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Pressemitteilungen

11.01.2018

Neue Selbsthilfegruppe für Frauen: Eltern-Kind-Entfremdung

Kreis Herford. Unter einer Eltern-Kind-Entfremdung versteht man die Vereinnahmung des Kindes durch den betreuenden Elternteil. In Deutschland sind jedes Jahr rund 200.000 Kinder von Scheidung und Trennung der Eltern betroffen. Dadurch verlieren viele von ihnen den Kontakt zu einem Elternteil und oft auch zu den Großeltern.

Kinder werden in konflikthaften Trennungs- und Scheidungssituationen häufig als Machtinstrument missbraucht, indem sie manipuliert und gezielt entfremdet werden. Unter dieser Situation leiden sowohl die entfremdeten Elternteile bzw. Großeltern als auch die Kinder, sie fühlen sich hilflos und ohnmächtig. Viele Kinder entwickeln auch ein PAS Syndrom (Parental Alienation Syndrome), d.h. die Kinder werden in einen starken Loyalitätskonflikt getrieben und entwickeln durch den Wunsch, den Kontakt zu behalten, massive Schuldgefühle.

Die neue Selbsthilfegruppe möchte ausschließlich Frauen (Mütter und Großmütter) ansprechen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Umgang mehr mit ihren Kindern oder Enkeln haben. In vertrauensvoller Atmosphäre soll der Austausch mit Gleichbetroffenen über die schwierige Situation stattfinden. Im Vordergrund stehen der Erfahrungsaustausch und das Besprechen von geeigneten Handlungsmöglichkeiten bzw. Bewältigungsstrategien.

Für die Gründung der Selbsthilfegruppe werden Mütter und Großmütter gesucht, denen der Umgang mit ihren Kindern erschwert bzw. wo er ganz verhindert ist. Interessierte melden sich bitte im Selbsthilfebüro Kreis Herford, Tel. 05221 / 13-2124, oder unter selbsthilfebuero@kreis-herford.de. Von dort wird dann ein erstes Treffen organisiert.