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Pressemitteilungen

13.04.2021

Gewässerschauen im Kreis Herford

Vom 8. bis 30. März fanden in diesem Jahr die Gewässerschauen statt. Insgesamt wurden 14 Gewässer im Kreisgebiet überprüft. Gewässerschauen finden jedes Jahr statt, verschiedene Gewässer im Kreisgebiet werden dabei betrachtet, um wasserwirtschaftliche Missstände an den Gewässern festzustellen oder über mögliche ökologische Maßnahmen, den Zustand der Gewässer zu verbessern. Solche Maßnahmen werden im Kreis Herford durch das Projekt Weser-Werre-Else (WWE) unterstützt. Dazu gehören beispielsweise neu errichtete Furten, beseitigte Strukturbeeinträchtigungen oder Gewässer, die naturnah umgestaltet werden.

Gewässerschau in Bünde  – Bruchbach, Grenzbach und Werfener Bach unter der Lupe

In Bünde lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf dem Bruchbach, dem Grenzbach und dem Werfener Bach. Die Bäche wurden an zwei Tagen genauer beobachtet.

Der Bruchbach beginnt an der Gemeindegrenze zu Rödinghausen und endet in der Else. Insgesamt ist der Bruchbach rund um den Verlauf stark durch die landwirtschaftliche Nutzung in seiner Entwicklung beeinträchtigt. Insgesamt verläuft der Bach sehr gradlinig.

Erfreulich ist, dass das Gewässer kaum durch Siedlungsgebiete fließt und deshalb auch nicht beeinflusst ist von den sonst sehr üblichen Ablagerungen (Gartenabfälle o.ä.) innerhalb des Gewässerbettes oder im Uferbereich.

Der Grenzbach beginnt an der niedersächsischen Grenze und führt ebenfalls durch viele landwirtschaftliche genutzte Flächen. Viele Siekstrukturen an diesem Gewässer sind erhalten geblieben, freut sich Norina Wurms von der unteren Wasserbehörde des Kreises „Dadurch kann sich der Bach sehr natürlich entwickeln und sich sehr ausgeprägt mäandern, also sehr natürlich und kurvenreich fließen. Das sorgt für eine hohe biologischer Vielfalt: Das Gewässer hat ausreichend Sauerstoff, flache und tiefe und auch ruhige und strömungsreiche Bereiche. Hier brauchen wir kaum nachhelfen.“ Leider wurde bei dieser Gewässerschau auch recht viel Schutt im Gewässer festgestellt, auch sind augenscheinlich nicht mehr genutzte Zäune in der Böschung entdeckt worden. In einem Fall ist vor allem ein alter Stacheldrahtzaun für wildlebende Tiere gefährlich. 

Der Werfener Bach stand bereits bei der Gewässerschau in Enger im Fokus. Dort befindet sich die Quelle. Der Bach fließt durch Enger überwiegend außerhalb von Siedlungsbereichen und wurde in den vergangenen Jahren über WWE-Maßnahmen aufgewertet. Bachbereiche sind natürlich verlegt worden – das Gewässer kann sich so frei entwickeln. Das macht sich auch im Bünder Bereich bemerkbar. Dort fließt der Bach durch das Werfer Bruch und hat sich zu einem bedeutenden Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Typisch sind hier feuchte und nasse Grünlandpflanzen – sie ziehen Amphibien und bestimmte Vogelarten an.

Allerdings gibt es auch Abschnitte, in denen der Bach in seiner natürlichen Entwicklung eingeschränkt ist. An einigen Stellen sind keine Anpflanzungen möglich. Das Gewässer wird dadurch an diesen Stellen der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, wodurch sich der Bewuchs im Wasser erhöht. Die Folge sind wenig Bewegung des Wassers, geringere Fließgeschwindigkeit und weniger Sauerstoff. Hier denkt der Kreis über Umgestaltungen nach, nicht selten scheitert das aber auch an den Eigentümern der Flächen. 

Gewässerschau in Enger – Rottsieksbach, Bolldammbach und Werfener Bach unter der Lupe

In Enger lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf dem Rottsieksbach, Bolldammbach, Werfener Bach und einem Nebengewässer des Bolldammbaches.

