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Pressemitteilungen

14.01.2022

Neue Rubrik: »Alles rund ums Impfen - Drei Fragen an Philipp Waßmann«

Wer sich gegen Corona impfen lässt, schützt sich und Andere. Auch im Kreis Herford haben sich schon über 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen. Vielen Geimpften, aber auch vielen Ungeimpften stellen sich aber immer noch viele Fragen.

Ein- bis zweimal die Woche beantwortet der Ärztliche Leiter der Impfstelle des Kreises in Enger, Philipp Waßmann, häufig gestellte Fragen. In der Rubrik  „Alles rund ums Impfen: Drei Fragen an Philipp Waßmann“ soll sachlich und informativ über die Corona-Impfung aufgeklärt und Ängste und Sorgen genommen werden.

Thematisiert werden jeweils verschiedene Bereiche: So etwa die Auswirkungen der Impfung, das Thema Kinderimpfungen, Infos zu Auffrischungsimpfungen, Nebenwirkungen oder die verschiedenen Impfstoffe.

„Die Impfungen sind der einzig verantwortungsvolle und nachhaltige Weg aus dieser Pandemie. Darüber hinaus sind sie für den Schutz jedes Einzelnen elementar wichtig“, so Philipp Waßmann.

Vita: über Hannover und Bad Oeynhausen nach Herford

Philipp Waßmann studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Er begann im Jahr 2012 im Klinikum Herford als Assistenzarzt in der Orthopädie und Unfallchirurgie, arbeitete später in der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen und schließlich als Oberarzt im Franziskus-Hospital Harderberg nahe Osnabrück. Im letzten Jahr war er in einer Facharztpraxis in Bad Essen tätig, ehe demnächst die Gründung einer eigenen Praxis geplant ist. Als Impfarzt ist er bereits seit einigen Monaten in die Impfkampagne des Kreises eingebunden.

Heute geht es um Fragen zum Thema Kinderimpfungen:

Wie gefährlich ist das Virus für Kinder?

Ein schwerer Verlauf bei Kindern kommt glücklicherweise sehr selten vor. Kinderärzte vor Ort berichten jedoch über Fälle von Long COVID, u.a. mit Ausbildung eines Fatigue-Syndroms und hierdurch deutlich verminderter Leistungsfähigkeit. Weiterhin kann es zur Ausbildung eines PIMS  (kindliches post-virales Entzündungssyndrom) kommen, bei dem Wochen nach durchgemachtem Infekt an multiplen Stellen im Körper schmerzhafte Entzündungen auftreten können.

Die schweren Corona-Verläufe treten zumeist bei älteren Menschen auf. Warum sollte ich trotzdem mein Kind impfen lassen?

Allen voran geht es bei der Kinderimpfung um den Schutz der Kinder selbst vor den Infektionsverläufen und den beschrieben potenziellen Langzeitfolgen. Hierfür gibt es auch von Seiten der STIKO eine Impfempfehlung für Kinder. Die Kinderimpfung als reine Stellvertreterimpfung für ungeimpfte Erwachsene anzusehen, greift daher zu kurz und wäre medizinisch nicht zu empfehlen. Die Impfung trägt aber auch zum Schutz von gefährdeten Personen im Umfeld, beispielsweise den Großeltern bei.

Gibt es für die Kinder einen speziell angepassten Impfstoff?

Für die Gruppe der 5- bis 11-jährigen Kinder wird in der Tat eine geringere Dosis des Impfstoffes der Firma Biontech verwendet. Hierbei unterscheidet sich der Kinderimpfstoff bereits in den Fläschchen (Vials) und in der Konzentration des Wirkstoffes von dem der Jugendlichen und Erwachsenen. Mittwochs und freitags werden bei uns in der Impfstelle in Enger ausschließlich Kinderimpfungen vorgenommen.