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Pressemitteilungen

29.09.2023

Alle zusammen für eine noch bessere Integrationsarbeit - Fachtag zum »KIM« im Kreishaus

Knapp 100 Fachkräfte aus Kommunalen Integrationszentren, Ausländer- und Einbürgerungsbehörden, Städten und Gemeinden sowie Wohlfahrtsverbänden tauschen sich untereinander und mit Ministeriums-Vertretern aus

Kreis Herford. Wie kann die Integrationsarbeit weiter verbessert werden? Wie können sich alle Akteur*innen noch besser und effektiver aufeinander abstimmen, um Menschen mit Einwanderungsgeschichte eine schnelle Integration zu erleichtern?

Diese Fragestellungen waren Thema beim ersten OWL-weiten Fachtag zum Landesförderprogramm „Kommunales Integrationsmanagement (KIM)“ NRW. Gastgeber war das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Herford – stellvertretend für alle KIMs in OWL.

Was ist KIM?

Die Integration von neuzugewanderten Menschen ist mit vielen Fragestellungen zu Aufenthaltsstatus, Wohnsituation, Gesundheit, Ausbildung, Beschäftigung und Spracherwerb verbunden. Diese Themen fallen mitunter in viele verschiedene Zuständigkeiten bei Ämtern, Behörden und weiteren Akteur*innen der Integrationsarbeit.

Das alles zu überblicken, stellt neuzugewanderte Menschen vor enorme Herausforderungen und erschwert den Prozess oftmals. Das Land stellt den Kommunalen Integrationszentren mit KIM finanzielle Mittel zur Verfügung, um genau hier anzusetzen. Es können vor Ort weitere Fachkräfte eingestellt werden, unter anderem sogenannte Case-Manager*innen. Diese begleiten Einzelfälle und machen Lücken und Verbesserungsbedarfe in der Integrationsarbeit ausfindig. Mit diesen Erkenntnissen können dann auf der organisatorischen Ebene Lösungen gefunden und Prozesse verbessert werden.

Mit KIM wird die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Akteur*innen gefördert - auch außerhalb der Behörden. Ziel ist, die klassischen Grenzen kommunaler Verwaltungszuständigkeiten zu überwinden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit auf OWL-Ebene, weshalb sich alle Akteure der Integrationsarbeit, die im Kontext KIM tätig sind, im Rahmen eines gemeinsamen

Fachtages im Kreishaus nun intensiv ausgetauscht haben. Der Tagesablauf war geprägt von einem spannenden Input, Workshops und Diskussionsrunden.

Dr. Stefan Buchholt vom Ministerium für Flucht und Integration des Landes NRW lobte auf dem Fachtag die Zusammenarbeit aller Akteure der Integrationsarbeit in OWL: „Die Netzwerkarbeit ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Integrationsarbeit. Der Gedanke der Vernetzung und des aktiven Austauschs über unterschiedliche Handlungsfelder hinweg funktioniert in Ostwestfalen wirklich sehr gut“. 

Das weiß auch Norbert Burmann, zuständiger Dezernent beim Kreis Herford. Er hebt die Relevanz des KIM-Programms hervor: „Seit Ende 2022 befindet sich KIM bei uns im Kreis Herford in der Umsetzung. Wir merken, dass es sehr effektiv dabei helfen kann, Prozesse besser aufeinander abzustimmen, Lücken zu schließen und die vielen verschiedenen Akteur*innen noch effektiver zusammenzubringen. Das alles dient letztlich den Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die wir schnellst integrieren möchten“.

Info: Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Herford

Das  Kommunale Integrationszentrum des Kreises Herford (KI) ging am 01. August 2014 an den Start. Heute arbeiten über 20 engagierte Kolleginnen und Kollegen tagtäglich daran, ein inklusives und weltoffenes Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Menschen im Kreis Herford wohlfühlen.

Das Integrationszentrum ist in zwölf Fachbereiche aufgeteilt. Darunter etwa die Interkulturelle Leseförderung, Migration und Gesundheit, KOMM-AN NRW oder die Unterstützung beim Arbeitsmarktzugang.

Es ist darauf professionalisiert, die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Einwanderungsgeschichte aufzugreifen und sich ihren speziellen Herausforderungen zu widmen. Das KI sieht sich dabei schwerpunktmäßig als Dienstleister und Unterstützer der bestehenden Akteur*innen in der Integrationsarbeit im Kreis.