Seiteninhalt

Pressemitteilungen

30.04.2021

Geflügelpest: Stallpflicht bleibt vorerst in OWL und im Kreis Herford noch erhalten

Kreis Herford. Die Stallpflicht für Geflügel besteht weiterhin in ganz Ostwestfalen-Lippe und auch die Einhaltung der bekannten Biosicherheitsmaßnahmen hat in der Region nach wie vor höchste Priorität. Darauf weist noch einmal der Kreis Herford hin.

Wann die Stallpflicht in Ostwestfalen-Lippe aufgehoben wird entscheidet das Landesamt (LANUV NRW). Voraussetzung ist, dass zuvor die Restriktionsgebiete – das sind die Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete rund um den jeweiligen Ausbruchsort - in allen Kreisen der Region aufgehoben werden können, erklärt Dr. Tanja Hochstetter, Leiterin des Veterinäramtes des Kreises Herford: „Aktuell ist dies im Kreis Paderborn, wo zuletzt Mitte April ein weiterer Ausbruch in einem Hausgeflügelbestand festgestellt wurde, noch nicht der Fall. Wenn es keine neuen Fälle in OWL gibt hoffen wir, dass wir Mitte Mai gute Nachrichten für die Geflügelhalter*innen haben. Erfahrungsgemäß trägt mildes Frühlingswetter und das Ende des Vogelzugs auch dazu bei die Seuche einzudämmen. Es ist aber eine noch ganz unverbindliche Prognose, weil mögliche neue Ausbrüche die Stallpflicht auch wieder verlängern würden.“

Die Allgemeinverfügung des Kreises Herford vom 03. März 2021 zur Stallpflicht bleibt demnach zunächst einmal unverändert in Kraft.

In Deutschland gab es seit Ende Oktober 2020 etwa 1200 Geflügelpestausbrüche bei Wildvögeln und 245 bei Hausgeflügel. Sechs Ausbrüche betrafen Vögel in Tierparks oder ähnlichen Einrichtungen.  Die jüngsten Fälle in NRW wurden im Kreis Paderborn, im Märkischen Kreis sowie im Kreis Warendorf festgestellt.

Bislang wurden 25 Wildvögel durch das Kreisveterinäramt zur Untersuchung eingesandt, von denen 24 negativ auf das Virus getestet wurden. Nach dem Positivbefund bei einem Graureiher in Enger Mitte März dieses Jahres wurden die Geflügelbestände im näheren Umkreis zum Fundort des Tieres untersucht und stichprobenweise mit negativem Ergebnis auf das Virus getestet.

 

Eine Möglichkeit, Geflügel gegen das Virus zu impfen oder  erkrankte Tiere zu behandeln, gibt es nicht. Infizierte Bestände müssen daher leider immer getötet werden. 

Tote Wasser- und Greifvögel dem Veterinäramt melden

Erkrankte Tiere zeigen schwere Symptome und verenden häufig nach kurzer Krankheitsdauer. Auffälligkeiten im Bestand sind unverzüglich tierärztlich abzuklären und dem Veterinäramt anzuzeigen. Wichtig ist auch, weiterhin Totfunde von Wasser- und Greifvögeln dem Veterinäramt Herford zu melden. Diese Vogelarten gelten als Indikatortiere für die Tierseuche und werden labordiagnostisch auf das Virus untersucht.

Bisher keine Übertragung auf den Menschen

In Deutschland ist es bisher nicht zu einer Übertragung des aktuellen Geflügelpest-Virus vom Subtyp H5N8 auf den Menschen gekommen. Voraussetzung für eine Infektion ist der unmittelbare intensive Kontakt zu infiziertem Geflügel. Geflügelfleisch wird vor dem Verzehr erhitzt, so dass auch hier kein Übertragungsrisiko besteht.

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises Herford ist bei Meldungen und Nachfragen zur Geflügelpest per E-Mail unter veterinaeramt@kreis-herford.de oder telefonisch unter 05221 131641 erreichbar. 

 

Die erlassenen Tierseuchenverfügungen sowie weitergehende Informationen, Merkblätter und Links zur Geflügelpest finden Sie unter www.kreis-herford.de.