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Pressemitteilungen

06.05.2021

AstraZeneca: Zusätzliches Impfangebot in den Arztpraxen

Der Kreis Herford hat zuletzt einige Anfragen von Menschen über 60 Jahren erhalten, die wissen möchten, wo es möglich ist, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen. Diese Möglichkeit besteht derzeit in größerem Umfang bei den Hausärztinnen und Hausärzten.

Dr. Patrick Diekmann, Facharzt für Allgemeinmedizin und ärztlicher Leiter des Impfzentrums des Kreises Herford, wirbt dafür, den AstraZeneca-Impfstoff in Anspruch zu nehmen: „Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Erkrankung und sollte es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommen, mildert er erheblich die Symptome“, so Dr. Diekmann.

Die häufig beschriebenen Impfreaktionen nach einer Impfung mit AstraZeneca seien von kurzer Dauer und spiegeln in der Regel die normale Immunantwort des Körpers wider. Das Risiko von schweren Nebenwirkungen stuft die oberste deutsche Impfbehörde bei AstraZeneca als sehr gering ein, besonders in der Altersklasse der über 60-Jährigen. „Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Corona zu infizieren und ernsthaft zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher, als tatsächlich mit den Nebenwirkungen konfrontiert zu werden“, so Dr. Diekmann, der ergänzt:

„Die Hausärztinnen und Hausärzte im Kreis Herford sollen und wollen so schnell wie möglich impfen, doch viele Impfdosen liegen ungenutzt in den Praxen. Das sollte sich ändern, denn ansonsten verlangsamt das die Impfkampagne“.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, AstraZeneca nur an über 60-Jährige zu verimpfen. Daher ist es wünschenswert, wenn die über 60-Jährigen auch diesen Impfstoff in den Arztpraxen nutzen würden. Denn ansonsten müssen vor allem jüngere Menschen länger auf eine Impfung warten, während AstraZeneca ungenützt in den Kühlschränken liegen bleibt.

Auch Krisenstabsleiter Markus Altenhöner plädiert dafür, dass diese Impfdosen jetzt auch genutzt werden: „In den Arztpraxen ist reichlich AstraZeneca vorhanden. Ich hoffe sehr, dass der Impfstoff insbesondere von den Personen genutzt wird, für die der Impfstoff von der STIKO empfohlen ist. Neben dem Selbstschutz leistet jeder einzelne einen Beitrag zur Pandemiebewältigung. Wir brauchen auch jetzt – mitten in der Impfkampagne – Solidarität und einen Gemeinschaftsgedanken. Das hat uns in der Vergangenheit immer ausgezeichnet – und das wird uns auch in der jetzigen Phase helfen“, so Altenhöner.