„Wir wählen bewusst auch kleinere Nebengewässer – schauen dann aber auch, wie sich das Geschehen auf die Hauptläufe auswirkt. Insgesamt ist unser Fazit beidieser Gewässerschau in Enger positiv. Aufgefallen ist uns beispielsweise ein Zaun für eine Tierhaltung. Dieser war optimal für das Gewässer eingerichtet – mit ausreichend Abstand zum Wasser“, bemerkt Nora Wurms von der unteren Wasserbehörde des Kreises.

Erfreulich war auch die Begutachtung des Werfener Bachs – beschaut wurde das Gewässer von der Quelle bis zur Gemeindegrenze der Stadt Bünde. Der Bach fließt überwiegend außerhalb von Siedlungsbereichen und wurde in den vergangenen Jahren über WWE-Maßnahmen aufgewertet. Bachbereiche sind natürlich verlegt worden – das Gewässer kann sich so frei entwickeln. Durch eine Sohlanhebung kann das Wasser besser abfließen und sich ökologisch weiter entwickeln.  In der kommenden Woche steht der Werfener Bach auf dem Gebiet der Stadt Bünde im Fokus.

Wie schon in den Vorjahren sind auch bei dieser Besichtigung immer wieder Ablagerungen von Gartenabfällen, Ast- und Rasenschnitt aufgefallen. Dadurch wird die natürliche Entwicklung der Ufer gefährdet und die erforderliche Gewässerunterhaltung in der Umsetzung erschwert.  Abgerutschte Gartenabfälle verunreinigen das Gewässer und sorgen für einen erhöhten Nährstoffeintrag. Zudem können durch Hochwasser abgeschwemmte Ablagerungen an Durchlässen und Brücken den Wasserabfluss beeinträchtigen und ggf. für Rückstau oder Überflutungen sorgen.

Deshalb sollen Grundstückseigentümer und Anlieger Gartenabfälle und Bauschutt auf keinen Fall im und am Böschungsbereich von Gewässern ablagern. Sofern Gartenabfälle nicht über eine Bio-Tonne entsorgt werden können, sind sie entweder auf einer Kompostierungsanlage oder auf dem eigenen Grundstück sachgerecht zu kompostieren und zwar außerhalb des Gewässerrandstreifens mit einem Abstand von fünf Metern zur Böschungsoberkante.

Auch Gartenhäuser, Schuppen oder ähnliche Anlagen gehören nicht an den Gewässerrandstreifen

Gewässerschau in Herford – Bremerhagener Bach und Bullersieksbach unter der Lupe

In Herford lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf dem Bremerhagener Bach und der Bullsieksbach. Beide Bäche wurden Anfang vergangener Woche von der Quelle bis zur Einmündung in die Kinsbeke und in die Jölle (Bullsieksbach) genauer beobachtet.

Beide Gewässer sind eher klein und führen durch unbebaute Bereiche. Solche siedlungsfernen Gewässer sind grundsätzlich weniger beeinflusst von den sonst sehr üblichen Ablagerungen (Gartenabfälle o.ä.) innerhalb des

Gewässerbettes oder im Uferbereich. Insgesamt zeichnen sich beide Bäche durch sehr schöne, natürliche Verläufe aus. An vielen Stellen ist ausreichend Platz für die eigenständige Entwicklung des Gewässers.  

Am Bremerhagener Bach wurden Reste einer nicht mehr funktionsfähigen Stauanlage (bzw. Überfahrt) entdeckt. Häufig sind solche Überfahren Zeichen für eine frühere landwirtschaftliche Nutzung, weil dort an den gewässernahen Bereichen oft bewirtschaftete Grünlandflächen lagen, erklärt Maren Wilmsmeier von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Herford. „Solche Rückstände notieren wir uns bei den Gewässerschauen und beraten anschließend, wie wir damit umgehen. Hier sollten die alten Betonrohre entfernt werden – natürlich immer schonend für Gewässer und Natur. Das heißt hier, dass wir per Hand arbeiten werden. Diese Maßnahme könnte in das WWE-Programm eingebunden werden.“

Gewässerschau in Hiddenhausen – Eilshauser Bach und Schweigsieksbach unter der Lupe

In Hiddenhausen lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf dem Eilshauser Bach und dem Schweigsieksbach. Beide Gewässer sind von der Quelle bis zur Einmündung in den Brandbach genauer beobachtet worden.

