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Pressemitteilungen

25.02.2020

Landrat besucht Tierheim "Bullterrier in Not" in Herford

Kreis Herford. Auf Initiative von Landrat Jürgen Müller unterstützt der Kreis Herford in diesem Jahr  die drei Tierheime im Kreis mit einem finanziellen Zuschuss von insgesamt 15.000€ - je 5.000 Euro für jedes Tierheim. Mit dem Zuschuss verbindet der Landrat seinen Dank an den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Tiere. Nachdem Müller bereits das Tierheim Bünde-Ahle besucht hatte, schaute er nun beim Verein „Bullterrier in Not“ in Herford vorbei und machte sich vor Ort ein Bild von der  Arbeit.

Dabei lernte er auch die neunjährige Bullterrier-Dame Barbara kennen, die den Besuch des Landrats  an der Seite von Azubine Christina Martens neugierig verfolgte. „Es ist nicht hoch genug zu bewerten, mit welchen Engagement sich hier für die Tiere eingesetzt wird“, freut sich Müller. Im Tierheim „Bullterrier in Not“ kümmert sich Chefin Claudia Schürmann, die für Ihren Einsatz sogar schon das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen hat, zusammen mit drei Vollzeitbeschäftigten, vier Teilzeitkräften und zwei Azubis tagtäglich um rund 40 Bullterrier. 

Seit 25 Jahren gibt es das vereinseigene Tierheim an der Bielefelder Straße, das sich auf seinen vier Hektar liebevoll um die Hunde kümmert. Finanzieren tut es sich hauptsächlich aus Spenden. „Die Tierheime sind für uns auch deshalb so wichtig, weil sie die Tiere, die von unserem Veterinäramt aus unzumutbaren Zuständen geholt werden, aufnehmen“, betont Müller.

In ganz Deutschland gibt es nur drei  weitere Tierheime, die Rassen wie Bullterrier und Hunde vom Pit-Bull-Typ aufnehmen und versorgen. Besonders diese Hunderassen sind in den letzten Jahren zu einem nicht beneidenswerten Ruf gekommen.  „Dabei sind sie ganz friedliche und kommunikative Tiere“, weiß Schatzmeister Armin Meier-Kühn.

So ist es auch bei Barbara. Die neun Jahre alte Bullterrier-Dame ist seit zwei Jahren bei Claudia Schürmann im Tierheim und sucht dringend ein neues Zuhause. Sie hat schon mehrere Besitzerwechsel hinter sich bringen müssen – ist aber ein sehr friedliches Wesen. „Ihr warmer, netter Blick verspricht nicht zu viel. Sie ist ruhig, selbstsicher, aufgeschlossen, anhänglich, schließt sich schnell ihren Haltern an und schätzt ein gemütliches Plätzchen sehr“, erklärt Schürmann.  „Doch ihre  Arthrose-Erkrankung macht sie für uns schwer vermittelbar“, weiß die engagierte Tierschützerin, die aber weiter daran glaubt, für Barbara ein liebevolles Zuhause zu finden. Um einen Bullterrier aus dem Tierheim aufnehmen zu können, braucht es einen Sachkundehinweis und eine Kennenlernphase zwischen Halter und Hund. „Wir müssen schauen, ob die beiden ein Team werden. Das ist die Voraussetzung“, erklärt Claudia Schürmann.