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Pressemitteilungen

05.02.2021

Corona Update 05.02.: 39 neue Fälle - Inzidenzwert liegt bei 73 - Mutation auch im Kreis Herford nachgewiesen - 5 neue Todesfälle - Impfzentrum bereitet sich auf Start am Montag vor - Kreis stellt erneut Antrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern 39 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 6.425 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 339 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.889 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 73.



Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (66), Spenge (11), Bünde (51), Löhne (69), Vlotho (27), Enger (39), Rödinghausen (30), Hiddenhausen (22) und Kirchlengern (24).

Zudem gibt es 5 weitere Todesfälle zu vermelden. Dabei handelt es sich um eine 94-jährige Frau und eine 90-jährige Frau aus einer Pflegeinrichtung in Löhne, eine 97-jährige Frau und eine 92-jährige Frau aus einer Pflegeinrichtung in Enger und einen 94-jährigen Mann aus einer Pflegeinrichtung in Spenge.

Landrat Jürgen Müller spricht sein tiefes Mitgefühl aus. „Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft für die Zeit der Trauer. Ich wünsche Ihnen auch Hoffnung und Zuversicht, die sich bei der Auseinandersetzung mit dem Abschied oft auch gerade in der Gemeinschaft zeigt. Den Mitarbeitenden in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zeuge ich großen Respekt und bedanke mich für die unermesslich wichtige Versorgung und die Fürsorge. Ich weiß, dass diese ihnen auferlegte Arbeit unglaublich viel Kraft erfordert und oft über die Grenzen der Belastbarkeit hinausgeht.“

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 125 Todesfälle, wobei 109 an Corona und 16 mit Corona gestorben sind.

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 36 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 28 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 12 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 6 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).


Corona-Mutation erreicht den Kreis Herford

Im Kreis Herford ist eine britische Mutation des Corona-Virus nachgewiesen worden. Er handelt sich um einen Mann aus Kirchlengern. Der Fall wurde bei einem Laborscreening bestätigt. 4 Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Hinzu gibt es 6 Kontaktpersonen zu Infizierten mit dem britischen Mutanten und 11 Kontaktpersonen zu Infizierten mit dem südafrikanischen Mutanten. Die Ursprünge der Infektionsketten befinden sich außerhalb des Kreises Herford.

Gesundheitsdezernent Norbert Burmann informiert über das Vorgehen: „Die Fälle wurden gestern bekannt, unser Gesundheitsamt hat umgehend reagiert. Der Infizierte und die Kontaktpersonen sind in Quarantäne. In diesen Fällen sind strengere Regelungen nötig. Das Gesundheitsamt orientiert sich eng an den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes und geht in diesen Fällen auch darüber hinaus, denn die mutierten Viren gelten als weitaus ansteckender.“

Landrat Jürgen Müller mit einer Einschätzung der Lage: „Auch wenn es nur eine Frage der Zeit war, wann diese mutierte Variante in den Kreis Herford nachgewiesen wird, sind wir sehr besorgt. Unser oberstes Ziel bleibt es, die Ausbreitung zu verhindern. Auch wenn die Inzidenzwerte in den vergangenen Tagen rückläufig waren, zählt es nun einmal mehr, die bestehenden Regeln streng zu beachten und sehr vorsichtig zu sein. Wir haben die Lage im Blick, ergänzende Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen schließen wir grundsätzlich nicht aus. Wir alle stehen seit Monaten vor einer großen gesellschaftlichen Herausforderung, die uns zwingt gemeinsam zu handeln.“


Letzte Vorbereitungen im Impfzentrum

Kreis Herford. Am Montag, den 08. Februar um 14 Uhr, startet der Impfbetrieb im Impfzentrum des Kreises Herford. Bis es losgehen kann, werden noch einige Arbeitsplätze eingerichtet, die in den Impfablauf involviert sind. Zudem wird ein Wetterschutz-Zelt aufgebaut, das sich über den Weg vom Parkplatz bis zum Container für die Anmeldung erstreckt. Darüber hinaus müssen die Mitarbeiter*innen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Soldat*innen der Bundeswehr und das Reinigungspersonal in ihre Aufgaben eingewiesen werden. Des Weiteren werden die Räumlichkeiten für die Nachbeobachtung erweitert, um dort zusätzlich Folgetermine vereinbaren zu können.

In den kommenden Tagen und Wochen sind für den Betrieb des Impfzentrums tagtäglich rund 60 Personen im Einsatz. Dazu zählen rund 20 Mitarbeiter*innen des DRK, 15 Soldat*innen der Bundeswehr, das Reinigungspersonal, der Sicherheitsdienst sowie zusätzliches Personal der Kreisverwaltung. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) stellt das medizinische Fachpersonal. Darunter sind medizinische Fachangestellte und Ärzt*innen, die die Impflinge während des Impfvorgangs betreuen und für alle medizinischen Fragen zuständig sind.

Neben den Impfungen organisiert die KVWL auch die Terminvergabe. Der Kreis Herford ist für sämtliche Infrastrukturfragen zuständig. Die beinhalten die Planung, den Betrieb und die Logistik. Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner ist stolz auf die Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung und freut sich auf den Impfstart:

„Mein Team hat hier vor Ort in den letzten Wochen super Arbeit geleistet. Wir haben die Rahmenbedingungen für einen professionellen Impfablauf geschaffen. Es kann losgehen“, so Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

Die Arbeit ist damit aber noch nicht getan: „Wir erwarten, dass uns in der Zukunft größere Impfstoffmengen von weiteren Impfstoffanbietern zur Verfügung stehen werden und wir somit noch mehr Bürgerinnen und Bürger im Impfzentrum impfen können. Das bedeutet, dass die Infrastruktur jeweils immer wieder neu angepasst werden muss. Uns erwarten also auch in der Zukunft noch einige Herausforderungen im Impfzentrum“, so Markus Altenhöner.

Am Montag werden im Impfzentrum des Kreises 153 Personen geimpft. In der gesamten ersten Woche werden dann über 900 Impfungen stattgefunden haben.


Kreis stellt erneut Antrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr

Kreis Herford. Voraussichtlich ab der nächsten Woche unterstützen Bundeswehrsoldaten zwei Senioreneinrichtungen im Kreis Herford bei der Durchführung von Corona-Schnelltests. Der Kreis hatte zuvor eine Abfrage bei den stationären Senioreneinrichtungen, Pflegewohngruppen und der stationären Eingliederungshilfe (für Menschen mit Behinderung oder von Behinderung bedroht) gestartet. Diese Einrichtungen müssen regelmäßig ihre Mitarbeiter, Bewohner und Besucher testen, was zu einem vergleichsweise hohen Aufwand führt.

Es haben zwei Einrichtungen – das Haus Illumina in Bünde und die Seniorenresidenz Klosterbauerschaft in Kirchlengern - Bedarf angemeldet. Daraufhin hat der Kreis zusammen mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr am Donnerstag, den 04. Februar, einen Hilfeleistungsantrag bei der Bundeswehr gestellt. Angefordert worden sind 4 Bundeswehrsoldaten für einen Zeitraum von drei Wochen.