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Pressemitteilungen

08.10.2021

Im Kreis Herford gibt es überaus viele Bäume an den Kreisstraßen

Seit Jahrzehnten werden sie gehegt und gepflegt: Jeder Kreisbaum hat sogar eine Adresse

Kreis Herford. Wer durch den Kreis Herford fährt, wird Kreisstraßen recht schnell erkennen können. Denn im Kreis Herford sind im Laufe vieler Jahrzehnte, im Gegensatz zu vielen anderen Kreisen, verhältnismäßig viele Bäume an den Kreisstraßen gepflanzt worden. Auf den insgesamt über 170 kilometerlangen Kreisstraßen sind 135 Kilometer mit Bäumen bepflanzt.

Kreisstraßen sind wahre Hingucker

„Das macht unsere Kreisstraßen zu wahren Hinguckern. Wir haben wunderschöne Altbaum-Alleen – vor allem in Bünde und Rödinghausen. Auch zahlreiche Linden machen im gesamten Kreisgebiet das Straßenbild besonders attraktiv. Mitunter gibt es auch kürzere Straßenabschnitte mit Obstbäumen, früher war das viel häufiger der Fall. Besonders schön sind die Ahornalleen jetzt im Herbst – durch die Rotfärbung entwickeln sich farbenprächtige Straßen“, erklärt Peter Nipper vom Kreisumweltamt, der gemeinsam mit einer Kollegin als Baumexperte für die Erhaltung der Kreisbäume zuständig ist.

Beide kennen so gut wie jeden Baum und das sind wahrlich viele: Neben Büschen und Sträucher stehen über 13.500 Bäume an den Kreisstraßen. 77 unterschiedliche Baumarten machen das Straßenbild zusätzlich abwechslungsreich. Am häufigsten sind es Linden (über 5.000), gefolgt von Eichen (rd. 1.900) und Ahorn (1.730), aber auch Hainbuchen, Wildkirschen, Birken sind oft vertreten. Einige der Allen sind bis zu 80 oder 100 Jahre alt, es gibt aber auch viele junge Bäume, weil immer wieder nachgepflanzt wird. Ihnen allen ist eins gemein: „Sie müssen gut und sachgerecht gepflegt werden. Nicht nur, damit sich der Baum gut entwickelt, sondern auch damit die Verkehrssicherheit an den Straßen gewährleistet ist. Sie werden regelmäßig geschnitten, damit sie nicht zu sehr auf die Fahrbahn wachsen und – anders als in Wald oder

Jeder Kreisbaum hat eine eigene Adresse

In der Regel werden die Bäume alle zwei Jahre kontrolliert. Dafür ist jeder der über 13.500 Bäume katalogisiert und hat sogar eine „eigene Adresse“: An den Leitpfosten am Rande der Straße sind nicht nur Abkürzungen für die Bezeichnung der jeweiligen Kreisstraße sondern auch für unterschiedliche Abschnitte. Ist ein Baum bei einer Kontrolle aufgefallen, wird die „Adresse“ notiert und weiter gegeben an die Fachleute, die sich dann fachgerecht kümmern können.