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Pressemitteilungen

14.10.2021

Corona-Kaninchen warten auf neue Besitzer - Kreisdirektor besucht Tierheim Vlotho und übergibt 5.000 Euro Check

Die Corona-Krise hat sich auf alle möglichen Bereiche ausgewirkt – und auch die Tierheime im Kreisgebiet haben sie kräftig zu spüren bekommen. Der Grund: Eine deutliche Zunahme von Tieren, die betreut werden müssen.

Denn viele Menschen haben sich während des Lockdowns Haustiere angeschafft und dabei eines unterschätzt: Das Halten von Tieren ist

aufwändig. Sich für die Tiere dauerhaft Zeit zu nehmen und ihnen dabei viel Fürsorge und Liebe entgegenzubringen, ist unverzichtbar und mit viel Arbeit verbunden.

Die Folge: Im Tierheim Eichenhof in Vlotho hat sich der Anzahl der Kleintiere nun fast verdoppelt. Über 20 Kaninchen und sechs Ratten sind hier mittlerweile untergebracht. Hinzu kommen 76 Katzen und 14 Hunde. Allesamt haben meist eine traurige Geschichte hinter sich – einige wurden in Kartons ausgesetzt oder halb verhungert eingefangen – andere wieder einfach abgegeben oder beschlagnahmt.

„Viele unserer Tiere müssen erstmal isoliert in unsere Quarantänestation, denn wir wissen oft nicht, ob sie Krankheiten haben oder ob sie geimpft sind. Das ist meist der Fall, wenn wir illegal eingeführte Welpen übernehmen. Die kleinen Hunde sind sehr häufig krank und geschwächt, aber wir sind froh, wenn illegale Händler erwischt werden“, hebt Annette Kortekamp vor. Sie ist die erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Vlotho, der das fast 55 Jahre alte Tierheim 1991 übernommen hat.

Kreisdirektor Markus Altenhöner und Veterinäramts-Leiterin Dr. Tanja Hochstetter machten sich vor Ort ein Bild von der Situation. Und hatten zugleich einen Check dabei: Denn der Kreis Herford bezuschusst jährlich die drei Tierheime im Kreisgebiet mit insgesamt 15.000 Euro – je 5.000 Euro für jedes Tierheim. „Es ist eine freiwillige Hilfe und ein Dank für den unermüdlichen Einsatz der zumeist ehrenamtlich Tätigen in den Tierheimen. Wir möchten dazu beitragen, dass sich so engagierte Menschen wie Frau Kortekamp und ihr Team auch weiterhin um die Tiere gut kümmern können“, erklärt Kreisdirektor Markus Altenhöner.

Auch Tanja Hochstetter weiß die Arbeit zu schätzen: „Wir arbeiten sehr gut und eng mit den drei Tierheimen im Kreisgebiet zusammen – ohne ihre Hilfe könnten wir beschlagnahmte Tiere gar nicht oder nur sehr schwer unterbringen. Sie sind unerlässlich für unsere Arbeit und für das Wohl der Tiere.“

Zum Wohl der Tiere trägt auch das gerade fertiggestellte Katzenhaus des Tierheimes bei. Jedes Zimmer dort hat eine eigene eingegitterte und überdachte Außenterrasse. Hier leben seit zwei Wochen Semmel und Brösel: Die beiden ganz besonders hübschen jungen Kater warten auf eine gemeinsame Vermittlung, denn sie sind zusammen aufgewachsen. Semmel besticht durch ihr komplett weißes Fell und Brösel ist ein hübscher graugetigerter Kater mit goldenen Augen. Dass die beiden ein tolles Team sind, haben jetzt auch Markus Altenhöner und Tanja Hochstetter hautnah erlebt.