Der Eilshauser Bach fließt überwiegend durch Siedlungsgebiete und ist stark beeinflusst von Einleitungen, Bauten direkt am Gewässer und den oft in Siedlungen typischen nicht sachgerecht abgelagerten Gartenabfällen.

Zahlreiche Gärten reichen zu nah ans Ufer, was dazu führt, dass häufig Gartenabfälle oder Komposthaufen dem Wasser zu nahe kommen. Ablagerungen von Gartenabfällen, Ast- und Rasenschnitt gefährdendie natürliche Entwicklung der Ufer, erklärt Maren Wilmsmeier von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Herford:

„Abgerutschte Gartenabfälle verunreinigen das Gewässer und sorgen für einen erhöhten Nährstoffeintrag. Zudem können durch Hochwasser abgeschwemmte Ablagerungen an Durchlässen und Brücken den Wasserabfluss beeinträchtigen und zum Beispiel für Rückstau oder Überflutungen sorgen“

Der vom Umweltamt des Kreises erstellte Flyer „Ratgeber für Bachanlieger“ gibt Tipps für gewässerfreundliche Gärten. Der Flyer kann unter dem folgenden Link von der Internetseite des Kreisumweltamtes heruntergeladen werden:  https://web.kreis-herford.de/s/0e53h

Im Oberlauf des Baches ist – im Vergleich zum vergangenen Jahr - ein nur sehr geringes Wasservorkommen aufgefallen.

Erfreulicherweise ist der Eilshauser Bach aber auch durch naturnahe Abschnitte gekennzeichnet. Das liegt auch daran, dass in der Vergangenheit durch ein WWE-Projekt Bachabschnitte renaturiert wurden. 

Der Schweigsieksbach ist im oberen Bereich ein sehr natürliches Siek. Erst kurz vor der Einmündung in den Eilshauser Bach sind Gewässerabschnitte zum Teil allerdings sogar überbaut. Erfreulich ist, dass es in diesen Bereichen aber kaum unsachgerecht abgelagerte Gartenabfälle gibt. 

Gewässerschau in Löhne – Der Ulenburger Bach und der Twelsieksbach unter der Lupe

In Löhne lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf dem Ulenburger Bach und dem Twelsieksbach. Der Ulenburger Bach und zwei seiner Nebengewässer (Westbach und Knicksgraben) sind jeweils vom Anfang bis zur Mündung genauer beobachtet worden. Der Twelsieksbach mit Nebengewässern ist von Anfang an bis zum Steinsieker Weg verfolgt worden – ab dort ist er verrohrt bis zur Mündung.

„Gewässer könnten kaum gegensätzlicher sein“, fasst Olga Dickmann von der unteren Wasserbehörde des Kreises zusammen: „Während die Bereiche im Wald sehr natürlich sind, so ist das Gewässer in Siedlungsbereichen offen und extrem verbaut. Viele Uferbefestigungen sind alt und abgängig, das macht dem natürlichen Verlauf des Gewässers sehr zu schaffen. 

Wie bei nahezu jeder Gewässerschau reichen sehr häufig Gartenabfälle, Komposthaufen oder auch Bauschutt und Müll zu nah ans Ufer. Ablagerungen von Gartenabfällen, Ast- und Abgerutschte Gartenabfälle verunreinigen das Gewässer und sorgen für einen erhöhten Nährstoffeintrag. Zudem können durch Hochwasser abgeschwemmte Ablagerungen an Durchlässen und Brücken den Wasserabfluss beeinträchtigen und zum Beispiel für Rückstau oder Überflutungen sorgen. Deshalb sollen Grundstückseigentümer und Anlieger Gartenabfälle und Bauschutt auf keinen Fall im und am Böschungsbereich von Gewässern ablagern. Sofern Gartenabfälle nicht über eine Bio-Tonne entsorgt werden können, sind sie entweder auf einer Kompostierungsanlage oder auf dem eigenen Grundstück sachgerecht zu kompostieren und zwar außerhalb des Gewässerrandstreifens mit einem Abstand von fünf Metern zur Böschungsoberkante. Auch Gartenhäuser, Schuppen oder ähnliche Anlagen gehören nicht an den Gewässerrandstreifen. 

