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Pressemitteilungen

21.06.2022

Kreis Herford unterstützt Soziale Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen

Der Kreis Herford hat die finanzielle Unterstützung der Sozialen Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen im Kreisgebiet erhöht und auf eine neue Grundlage gestellt. Die entsprechende Zuschussvereinbarung wurde heute im Kreishaus von allen Beteiligten unterschrieben. Der Betriebskostenzuschuss wird für Personal-, Sach- und Gemeinkosten verwendet und finanziert 7,3 Stellen. Mit dem nun vereinbarten Zuschuss werden die Zuschussregelungen aus dem 90er-Jahren ersetzt.

Die Beratungsstellen gewährleisten eine fachgerechte, bedarfsorientierte und wirksame soziale Schuldner- und Insolvenzberatung von ratsuchenden Schuldnerinnen und Schuldnern. Im Kreis Herford wird die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO OWL), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Herford (SkF) durchgeführt. Der Zuschuss wird an die drei Träger der Beratungsstellen anteilig ausgezahlt.

Nachweislich trägt die Schuldnerberatung aktiv zur Armutsbekämpfung bei und verbessert die psychische, soziale und gesundheitliche Situation überschuldeter Menschen erheblich. Gleichzeitig ist sie auch eine Rechtsdienstleistung und führt z. B. außergerichtliche Vergleichsverhandlungen durch, bereitet gerichtliche Schuldenbereinigungspläne und Privatinsolvenzverfahren vor, agiert als Verfahrensbevollmächtigte oder stellt Bescheinigungen für Pfändungsschutzkonten aus.


Norbert Burmann, Sozialdezernent des Kreises Herford: „Uns ist es als Kreis Herford sehr wichtig, die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung im Kreis zu stärken und zu unterstützen. Die Betonung liegt hierbei insbesondere auf „sozial“. Denn die Soziale Schuldnerberatung der AWO, des DRK und des SkF verfolgt einen integrativen Ansatz und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wirtschaftliche Existenz der Ratsuchenden sowie ihrer Angehörigen durch methodisch fundierte Beratungsangebote langfristig zu sichern sowie einer erneuten Überschuldung vorzubeugen. Ein solcher Ansatz ist auch aus unserer Sicht äußerst sinnvoll“.

Die AWO, das DRK und der SkF – allesamt Träger der Sozialen Schuldner- und Insolvenzberatung im Kreis Herford – freuen sich über die veränderte Zuschussvereinbarung. „Die Unterstützung des Kreises ist für uns von großem Wert. Sie basiert auf einem sinnvollen Personalschlüssel und ist für uns eine gute Grundlage, um den  Menschen eine adäquate Beratung und Unterstützung bieten zu können, die sie in ihrer häufig sehr schwierigen Lebenslage benötigen“.

Stefan Heckers (SkF) bedankt sich als langjähriger Sprecher der drei Träger bei den Mitgliedern des Kreistages und der Kreisverwaltung Herford für die zukunftsweisende Vereinbarung zur Finanzierung der Sozialen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung im Kreis Herford.

Der Kreis Herford kommt mit dieser Vereinbarung seiner Verpflichtung als kommunaler Träger des Jobcenters Herford im Rechtskreis des SGB II und als Sozialhilfe- und Grundsicherungsträger im Rechtskreis des SGB XII nach und sichert im Rahmen der Daseinsvorsorge auch die Beratung von Schuldnerinnen und Schuldnern ab, die nicht im Sozialleistungsbezug stehen.