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Pressemitteilungen

07.01.2021

Corona Update 07.01.: 115 neue Corona-Fälle - Zahl der Todesfälle steigt weiter - Ausgangssperre im Kreis Herford gilt nach wie vor

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 115 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 4.933 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 710 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 5.779 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert steigt auf 172,4.

Es gibt 4 weitere Corona-Todesfälle. Bei drei Todesfällen handelt es sich um Bewohnerinnen (88 Jahre, 99 Jahre, 87 Jahre) eines Altenheims in Löhne, Herford und Hiddenhausen. Bei dem vierten Todesfall handelt es sich um einen 80-jährigen aus Bünde. Im Kreis Herford gibt es nun insgesamt 76 Todesfälle, davon sind 67 an Corona und 9 mit Corona gestorben. Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „In den Pflegeheimen trifft das Virus leider oft auf kranke und geschwächte Menschen, die durch eine Infektion besonders gefährdet sind. Ich möchte den Familien und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Wir sind in diesen schweren Zeiten in Gedanken bei Ihnen.“

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (242), Spenge (43), Bünde (110), Löhne (136), Vlotho (28), Enger (34), Rödinghausen (38), Hiddenhausen (54) und Kirchlengern (25).


Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 82 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 57 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 13 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 10 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).


Situation in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

22 Einrichtungen sind betroffen. Insgesamt sind 99 Bewohner*innen/Patient*innen und 40 Beschäftigte infiziert. 28 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.


Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

An 6 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 6 Kindern und 2 Infektionen beim Kita-Personal.


Ausgangssperre gilt im Kreisgebiet nach wie vor

Der Kreis Herford weist daraufhin, dass im Kreisgebiet nach wie vor die Ausgangssperre gilt. Sie gilt im Zuge einer Allgemeinverfügung seit dem 24.12.2020 und bis zum 10.01.2021.
Wegen einer widersprüchlichen Aussage des NRW Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, hatte es Irritationen wegen der verhängten Ausgangssperren gegeben. Laumann hatte gestern in einer TV-Sendung erklärt, dass die Ausgangssperren ausgesetzt worden seien.

Die Aussage von Minister Laumann kann der Kreis Herford nicht nachvollziehen. Wegen des lokalen Infektionsgeschehens haben in Abstimmung mit dem Ministerium, welches von Herrn Laumann geleitet wird, neben dem Kreis Herford auch andere Kreise tatsächlich noch eine Ausgangssperre.

Die Ausgangssperre im Kreis Herford ist ein – durch gerichtliche Überprüfung – zulässiges und geeignetes Mittel, um das Infektionsgeschehen zu reduzieren, auch wenn der Inzidenzwert unter 200 gefallen ist. Mit einer Inzidenz von 172,4 hat der Kreis Herford derzeit einen recht hohen Inzidenzwert unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Der Kreis geht zu dem von weiter steigenden Zahlen aus.
Ausweislich der Veröffentlichung des RKI ist bei der Interpretation der Fallzahlen zudem zu beachten, dass während der Weihnachts- und Neujahrsfeiertage weniger Personen einen Arzt aufgesucht haben und dadurch wohl weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Die tatsächlichen Infektionszahlen dürften somit höher sein.
Täglich wird die Corona-Lage im Kreis Herford kritisch ausgewertet und bewertet. Hierbei werden die Entwicklung der Tagesinzidenz, das allgemeine Infektionsgeschehen und die Lage in den Krankenhäuern sowie in der Kontaktnachverfolgung berücksichtigt. Ein nachhaltiger Rückgang des Infektionsgeschehens und eine Entlastung des öffentlichen Gesundheitswesens bzw. der Krankenhäuser sind bisher nicht eingetreten. Die weitergehenden Beschränkungen haben als Schutzmaßnahme im Kreis Herford also nach wie vor ihre Berechtigung.