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Pressemitteilungen

11.03.2022

»Alles rund ums Impfen - Drei Fragen an Philipp Waßmann«

Wer sich gegen Corona impfen lässt, schützt sich und Andere. Auch im Kreis Herford haben sich schon über 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen. Vielen Geimpften, aber auch vielen Ungeimpften stellen sich aber immer noch viele Fragen.

Ein - bis zweimal die Woche beantwortet der Ärztliche Leiter der Impfstelle des Kreises in Enger, Philipp Waßmann, häufig gestellte Fragen. In der Rubrik „Alles rund ums Impfen: Drei Fragen an Philipp Waßmann“ soll sachlich und informativ über die Corona-Impfung aufgeklärt und Ängste und Sorgen genommen werden.

Thematisiert werden jeweils verschiedene Bereiche: So etwa die Auswirkungen der Impfung, das Thema Kinderimpfungen, Infos zu Auffrischungsimpfungen, Nebenwirkungen oder die verschiedenen Impfstoffe.

„Die Impfungen sind der einzig verantwortungsvolle und nachhaltige Weg aus dieser Pandemie. Darüber hinaus sind sie für den Schutz jedes Einzelnen elementar wichtig“, so Philipp Waßmann.

Vita: über Hannover und Bad Oeynhausen nach Herford

Philipp Waßmann studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Er begann im Jahr 2012 im Klinikum Herford als Assistenzarzt in der Orthopädie und Unfallchirurgie, arbeitete später in der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen und schließlich als Oberarzt im Franziskus-Hospital Harderberg nahe Osnabrück. Im letzten Jahr war er in einer Facharztpraxis in Bad Essen tätig, ehe demnächst die Gründung einer eigenen Praxis geplant ist. Als Impfarzt ist er bereits seit einigen Monaten in die Impfkampagne des Kreises eingebunden.

Heute geht es um den Impfstoff der Firma Novavax, der auch im Kreis Herford verimpft wird:

Was unterscheidet den Novavax-Impfstoff von den bisherigen COVID-Impfstoffen?

Der wesentliche Unterschied ist der Weg zur Ausbildung einer Immunabwehr gegen Bestandteile des Corona-Virus. Bei den mRNA-Impfstoffen kommt es zu einer vorübergehenden Produktion von Spike-Proteinen in körpereigenen Zellen, woraufhin der Mensch dann eine Abwehrreaktion gegen die im Körper befindlichen Spike-Proteine entwickelt. Bei den proteinbasierten Impfstoffen erfolgt die Produktion des Antigens (im Falle von Novaxuvid dem Spike-Protein des Corona-Virus) im Labor. Verimpft wird somit das fertige Antigen, es kommt lediglich zu einer Immunantwort und nicht zu einer Antigen-Produktion im menschlichen Körper.

Werden proteinbasierte Impfstoffe bereits in Deutschland eingesetzt?

Diese Impfstoffvariante findet bereits seit mehr als 10 Jahren Einsatz in Deutschland. Zu den bekannten proteinbasierten Impfstoffen zählen moderne Grippeimpfstoffe, die Impfung für HPV und die Impfung gegen Gürtelrose.

Ich vertrage keine mRNA-Impfstoffe, wäre Nuvaxovid für mich eine Alternative?

In der Tat hat die STIKO für Menschen mit einer Unverträglichkeit des mRNA-Impfstoffes oder einzelner Impfbestandteile die Impfung mit Nuvaxovid empfohlen. Für nähere Informationen empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit Ihrem behandelnden Arzt, da eine individuelle Abstimmung immer sinnvoll ist.