Gewässerschau in Rödinghausen– Schierenbeke und Bruchbach unter der Lupe

In Rödinghausen lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf der Schierenbeke und dem Bruchbach. Die Gewässer wurden an zwei Tagen (Montag und Donnerstag) genauer beobachtet.

Die Schierenbeke wurde von der Quelle bis zur Einmündung in die große Aue abgegangen, dabei machte Nora Wurms von der Unteren Wasserbehörde eine mittlerweile recht typische Beobachtung: „Das Gewässer hat quasi zwei Gesichter. Im ersten Abschnitt fließt die Schierenbeke durch ein Naturschutzgebiet. Es zeigt sich ein sehr naturnahes Bild und es gibt wenig zu beanstanden. Im zweiten Abschnitt läuft der Bach durch besiedelte Gebiete und wir sind sehr schnell bei einer Auflistung von Mängeln. Das ist nicht erfreulich, zeigt aber, wie nötig die Gewässerschauen sind“.

Uferbereiche in besiedelten Gebieten sind häufig verbaut – auch reichen zahlreiche Gärten ans Ufer, was dazu führt, dass häufig Gartenabfälle oder Komposthaufen dem Ufer zu nahe kommen. Ablagerungen von Gartenabfällen, Ast- und Rasenschnittgefährden die natürliche Entwicklung der Ufer:

„Abgerutschte Gartenabfälle verunreinigen das Gewässer und sorgen für einen erhöhten Nährstoffeintrag. Zudem können durch Hochwasser abgeschwemmte Ablagerungen an Durchlässen und Brücken den Wasserabfluss beeinträchtigen und zum Beispiel für Rückstau oder Überflutungen sorgen“, erklärt Nora Wurms. Deshalb sollen Grundstückseigentümer und Anlieger Gartenabfälle und Bauschutt auf keinen Fall im und am Böschungsbereich von Gewässern ablagern. Sofern Gartenabfälle nicht über eine Bio-Tonne entsorgt werden können, sind sie entweder auf einer Kompostierungsanlage oder auf dem eigenen Grundstück sachgerecht zu kompostieren und zwar außerhalb des Gewässerrandstreifens mit einem Abstand von fünf Metern zur Böschungsoberkante. Auch Gartenhäuser, Schuppen oder ähnliche Anlagen gehören nicht an den Gewässerrandstreifen.

 

Solche typischen Problemzonen zeigte auch der Bruchbach. Der vom Umweltamt erstellte Flyer „Ratgeber für Bachanlieger“ gibt Tipps für gewässerfreundliche Gärten.

Der Flyer kann unter dem folgenden Link von der Internetseite des Kreisumweltamtes heruntergeladen werden.

 

Auch der Bruchbach wurde von der Quelle bis zur Gemeindegrenze genauer beschaut. Insgesamt wurde festgestellt, dass der gesamte Bach teilweise sehr stark verrohrt ist und unter zahlreichen Acker- und Weideflächen fliest und davon sehr beeinflusst wird, wie Nora Wurms erläutert:

 

„Früher wurden Gewässer, gerade kleinere Bäche, häufig verrohrt oder auch an den Rand von landwirtschaftlich genutzten Flächen verlegt, um die Flächen besser zu bewirtschaften. Das wasserwirtschliche Ziel ist es, die verrohrten Gewässerabschnitte durch einen natürlichen Verlauf zu ersetzen und dem Gewässer so die Möglichkeit zu einer  naturnahen Entwicklung und Anreicherung der Strukturvielfalt zu verhelfen.

Solche Abschnitte zeigt der Bruchbach im Bereich des Ostkilver Waldes, wo er sehr naturnah in vielen Windungen fließt. 

Gewässerschau in Spenge – Wiesengrundbach unter der Lupe

Beim Abschluss der diesjährigen Gewässerschau lag der Schwerpunkt auf dem Wiesengrundbach in Spenge.

Der Wiesengrundbach wurde von der Quelle bis zur Einmündung in den Spenger Mühlenbach abgegangen, dabei stellte Nora Wurms von der Unteren Wasserbehörde einen eher gradlinigen Verlauf im oberen

Abschnitt entlang der landwirtschaftlich genutzten Grünflächen fest. „Ein mäandrierender, das bedeutet ein eher gewundener Verlauf wäre für dieses Gewässer wünschenswert. Ein kurvenreicher Fließverlauf ist am natürlichsten und schafft die Möglichkeit, die naturnahe Entwicklung und die Anreicherung der Strukturvielfalt zu verbessern“, erklärt Wurms.

