrechterhalten, dass Eltern ihre Kinder soweit möglich selbst betreuen und sowohl die Angebote der Kindertageseinrichtungen als auch die Angebote der Kindertagespflege nur dann in Anspruch nehmen sollen, sowie dies erforderlich ist.

Sonstiges:

Betriebskantinen und Mensen dürfen dann ausnahmsweise geöffnet bleiben, wenn sonst die Arbeitsabläufe bzw. ein nach dieser Verordnung noch zulässiger Bildungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden könnte.