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Pressemitteilungen

15.09.2021

»Hilfe beim Ankommen« - Muttersprachliche Assistent*innen gesucht

Kürzlich aus dem Ausland zugezogene Mitbürger*innen sehen sich oft mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, wenn es darum geht, sich in Deutschland einzufinden – angefangen bei der deutschen Sprache. Das zeigt sich insbesondere bei Behördengängen. Doch hier gibt es Hilfe: Die Rede ist dabei von sogenannten Muttersprachlichen Assistent*innen (MA), die im Rahmen eines vom Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderten Projektes eingesetzt werden.

Muttersprachliche Assistent*innen (MA) begleiten Termine bei öffentlichen Institutionen. Zum Beispiel bei Behörden, gemeinnützigen Einrichtungen, Beratungsstellen, Kitas und Schulen. Sie übertragen dabei mündliche oder schriftliche Texte, überwinden für beide Seiten die sprachlichen und kulturellen Barrieren und fördern somit das gemeinsame Miteinander in unserer Gesellschaft. Darüber hinaus vermitteln sie Gespräche und Anschlusskontakte.

Die „MA“ sind allerdings keine professionellen Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Demnach nehmen sie keine Übersetzung von komplexen Texten oder solchen mit Rechtsfolgen wahr. Ausgeschlossen sind also Gespräche im medizinischen und juristischen Bereich sowie die Begleitung von bestimmten Personen über einen längeren Zeitraum.

Die genannten Öffentlichen Institutionen können Muttersprachliche Assistent*Innen zur sprachlich-kulturellen Vermittlung beim Kommunalen Integrationszentrum des Kreises (KI) anfragen, damit diese bei Gesprächen unterstützen. Dafür steht ein Onlineformular auf der Kreis-Homepage unter https://www.kreis-herford.de/WIR/Zugewanderte-und-Integration-/KI-Förder­programme/Muttersprachliche-Assistenz zur Verfügung.

Muttersprachliche Assistent*innen dringend gesucht

Um als Muttersprachliche/r Assistent*in tätig sein zu können, muss zunächst eine Schulung beim Kommunalen Integrationszentrum erfolgen. Diese Schulungen finden zweimal jährlich statt - die Teilnahme an mindestens einer davon ist verpflichtend. Die nächste Schulung ist im Herbst geplant. Es sind noch Plätze frei.

Derzeit können mit Hilfe der „MA“ insgesamt 13 Sprachen abgedeckt werden. Doch weitere Muttersprachliche Assistent*innen werden dringend gebraucht. Besonders für folgende Sprachen werden ehrenamtliche Helfer*innen gesucht: Albanisch, Farsi, Paschtu, Spanisch, Bulgarisch, Französisch, Portugiesisch, Türkisch, Dari, Italienisch, Rumänisch, Englisch, Litauisch, Russisch. Für ihren Einsatz erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung.

Wer die deutsche und eine weitere Sprache fließend spricht und neu zugezogene Menschen – vielleicht auch mit der eigenen Integrationserfahrung - unterstützen möchte - kann sich an folgenden Kontakt wenden: Caritasverband für die Stadt und den Kreis Herford e.V., Herr Hendel (Tel. 05221/16733).

Zusatzinfos:

Das Projekt „Muttersprachliche Assistent*innen“ (MAs) wird seit Oktober 2018 in einer Kooperation des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Herford und des Caritasverbandes für die Stadt und den Kreis Herford e.V. umgesetzt. Gefördert wird die Umsetzung aus Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.