Insgesamt ist der Bach im weiteren Verlauf naturnah geprägt. Es wurden keine typischen Beanstandungen wie beispielsweise Ablagerungen durch Gartenabfälle, Ast- oder Rasenschnitt gefunden.

„Solche Ablagerungen finden wir häufig, wenn die Gewässer durch Siedlungsgebiete führen“, erläutert Nora Wurms. Beanstandet wurden lediglich einige zu nah am Gewässer errichtete Zäune.

Ein Baum fiel den Mitarbeitenden der unteren Wasserbehörde besonders auf: Er reicht über den Wiesengrundbach und hat auf der anderen Uferseite nochmal ausgeschlagen. „Ein schönes Phänomen der Natur“, kommentiert Wurms die Entdeckung.

 

Gewässerschau in Vlotho – Maasbeeke und Nebengewässer unter der Lupe

In Vlotho lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte auf der Maasbeeke und deren Nebengewässer. Die Maasbeeke wurde vom Beginn des Gewässers bis zur Einmündung in die Linnenbeeke mit ihren Nebengewässern genauer beobachtet.

Große Teile der Maasbeeke verlaufen über Pferdeweiden, was teilweise problematisch ist wegen vorhandenen Viehtränken und des zusätzlichen Dungs. Viele Uferbereiche sind zudem verbaut – auch reichen zahlreiche Gärten ans Ufer, was dazu führt, dass häufig Gartenabfälle oder Komposthaufen dem Ufer zu nahe kommen. Ablagerungen von Gartenabfällen, Ast- und Rasenschnittgefährdendie natürliche Entwicklung der Ufer: „Abgerutschte Gartenabfälle verunreinigen das Gewässer und sorgen für einen erhöhten Nährstoffeintrag. Zudem können durch Hochwasser abgeschwemmte Ablagerungen an Durchlässen und Brücken den Wasserabfluss beeinträchtigen und zum Beispiel für Rückstau oder Überflutungen sorgen“, erklärt Olga Dickmann von der unteren Wasserbehörde des Kreises. Deshalb sollen Grundstückseigentümer und Anlieger Gartenabfälle und Bauschutt auf keinen Fall im und am Böschungsbereich von Gewässern ablagern. Sofern Gartenabfälle nicht über eine Bio-Tonne entsorgt werden können, sind sie entweder auf einer Kompostierungsanlage oder auf dem eigenen Grundstück sachgerecht zu kompostieren und zwar außerhalb des Gewässerrandstreifens mit einem Abstand von fünf Metern zur Böschungsoberkante. Auch Gartenhäuser, Schuppen oder ähnliche Anlagen gehören nicht an den Gewässerrandstreifen. Der vom Umweltamt erstellte Flyer „Ratgeber für Bachanlieger“ gibt hierzu einen Überblick. Er kann unter dem folgenden Link von der Internetseite des Kreisumweltamtes heruntergeladen werden.

Zusätzlich gibt es an der Maasbeeke kaum natürliche Böschungen und die für das Gewässer positiv wirkenden Gewässerrandstreifen sind auch nicht vorhanden.

Im Gewässerverlauf sind viele Einleitungsstellen in besiedelten Bereichen festgestellt worden, es gibt auch einen Verdacht auf einen Fehlanschluss. Hier wird bereits geprüft, die Stadt wurde verständigt, noch liegt kein Ergebnis vor. Zusätzlich werden einige Pumpstellen kritisch betrachtet: Wenn die Wasserstände zu gering sind, wird weiterhin von dort Wasser zur Bewässerung genommen.

Erfreulich war die Begutachtung in den Bereichen, in denen über ein WWE-Projekt das Gewässer  vor 8 Jahren aufgewertet wurde. Bachbereiche sind natürlich verlegt worden, ein Hauptlauf führt deshalb auch über eine

Wiese.Zusätzlich konnte damals eine Aue revitalisiert worden. Ein Bachbett wurde breiter und flacher angelegt, so dass der Bach bei höheren Wasserständen in die Fläche ausufern kann und die gesamte Aue nutzt.