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Pressemitteilungen

24.07.2019

Klimapartnerschaft zwischen dem Kreis Herford und Condega

Kreis Herford. Den Kreis Herford und seine Partnerstadt Condega in Nicaragua verbindet seit 2017 eine „Kommunale Klimapartnerschaft“. Bis Herbst dieses Jahres soll ein gemeinsames Handlungskonzept erstellt sein. Im Juni reiste deshalb eine Delegation nach Condega, um konkrete Projekte zu den bereits erarbeiteten Themen „Nachhaltige Versorgung mit Wasser in Condega“ und „Versorgung mit nachhaltig erzeugtem Strom im Kreis Herford“ auszuarbeiten.

„Klimaschutz ist kein Thema nur für die Region des Kreises Herford. Um die Ursachen des Klimawandels zu verstehen und den Klimaschutz effektiv gestalten zu können, müssen wir über Grenzen der Kontinente hinausschauen. Wir lernen voneinander und wollen dem Klimawandel gemeinsam mit guten Beispielen und Ideen begegnen“, erklärt Patrick Puls, Leiter des Büros der Verwaltungsleitung, in dem die Bereiche Klimaschutz und Internationale Kontakte integriert sind und für genau dieses Projekt Hand in Hand arbeiten“.
Bei der Reise stand auch die Besichtigung bereits erfolgreich umgesetzter Projekte in Condega im Mittelpunkt. So erfuhr die Delegation aus dem Kreis Herford, welchen wichtigen Einfluss Wetterstationen auf das Hochwasserfrühwarnsystem in Condega haben und wie die Wasserversorgung einer dörflichen Grundschule funktioniert.

In den intensiven Arbeitsphasen wurden auch Projekte für die nachhaltige Wasserversorgung erstellt. Thematisiert wurden beispielsweise alternative Bewässerungssysteme, um Wasser effizienter zu nutzen. Auch zukünftige Motivationskampagnen für die Bürgerinnen und Bürger beider Partnerstädte sind geplant, berichtet Anna-Lena Mügge, die Klimaschutzmanagerin des Kreises Herford: „Beide Partner stehen vor ähnlichen Herausforderungen in den identifizierten Handlungsfeldern. Gerade die Bewusstseinsbildung ist ein wesentlicher Punkt. Gemeinsame Spiegelprojekte, also Projekte oder Aktionen, die beide Partner zeitgleich nur rd. 9.500 km voneinander entfernt starten, sollen verwirklicht werden“.

Das gesamte Handlungskonzept, kann ab Oktober 2019 unter www.kreis-herford.de und www.engagement-global.de eingesehen werden.

Im vergangenen Jahr war eine Delegation aus Nicaragua zu Gast im Kreis Herford, um den Fachaustausch vor Ort anzukurbeln. Dabei wurden Experten aus dem gesamten Kreisgebiet eingeladen, um die Klimapartnerschaft bekannter zu machen. Für die diesjährige Delegation konnten so weitere Sachverständige gewonnen werden. Teilnehmende waren neben Prof. Johannes Weinig (FH Bielefeld), Uwe Hofer (EnergieAgentur.NRW), Julia Stakelbeck (Klimaschutzmanagerin Löhne), Anna-Lena Mügge (Klimaschutzmanagerin Kreis Herford), Dr. Peter Kammann (Förderverein Herford – Condega), Patrick Puls (Delegationsleitung, Kreis Herford) und Dorothea Streich (Beauftragte für Internationale Kontakte, Kreis Herford).

Info:
Condega, ist eine Gemeinde im Nordwesten Nicaraguas mit ca. 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Wegen der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Herford und der Region Condega war es naheliegend, dieses Bündnis mit einer Klimapartnerschaft inhaltlich zu gestalten und zu festigen. Ziel des Projektes ist es, die fachliche Zusammenarbeit deutscher Städte mit Kommunen im globalen Süden in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung zu stärken. Während der zweijährigen Projektphase wird ein Handlungsprogramm erstellt, das die verschiedenen Probleme der Partnerregionen beleuchtet und Lösungsvorschläge aufzeigt.

Das Projekt wird durchgeführt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und Engagement Global in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) seit 2011. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag unterstützen das Projekt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).