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Pressemitteilungen

01.04.2021

Geflügelpest: Beobachtungsgebiet wird aufgehoben - Stallpflicht bleibt

Kreis Herford- Rödinghausen. Der nördliche Bereich der Gemeinde Rödinghausen ist ab Ostermontag kein Beobachtungsgebiet mehr im Zusammenhang mit dem festgestellten Ausbruch der Geflügelpest im Kreis Minden-Lübbecke. Die damit verbundenen Einschränkungen für Geflügelhalter*innen werden zum 05. April 2021 aufgehoben.

Die Stallpflicht für Geflügel besteht jedoch weiterhin in ganz Ostwestfalen-Lippe und auch die Einhaltung der bekannten Biosicherheitsmaßnahmen hat in der Region nach wie vor höchste Priorität.

„Seit der Feststellung der Geflügelpest in Preußisch-Oldendorf wurden im Beobachtungsgebiet erfreulicherweise keine weiteren Befunde des hochpathogenen aviären Influenzavirus des Subtyps H5N8 bei Wildvögeln oder Nutzgeflügel nachgewiesen“, erklärt Tanja Hochstetter, Lieterin des Veterinäramtes Kreis Herford.

Nach Ablauf der Fristen und Erfüllung der Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung können die angeordneten Schutzmaßnahmen für das Beobachtungsgebiet somit auf beiden Seiten der Kreisgrenze aufgehoben werden.

In Deutschland gab es seit Ende Oktober 2020 etwa 1.000 Geflügelpestausbrüche bei Wildvögeln und 133 bei Hausgeflügel. Sechs Ausbrüche betrafen Vögel in Tierparks oder ähnlichen Einrichtungen.

Die jüngsten Fälle in NRW wurden im Kreis Paderborn, im Märkischen Kreis sowie im Kreis Warendorf festgestellt. Nach der aktuellen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 25. März 2021 wird daher das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen und Vogelbestände weiterhin als hoch eingestuft. Äußerste Vorsicht ist vor allem beim Handel mit Lebendgeflügel angezeigt.

Die Allgemeinverfügung des Kreises Herford vom 03. März 2021 zur Stallpflicht bleibt unverändert in Kraft und Dr. Hochstetter bittet die Tierhalter*innen noch um etwas Geduld: „Um das Erreichte nicht zu gefährden müssen wir die Tiere noch eine Zeit lang vor der Infektion schützen.“ Wie lange noch, hängt auch von der weiteren Entwicklung der Seuchenlage in NRW und den Ergebnissen der laufend durchgeführten Testungen von Wildvögeln und Hausgeflügel im Kreisgebiet ab. „Eine genaue Prognose ist nicht möglich, erfahrungsgemäß kann man aber hoffen, dass mildes Frühlingswetter und das Ende des Vogelzugs helfen die Seuche einzudämmen“.

Bislang wurden 21 Wildvögel durch das Kreisveterinäramt zur Untersuchung eingesandt, von denen 20 negativ auf das Virus getestet wurden. Nach dem Positivbefund des Graureihers in Enger am 15. März wurden die Geflügelbestände im näheren Umkreis zum Fundort des Tieres untersucht und stichprobenweise mit negativem Ergebnis auf das Virus getestet.

Die erlassenen Tierseuchenverfügungen sowie weitergehende Informationen, Merkblätter und Links zur Geflügelpest gibt es unter www.kreis-herford.de.