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Pressemitteilungen

05.01.2021

Corona Update 05.01.: 9 weitere Todesfälle - »Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch«

Kreis Herford. Im Kreis Herford gibt es 9 weitere Corona-Todesfälle zu vermelden. Es handelt es sich um einen 87-jährigen aus Enger, einen 75 und 92-jährigen aus Herford, eine 93-jährige aus einem Altenheim in Hiddenhausen, eine 85-jährige und ein 59-jährigen aus Hiddenhausen, einem 84 und 89-jährigen aus Löhne und einem 66 Jahre alten Mann aus Rödinghausen. Sie sind zwischen dem 20.12.2020 und dem 03.01.2021 verstorben. „Dieser Anstieg der Todesfälle ist erschreckend, denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch, das dürfen wir nicht vergessen. Allen Angehörigen der Verstorbenen gilt mein tiefes Mitgefühl“, hebt Landrat Jürgen Müller hervor.

Im Kreis Herford sind seit gestern wieder 70 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 4.825 Personen gelten als genesen, sodass es derzeit kreisweit 688 aktuell bestätigte Fälle gibt. Insgesamt sind 5.578 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert steigt auf 171,2. Insgesamt gibt es 65 Todesfälle, davon sind 57 an Corona und 8 mit Corona gestorben.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (218), Spenge (32), Bünde (111), Löhne (135), Vlotho (24), Enger (33), Rödinghausen (29), Hiddenhausen (76) und Kirchlengern (30).

Einordnung des Infektionsgeschehens

Der Inzidenzwert sowie auch die Fallzahlen steigen, wie erwartet, wieder an. „Mit einer Inzidenz von 171,2 haben wir im Kreis Herford den dritthöchsten Inzidenzwert unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Es zeigt sich, dass die strengeren Schutzmaßnahmen auch weiterhin ihre Daseins-Berechtigung haben, besonders wenn ich die besorgniserregenden Situationen in unseren Krankenhäusern und Altenheimen betrachte. Ich bitte Sie erneut um eine gemeinsame Sorge und das notwendige Miteinander in der Gesellschaft. Schützen Sie in Ihrem Umfeld vor allem Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko, und meiden Sie nicht notwendige Kontakte.“, appelliert Landrat Jürgen Müller.

Zurzeit gibt es im Kreis Herford keine Cluster, sondern es herrscht nach wie vor ein diffuses Ausbruchsgeschehen. 36 % der Infektionen haben ihren Ursprung im familiären Umfeld. Fast genauso hoch, mit 34 % der Fälle, ist der Infektionsursprung unbekannt. Die Ansteckungen mit beruflichem Hintergrund liegen bei 11%. Reiserückkehrer (3) befinden sich kaum noch unter den 688 aktuell bestätigten Corona-Fällen. 1.885 Personen im Kreis Herford sind derzeit in Quarantäne – darunter 1.197 Kontaktpersonen.

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 85 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 60 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 14 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 10 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

 

Situation in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit sind 25 Einrichtungen betroffen. Insgesamt sind 66 Bewohner*innen/Patient*innen und 32 Beschäftigte infiziert. 27 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

 

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Derzeit sind im Kreis Herford an 26 von insgesamt 92 Schulen bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen von insgesamt 29 Schüler*innen und 3 Infektionen beim Schulpersonal.

An 7 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 6 Kindern und 3 Infektionen beim Kita-Personal.

Aktuelle Corona-Einreiseverordnung

 In der aktuell gültigen Fassung der Coronaeinreiseverordnung gibt es Änderungen in Bezug auf Reisende in und aus dem vereinigten Königreich und Südafrika sowie anderer Staaten, die als Risikogebiet eingestuft sind. Innerhalb von 48 Stunden nach Einreise aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika muss den zuständigen Gesundheitsbehörden ein Coronatestergebnis vorgelegt werden. Fünf Tage nach der Einreise aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika muss ein zweiter Test durchgeführt werden. Soweit dieser negativ ausfällt, ist man aus der häuslichen Absonderung entlassen.

Einreisende aus Risikogebieten müssen sich ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben, wenn sie sich nicht höchstens 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise einem Corona-Test unterzogen haben. Unterbleibt die Einreisetestung, wird die einzuhaltende Absonderung durch das negative Ergebnis eines später vorgenommenen Tests beendet (Freitestung), der jederzeit nach der Einreise erfolgen kann.